"Zwischen Erdogans Aggression..."

Zwischen Erdogans Aggression und demokratischer Selbstverwaltung – Reisebericht aus Afrin und dem Norden Syriens

Mit deutschen Waffen und unter dem lärmenden Schweigen der Weltgemeinschaft lies Erdoğan zusammen mit verbündeten islamistischen Milizen Anfang des Jahres die syrisch-kurdische Enklave Afrin besetzen. Die deutsche Bundesregierung steht dabei als Kriegspartei fest seiner Seite. Sie verurteilte den Angri auf Afrin nicht und hat auch danach noch Rüstungsexporte an die Türkei bewilligt. Die Bilder der deutschen Leopard Panzer beim Angri auf Afrin gingen um die Welt. Hunderttausende Menschen wurden durch den Angri und die folgende islamistische Zwangsverwaltung der Region vertrieben und leben unter katastrophalen Bedingungen in Flüchtlingslagern.

Im Mai 2018 machte sich eine Delegation aus Deutschland auf den Weg in den Norden Syriens, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu verscha en. Die Delegation besuchte die Menschen in den Flüchtlingslagern, aber auch andere Orte in den kurdischen Gebieten im Norden Syriens.

Auf der Veranstaltung wollen TeilnehmerInnen der Delegation von ihren Eindrücken und Erfahrungen berichten. Der Filmemacher Peter Ott, die Hamburger Bundestagsabgeordnete Zaklin Nastic, die Journalistin Evrim Kaya und Yavuz Fersoğlu vom Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V. werden ihre Eindrücke schildern. Moderiert wird die Veranstaltung von Emily Laquer von der Interventionistischen Linken.


Doch sie wollen jedoch nicht nur über das Leid und die Zerstörung sprechen, sondern auch die Geschichten des Mutes und der Hoffnung nach der Revolution in den kurdischen Gebieten Syriens erzählen. Geschichten von einer Bevölkerung, die Daesh (den sog. IS) besiegt hat und die aus eigener Kraft in mitten des Bürgerkriegs ein wegweisendes basisdemokratisches Gesellschaftsmodell aufbaut. Untermalt wird der Reisebericht von vor Ort gedrehten Filmausschnitten.

Datum: 15.6.18 // Beginn: 20 Uhr // Einlass: 19 Uhr
Nachtasyl // Eintritt Frei // Spenden an die Hilfsorganisation Kurdischer Halbmond erwünscht.
Eine Veranstaltung des Hamburger Solidaritätskomitee für Afrin