The Shipment

Young Jean Lee’s Theater Company, New York

Wer meint, jetzt da ein Schwarzer Präsident der USA ist, sei die ganze Diskussion um Rassen und Vorurteile überwunden, den belehrt Young Jean Lee in ihrer neuesten Arbeit „The Shipment“ mit Schärfe und Humor eines Besseren. In ihrer „black identity-politics show“ seziert sie bravourös und mit absoluter Schonungslosigkeit die Stereotypien der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Afroamerikanern von der Minstrel-Tradition bis zum Crack-Dealer. Mal mit subtiler Raffinesse und mal mit unverfrorener Direktheit unterläuft die Korea-Amerikanerin in ihrem Fünf-Personen-Stück das politisch korrekte Über-Ich, führt Klischees vor, trickst Vorurteile aus, wirbelt die festgefahrenen schwarz-weißen Bilder durcheinander, bis wir nicht mehr wissen, ob wir lachen sollen, können, dürfen oder müssen. 5 Afroamerikaner, die mit Stereotypen spielen und dabei den Rassismus in uns auf die Probe stellen.

Mitinitiiert vom Wexner Center for the Arts und The Kitchen, unterstützt von Rockefeller MAP Foundation, Jerome Foundation, The Greenwall Foundation, The Tobin Foundation und New York State Council of the Arts, Brooklyn Arts Exchange, Collapsable Hole, IRT Theatre, MacDowell Colony, New Dramatists, Orchard Project und Yaddo.

Regie Young Jean Lee Ausstattung David Evans Morris Kostüm Roxana Ramseur Choreografie Faye Driscoll Produzent Caleb Hammons
Mit
Jordan Barbour, Aundré Chin, Francesca Choy-Kee, Mikeah Ernest Jennings, Prentice Onayemi,

Im Anschluss an die Vorstellung am 5. Februar findet ein Publikumsgespräch statt. Moderation: Katrin Ullmann

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