Dagesh–Studio on the Road #ShabbatEdition

Künstlerischer Salon Dates

Zum Shabbat macht die Reihe Dagesh-Studio on the Road erstmals Station in Hamburg. Beiträge aus Musik, Literatur und Performance eröffnen einen zeitgenössischen Blick auf den Shabbat als das »Wiederkehrende Besondere«. Die Veranstaltung findet im Kontext der Ausstellung Menschen & Orte – Hamburgs jüdische Geschichte im Altonaer Museum statt.

 

Programm

Der Shiur (hebräisch: Unterrichtsstunde, Vortrag, Diskussion heiliger Schriften) mit Micki Weinberg bildet einen zentralen Denk- und Resonanzraum des Abends. Er führt das Publikum durch den Abend und zeigt dabei den Shabbat als Praxis des gemeinsamen Lernens und Fragens und verbindet religiöse, philosophische und kulturelle Perspektiven mit künstlerischen Formen der Gegenwart.

Masha The Rich Man eröffnet den Abend mit einem musikalischen Beitrag. Ihre Arbeit verbindet melancholischen Folklore-Pop mit jiddischen Einflüssen und öffnet damit einen musikalischen Resonanzraum zwischen Erinnerung, Gegenwart, Intimität und kollektiver Erfahrung.

Daniel Arkadij Gerzenberg – „Shabbat ohne Shabbat“ ausgehend von der Erfahrung sowjetischer Jüdinnen und Juden, die Wege suchten, ihre Kultur trotz Repression, Assimilationsdruck und Verboten auszudrücken, entsteht ein imaginärer Raum, in dem Musik zum Ort unterdrückter Erinnerung und Literatur zu einer Form verklausulierten Gebets wird.

Daniel Kahn & Yeva Lapsker entwickeln ein interaktives Format zwischen Vortrag, Musik und Tanz, dass die Themen Arbeit, Arbeitslosigkeit, Ruhe und Unterbrechung in Bezug auf den Shabbat verhandelt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich der Shabbat als Gegenmodell zu ständiger Verfügbarkeit, Produktivität und ökonomischem Druck verstehen lässt: nicht nur als religiöse Praxis, sondern als körperliche, soziale und politische Geste des Innehaltens.

Tobias Herzberg & Leonard Dick sind mit einer szenischen Lesung aus einer neueren Produktion angefragt. Ihre Arbeit erweitert das Programm um einen literarisch-performativen Zugriff, in dem Sprache, Stimme und Szene als Mittel eingesetzt werden, um Fragen von Wiederholung, Ausnahme, Gegenwart und jüdischer Erfahrung auf der Bühne zu verhandeln.

Lana Lux ergänzt den Abend um eine Lese-Performance. In einem einjährigen Projekt widmete sie sich bereits dem Shabbat als Thema und Anlass ihres Schreibens.          

Gerahmt wird der Abend von einem Vernetzungstreffen jüdischer Künstler*innen aus dem bundesweiten und europäischen Dagesh-Netzwerk im Altonaer Museum anlässlich der Sonderausstellung Menschen & Orte – Hamburgs jüdische Geschichte, die am 11. November 2026 eröffnet wird. Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext ist an der Kuration der zeitgenössischen künstlerischen Positionen der Ausstellung beteiligt.

Die Veranstaltung Das wiederkehrende Besondere | The Returning Singular ist Teil der Reihe Dagesh-Studio on the Road und wird in Kooperation mit dem Thalia Theater, dem Altonaer Museum sowie mit Unterstützung durch den Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus realisiert.

Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext ermöglicht die Sichtbarkeit vielfältiger künstlerischer Ausdrucksformen von Jüdinnen und Juden. Als Plattform und Netzwerk erkundet Dagesh seit seiner Gründung ein gegenwärtiges, selbstbewusstes und zukunftsgewandtes jüdisches Selbstverständnis. 

Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext ist ein Programm von DialoguePerspectives e. V. 

DialoguePerspectives. Discussing Religions and Worldviews e. V. ist eine europäische Plattform zur Stärkung der pluralen europäischen Gesellschaft mit Sitz in Berlin und entwickelt impactorientierte zivilgesellschaftliche Programme für eine resiliente europäische Gesellschaft. 

    Kuration Daniel Laufer

    Dates

    Fr 13.11.26
    • 16.30-19.30, Nachtasyl
      Deutsch und Englisch

      Dagesh–Studio on the Road #ShabbatEdition

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