Schande

S
chande

von Ingmar Bergman / in einer freien Bearbeitung von Mattias Andersson / Regie Mattias Andersson / Uraufführung
Bühne und Kostüme
Ulla Kassius
Sounddesign / Komposition
Anna Sóley Tryggvadóttir
Dramaturgie
Susanne Meister

UND 
Viktoriia Homeniuk
Tidiane Jamayn Diallo / Moritz Leon Hübner / Jon Löhrs / Jan Philipp / Paul Smollich

In einem Sommerhaus am Meer leben Eva und Jan, ein junges Musikerpaar, ganz für ihre Kunst und ihre Liebe. Währenddessen eskalieren die Konflikte draußen in der Welt. Ein Krieg kommt unaufhaltsam näher und trifft sie schließlich genau an ihrem Rückzugsort. Die äußere Gewalt dringt in die komplizierte Intimität des Paares und vergiftet mehr und mehr das Zusammenleben. Gelähmt vor Angst und Panik sind Eva und Jan unfähig zu handeln und in dieser neuen Realität klar Stellung zu beziehen. Voller Scham über ihre Schwäche gewinnen die dunkelsten Seiten ihrer Persönlichkeit die Oberhand.

 

Was passiert mit Menschen, wenn jeglicher soziale Zusammenhang kollabiert? Ingmar Bergmanns starkes Psychogramm eines Paares im Ausnahmezustand entstand 1967/68 als Reaktion auf den Vorwurf des Unpolitischen, dem der berühmte schwedische Film- und Theaterregisseur im Zuge des Vietnam-Krieges und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus ausgesetzt war.

 

Mattias Andersson, vielfach ausgezeichneter schwedischer Dramatiker, Regisseur und Intendant des Stockholmer „Dramaten“,  überschreibt Bergmanns Drehbuch selbst ins Heute.  „Schande“ ist seine erste Arbeit am Thalia Theater.

 

Soldier: Where do you belong? Whose side are you on?

Jan: I don't belong anywhere. We're musicians.

 

Dauer: 1:30h, keine Pause
Uraufführung 19. Januar 2024, Thalia Gauss

PRESSESTIMMEN

„Im Film sieht man erstaunlich viel Realismus (...) Nichts davon bei Mattias Andersson, und das ist sehr gut so. Andersson (...) inszeniert nun am Thalia-Theater in Hamburg, ruhig, leise, außerordentlich präzise - und doch in der stillen Wirkung dröhnend laut. Es dröhnt im Inneren.“ - Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung 24. Januar 2024

 

Maja Schöne und Jirka Zett überzeugen als das innerlich und äußerlich zerrissene Paar, dem die eigene Passivität um die Ohren fliegt. Der Abgrund ist vielleicht näher, als wir wahrhaben wollen.“ - Heiko Kammerhoff, Hamburger Morgenpost, 23. Januar 2024

 

 „Es ist ein Theater der Blicke, der mikroskopisch feinen Verschiebungen, der Haarrisse im Gefühlskostüm. Eva wird von Maja Schöne gespielt, Jan von Jirka Zett. Man möchte ihnen immer weiter zuschauen. Den beiden gelingt ein Bravourstück des psychologischen Spiels.“ - Peter Helling, NDR Kultur, 20. Januar 2024

 

Weitere Pressestimmen
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