Warten auf Godot

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von Samuel Beckett / Deutsch von Elmar Tophoven / Regie Stefan Pucher
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Kostüme
Tabea Braun
Dramaturgie
Susanne Meister

David Goya Brunnert/ Nikita Lysko/ Paul Zeschky/ David Hofner (Ein Junge)

 

Frankreich im Frühjahr 1943, eine Geschichte aus der Résistance, von Samuel Beckett selbst erlebt? Sind Wladimir und Estragon nicht die metaphysischen Clowns, als die wir sie kennen? Hat der irische Autor alle Spuren verwischt und hinter dem Absurden steckt historische Realität? Was, wenn die beiden nicht auf Gott, sondern auf ihren Schleuser warten?

Seit mehr als sechzig Jahren warten zwei Landstreicher auf den Bühnen der Welt auf jemanden namens Godot, der aber nie kommt. Eine klassische Situation, eine Existenz-Chiffre, die den irischen Autor Samuel Beckett weltberühmt machte. Welche tiefere Erkenntnis sich hinter seinem  „Godot“ verbirgt, ob Gleichnis oder gar nichts, darüber verweigerte Beckett stets jede Auskunft mit dem Hinweis: Hätte er sich klarer ausdrücken wollen, hätte er sich klarer ausgedrückt. Und so sind eine Vielzahl von Beschreibungen, Geheimnissen und Mutmaßungen über die philosophischen Lumpen Wladimir und Estragon im Umlauf. Bertolt Brecht zum Beispiel soll gesagt haben: "Weißt du, es gibt da eine Sache, die ich gern wüsste. Ich würde Beckett gern fragen, wo Wladimir und Estragon während des Zweiten Weltkriegs waren.“ Das liegt nahe, denn ist das Stück auch erst 1953 uraufgeführt worden,  so hat Beckett bereits 1948 mit der Arbeit an „Warten auf Godot“ begonnen.

Was also, wenn Wladimir und Estragon nicht nur die metaphysischen Clowns sind, als die wir sie kennen? Wenn das Stück nicht in „Absurdistan“ spielt, sondern eine historische Realität verbirgt? Waren Wladimir und Estragon  - wie ihr Autor Beckett - in der Résistance? Was, wenn sie nicht auf Gott, sondern auf eine viel konkretere Erlösung warten? Auch heute noch?


Dauer 2:35h, inklusive Pause
Premiere Thalia Theater am 27. Februar 2016

PRESSESTIMMEN

„..das könnte jetzt noch ewig so weitergehen, als Nachweis, was die auf Hochtouren laufende szenische Fantasie eines talentierten Regisseurs im Zusammenspiel mit zwei hochmotivierten Ausnahmeschauspielern zu leisten im Stande ist. […] dass Kreibichs Lucky an einer Stelle den ikonografischen Kapuzenmann aus dem Abu-Ghuraib-Foltergefängnis zitiert, ist wahrscheinlich das stärkste Bild dieser an starken Bildern nicht armen Produktion.“ - Theater heute
 
„Am Thalia Theater ebnet Regisseur Stefan Pucher Becketts gestrandeten Landstreichern jetzt den Weg ins 21. Jahrhundert. (...) Am Ende ist es schon immer noch die gleiche alte Leier von der Verlorenheit des Einzelnen in einer absurden Welt, aber komplett neu gesampelt. Ein Beckett-Cover, das Spaß macht und nah geht. Tolle Schauspieler in einer dichten Inszenierung.“ - nachtkritik.de
 
„Ein Amüsement, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt." - Frankfurter Rundschau

 

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