Peer Gynt

Peer G
ynt

Deutche Fassung von Jan Bosse und Andrea Koschwitz unter Verwendung der Übersetzung von Christian Morgenstern

Peer Gynt lügt. Immer. Immer wieder. Er durchschreitet Grenzen, Meere, Länder, Wüsten auf der Suche nach sich selbst. Er überschreitet Grenzen von Wahrheit und Lüge, von Traum und Wirklichkeit. Er kann und darf nicht verweilen. Er träumt, erzählt, erfindet Geschichten. Er verführt, betrügt und ist stets im Aufbruch. Er lebt im Hier und Jetzt und immer, wenn er Verantwortung übernehmen soll, zieht er weiter und sucht das Neue und Unbekannte. Aber soweit er auch geht, bewegt er sich überhaupt von der Stelle? Er ist ein Suchender, ohne genau zu wissen, wem oder was er hinterher jagt. Er reist durch die Weltgeschichte, wird Spekulant, Prophet, Kaiser in einem Irrenhaus und landet in Ägypten. Vor der Sphinx stehend, hallt die Frage zurück: „Wer bist du?“ Wer ist der Mensch? Ist er die Summe seiner Erzählungen? Und findet er eine unbekannte Welt in sich selbst?

 

In Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater Berlin

Premiere 16. September 2009, Thalia Theater

PRESSESTIMMEN

 „(…) Harzer balanciert an diesem Grad erstaunlich schwindelfrei und erschafft dabei eine Figur, deren romantische Verteidigung des Ich-Ideals über die ganze lange Dauer dieser psychologischen Rundreise packend bleibt.“ - Süddeutsche Zeitung

 

„Vom Publikum gabs langen Applaus.“ - Hamburger Morgenpost

 

„Sicher, Harzer versucht – auch körperlich – den Sinn des Textes zu durchdringen, meistert den Abend mit Bravour. Und auch der Rest des Ensembles, allen voran die von Karin Neuhäuser herrlich lebenskundig und froh gespielte Mutter Peers, Aase, zeigt eindrucksvolle schauspielerische Leistung.“ - Hamburger Abendblatt

 

„Wir können den Antihelden Peer Gynt zwar nicht lieben, er reißt uns nicht mit wie der Held Faust, aber insgesamt geht das kluge Konzept dieser Inszenierung auf.“ - NDR Kultur

Ausgewählte Kommentare
Überhaupt nicht düster oder lang! Wir waren begeistert. Viele Grüße, Ihre Familie Andresen
Sven-Olaf Andresen, 24.10.09
Peer Gynt – Thalia, 23.10.09
Eine kurze Rückmeldung

Auch nach weit über 100 Jahren zeigt sich das Heutige in Ibsen´s Stück, das durch die Inszenierung von Jan Bosse hervorragend herausgearbeitet wurde. Die Suche nach sich selbst, seinem Sinn auf dieser Erde, mit was bin ich zufrieden, wann bin ich zufrieden oder meine ich zu etwas Höherem geboren zu sein? Peer Gynt - ein Typ von heute. Nur so können Klassiker heute noch einem Publikum nahe gebracht werden. Das Ensemble hat es geschafft mich die dreieinhalb Stunden zu fesseln, meine Hochachtung für diese Leistung an alle Schauspieler.
Die vielen Einfälle, das immer wieder überraschende Spiel mit dem Bühnenbild, der Einsatz der Kamera, die gerade die Wirkung der Geschäftsleuteszene erhöhte. Hier möchte ich einhaken. Die Idee, die Solveig immer wieder an Gynt´s Seite zu sehen, ist eine ganz Wunderbare, da sie immerzu in seinem Kopf, im Unterbewusstsein schwebt, ihn nie loslässt. Und ohne sie ist seine Sinnfindung nicht möglich. Die vielen kleinen Ideen, der Witz in der Inszenierung – ob die Hochzeitsfeier in der ersten Reihe stattfindet, die Gesellschaft zu Trollen wird, die Krone der Irren, die zum Schiff wird, das Spiel mit den Kartons, die mal Rettungsboot, Sitzklotz oder Bett sind – gibt dieser Spannung und Fahrt, so dass es immer wieder etwas neues zu schauen, zu entdecken gibt.
Bei so viel Licht fällt auch ein wenig Schatten auf den Abend, so dass mir persönlich die Anne Müller als Grüngekleidete zu schwach wirkte, gegenüber den anderen Trollen ein wenig unterzugehen schien – da hätte ich sie mir mehr hervorgehoben gewünscht. Zum Bühnenbild habe ich mich im Nachhinein gefragt, warum auf dem Zug drei Sitze montiert sind, wenn ich nur einen bespiele.
Schade an der Inszenierung fand ich den Schluss, den ich schwach fand. Mag dies daran liegen, dass Peer und Solveig nicht altern? Wartet sie nicht ein Leben lang auf ihn und am Abend ihres Lebens kommt er zu ihr? Ist der Schmerz, den ich als Zuschauer dann erlebe nicht wesentlich größer, als wenn vielleicht 10 Jahre vergangenen sind, sie aber noch jung ist und ihr ganzes Leben noch vor sich hat? Ebenso der Gynt. Warum wird er wieder zum Jüngling (siehe seine Frisur), obwohl er bei den Geschäftsleuten ein gestandener Mann war? Dieser Schluss hat mich nicht gerührt.
Dies soll aber den dreieinhalb Stunden keinen Abbruch tun, ich bin zufrieden nach Hause gefahren und freue mich auf meinen nächsten Besuch im Thalia bei Richard II.

Detlef Götz
Abonnent
24.10.09
Detlef Götz, 02.11.09
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