Lebenszeichen

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Neues Theater als Ausdruck gesellschaftlicher Dynamik in Osteuropa, Podlumsdiskussion
Zeichnung: Stefan Marx

In Osteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion vollziehen sich die verschiedensten politischen Entwicklungen, die sich auf die Freiheit der Künste auswirken. Die Lessingtage präsentieren zu Beginn einen Schwerpunkt mit dem Theater- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov, der ganz konkreten Repressionen in Russland ausgesetzt ist, die seine Arbeit massiv beeinträchtigen.

 

In dieser Diskussionsrunde kommen nun Künstlerinnen und Künstler aus weiteren Kontexten zu Wort, die in ihren Institutionen ebenfalls mit einer schleichenden (Selbst-)Zensur und erschwerten finanziellen Möglichkeiten konfrontiert werden. Sie kommen aus Ländern, die entweder in die Diktatur abdriften, oder sich aus einer dysfunktionalen post-sowjetischen Kleptokratie in einen neuen, jungen Staat verwandeln. Trotzdem finden sie aber eine blühende Landschaft von jungen Theaterschaffenden vor, die sich kritisch gesellschaftlich relevanten Themen stellen. Jenseits der Aufmerksamkeit, die der Protest- oder gar Revolutionskultur in Osteuropa zuteil wird, finden neue Ausdrucksformen und Sprachen ihren Weg, die eine vielseitige Dynamik reflektieren.

 

Mit Kirill Serebrennikov sowie Elena Kovalskaya: seit 2013 Direktorin des Moskauer Meyerhold Zentrums. Anastasia Potlaj: Regisseurin und Schauspielerin, vor allem am russischen teatr.doc. Sie gibt jenen eine künstlerische Stimme, die sich sonst nicht auf Theaterbühnen wiederfinden. Nataliya Worschbyt: ukrainische Dramaturgin und Drehbuchautorin. Moderation: Sonja Zekri: Slawistin, von 2008 bis 2011 Korrespondentin für die Süddeutsche Zeitung in Moskau, seit 2020 SZ-Kulturkorrespondentin in Berlin.

 

In russischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung

 

 

Podiumsdiskussion 30. Januar 2022, Thalia Gauss