Richard III.

Richar
d III.

Richard III. von William Shakespeare Deutsch von Thomas Brasch Regie Antú Romero Nunes
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„Ein großer Theaterabend mit einem Jörg Pohl zum Niederknien.“ NDR

"...ein fesselndes Schauspiel. Shakespeare at his best! Bei der Premiere gab es tosenden Applaus für alle Akteure.“ Hamburger Morgenpost

Als Frühgeburt aus dem Mutterleib verstoßen, hinkt Richard durch die Welt. Er plant den großen Auftritt: als skrupelloser Dreckshund im Königsdrama – eine Krone ist doch ein schönes Ding! Richard wäre gerne König. Aber die Erbfolge steht ihm im Weg. Es regiert sein Bruder Edward IV. und auch sein anderer Bruder George ist noch vor ihm an der Reihe. Dazu dieser und jener Rivale, der beseitigt werden muss.

Richard braucht List, Energie und das kalte Lächeln des Siegers. Von allem hat er allerdings mehr als genug. Ein schurkischer Politdarsteller zwischen Sein und Schein, verfolgt er seine Pläne virtuos, macht selbst sein Publikum zum Komplizen. Ein Wortverdreher. Wer ihm zuhört, schwankt zwischen Schwindel und Schwäche, denn Richard kichert und kläfft wie ein Bluthund. Seine Lust ist eine bizarre Feier der eigenen Legende: „Richard liebt Richard“. Abgrundtief grausam und zynisch bahnt er sich seinen Weg zur Macht, zum Tyrannen Richard III.

Ist er die gottgewollte Geißel, die zur Bestrafung Englands gesandt wurde? Die Rache Gottes an der Welt? Einer Welt im Wahn- und Wirrsinn? Dreißig Jahre dauerten die Rosenkriege der rivalisierenden englischen Adelshäuser York und Lancaster. Immer wieder Kriegsgeheul, Triumphgeschrei und Königsstürze nach kurzem Friedenstralala. Bis in der letzten Schlacht Richard III. sein Königreich gegen ein Pferd eintauschen will und die Dynastie des Hauses York endgültig in den Untergang führt.

Antú Romero Nunes, Hausregisseur am Thalia Theater, inszeniert mit Richard III. seinen ersten Shakespeare: „Nicht ohne Grund sind Shakespeares Stücke wie Richard III. und Macbeth heute Inspirationsquellen für Politdramen wie die amerikanische Serie House of Cards, mit dem Unterschied, dass Shakespeares Figuren noch größere  Meister auf der Klaviatur von Gier, Sex und Korruption sind.“

Premiere am 29. Oktober 2016 im Thalia Theater

PRESSESTIMMEN
Ausgewählte Kommentare
Hervorragendes Stück! Unbedingt sehenswert, Höchste schauspielerische Leistungen. Zweieinhalb Stunden Kurzweil!
Ralf Kuhlemann, 28.02.17
Charlie Chaplin 1940 als „The Great Dictator“ und 2016/17 Jörg Pohl als clownesker Richard III. Richard ist Schurke und Politstar, der seine Machtpläne skrupellos verfolgt. Schnoddrig, zynisch und menschenverachtend bahnt er blutig seinen Weg zur Krone, in oft clownesker Manier, so dass seine Schurkerei amüsiert. Hinterhältiger Trick, die Macht zu ergreifen. Clownesker Richard - auch in diesem Gewand bleibst du ein skrupelloser Dreckshund.
reiner schmedemann, 20.01.17
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