Thalia-Lounge

Thalia-Lo
unge

Dramaturgie
Julia Lochte

Theaterpädagogik

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

2.Thalia-Lounge: „Transit“ – Zur Inszenierung von Amir Reza Koohestani

Für das Thalia Theater adaptiert Regisseur und Drehbuchautor Amir Reza Koohestani zusammen mit seinem Co-Autor Keyvan Sarreshteh „Transit“ frei nach dem Roman von Anna Seghers. Der international arbeitende iranische Regisseur liest den Roman vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen. Weil die Pandemie reale Begegnungen immer mehr in den virtuellen Raum verlegt hat, wird das rettende Botschaftsgebäude bei Koohestani endgültig zur Black Box. Seine drei in existentielle Not geratenen Liebenden verlieren sich in einem anonymen, kafkaesken System.

Anna Seghers, 1941 selbst über Marseille nach Mexiko geflohen, erzählt in ihrem berühmten Exil-Roman eindrücklich von ihren Erlebnissen mit jenem Transitzustand, der heute für Millionen von Menschen bittere Lebensrealität ist. Regisseur Amir Reza Koohestani bringt die Aspekte der Flüchtlingsfrage in einen aktuellen Zusammenhang ins hier und heute.

In dieser Thalia-Lounge gibt Dramaturgin Susanne Meister Einblicke in den Probenprozess und stellt Koohestanis Regieansatz und spezifische Arbeitsweise vor. Mohammed (Ziko) Ghunaim, Filmemacher und Kreativschaffender aus Damaskus, derzeit Referent für Diversität am Thalia Theater bereichert diese Lounge mit seinem Blick auf die Inszenierung und seiner Expertise über die Lebenssituation vieler geflüchteter Kulturschaffender in Hamburg.

 

Mo 25.10.2021, 17.30 Uhr, Ballsaal Thalia Gauß

Eintritt frei, verbindliche Anmeldung unter thaliaundschule@thalia-theater.de

Im Anschluss an die Veranstaltung kann die Inszenierung „Transit“ um 20 Uhr besucht werden. Es steht ein Kontingent von Lehrendenkarten dafür zur Verfügung (Kartenbestellung über thaliaundschule@thalia-theater.de mit folgenden Angaben bitte: Name, Telefon, E-Mail, Schule)

 

 

 

3. Thalia-Lounge: „Die Räuber - total weiblich?!“

In Friedrich Schillers „Die Räuber“ spielen zwei ungleiche Geschwister ihre Befreiung durch: Karl fällt auf Glückssuche von einem Extrem ins andere. In ihm brennt die aufklärerische Sehnsucht nach einer gerechten sozialen Wirklichkeit. Franz sehnt sich nach Anerkennung, setzt auf seinen scharfen Verstand und geht über Leichen. Beide scheitern am Ende und wir alle stehen vor der Frage: wie handeln? Und zwar so, dass die Freiheit der anderen nicht beschnitten wird?


Regisseur Michael Thalheimer, der sehr erfolgreiche und wegweisende Arbeiten für das Regietheater entwickelte, kehrt nach über 10 Jahren ans Thalia Theater zurück. Er besetzt Schillers Räuber, bis auf eine Ausnahme, nur mit Schauspielerinnen. Die Dramaturgin Emilia Heinrich beleuchtet was ihn dazu bewogen hat und welche Ideen hinter diesem Ansatz stehen. Ein Ensemblemitglied kommt berichtet über Zugänge zu einer Figur, die ursprünglich männlich entworfen wurde.


Mo 15.11.2021, 17.30 Uhr Nachtasyl
Eintritt frei

Diese Veranstaltung findet unter 2G-Bedingungen statt
(Vorlage von Impf- oder Genesungsnachweis und Personalausweis beim Einlass).

 

Im Anschluss an die Veranstaltung kann die Inszenierung „Die Räuber“ um 20 Uhr besucht werden. Es steht ein Kontingent von Lehrendenkarten dafür zur Verfügung. Verbindliche Voranmeldung und Kartenbestellung unter 040.328 14-139 oder thaliaundschule@thalia-theater.de