Rum & Wodka

Rum & W
odka

Rum & Wodka von Conor McPherson Regie Helge Schmidt

Weil er nach einer Party ein Mädchen geschwängert hat, nimmt das Leben eines 24-Jährigen Mannes eine ungewollt normale Wendung: Zwei Kinder, Reihenhaus im Vorort, Acht-bis-Fünf-Bürojob. Der junge Vater hält dem Normalitätsdruck nicht Stand und dreht durch: Eines Freitags wirft er den Computer aus dem Fenster und seinen Job hin. Doch statt seiner Frau zu beichten, dass der Versorger der Kleinfamilie versagt hat, lässt er sich mit seinen Freunden volllaufen. Alkohol: Ursprung und Lösung aller Probleme? Er begibt sich auf einen berauschten Trip durch ein Wochenende, in dessen Verlauf er sich auf ein Mädchen einlässt, einen Typen ins Krankenhaus prügelt und am Ende doch wieder in seinem Reihenhaus steht, am Bett seiner schlafenden Kinder und die eine Frage ist immer noch da: Wie bin ich hierher gekommen?
"Rum & Wodka" erzählt die Adoleszenz eines Jungen, der sich selbst um die Zeit des Erwachsenwerdens gebracht hat. Der Erzähler muss sich dieser Verantwortung genauso stellen wie dem Konformitätsdruck seines Umfeldes. Wie bequem ist es, ein bürgerliches Leben gemäß diesen Erwartungen zu führen? Wie anmaßend ist es, seine Selbstverwirklichung über die Verantwortung gegenüber anderen zu stellen?



Premiere am 20. September 2013 im Nachtasyl 



Eingeladen zum Kaltstart-Festival 2014

Ausgewählte Kommentare
Großartiger Abend. Wunderbar gespielt, bewahrt der Abend eine ständige Balance zwischen Bestürzung, Komik und Identifikation. Gerne mehr solche "kleinen" Stücke!
Fräulein Astrid, 28.09.13
Ein Ritt durch die Nacht, ein Rausch, wie im Film. Sven Schelker brilliert im Geschichten-Erzählen, und diese Geschichte hat mich von Anfang bis Ende fasziniert und mitgenommen. Mehr davon, der Wahnsinn!
L S, 26.02.16
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