L´Universal Schattensenat


PRESSESTIMMEN

Das Leid der Flüchtlinge wird greifbar.
Dann erklingt Reggae-Musik, die Männer beginnen ausgelassen zu tanzen, rufen ihren Gästen ein enthusiastisches „Show me how to dance!“ zu – plötzlich verflüchtigt sich das irritierende Gefühl, Welten voneinander getrennt zu sein. […] Und ja: Auch wenn sich im Publikum in der St. Pauli-Kirche angesichts der tragischen Schicksale dieser Männer unweigerlich Betroffenheit einstellt, eine hierarchische Trennung zwischen privilegierten Helfern und hilflosen Opfern, die vielen Wohltätigkeitsorganisationen zu eigen ist, gibt es hier nicht.
[…] Die Stimmung nach dem Konzert ist heiter, entspannt. Einige Gäste bedanken sich bei den Musikern, Weihnachtsglückwünsche werden ausgetauscht. Hier geht es den Männern gut – verglichen mit dem, was hinter ihnen liegt.

hh-mittendrin.de


Das Theater kann sicher nichts an der Flüchtlingspolitik des Landes ändern, aber es kann eine künstlerische Aufmerksamkeit für das Thema schaffen, „eine andere Art der Öffentlichkeit“, wie Lux sagt, „das geht weit über die normalen Unterstützerkreise hinaus“. Wer sich einmal persönlich und praktisch mit dem Thema beschäftigt, kommt davon meist nicht mehr los und ist hinterher verändert.

Hamburger Abendblatt


So groß ihre Performance, so bitter der immer wieder betonte Hintergrund: Einer äußerte, dass er sich fühle, als würde er nur noch zum Schlafen existieren. Er schäme sich; er wolle doch in Menschenwürde arbeiten, warum ließe man ihn nicht? Arbeit für alle war so auch eine zentrale Forderung des Schattensenates. Denn so toll es ist, wenn so viele in der Kirche den Refugees lauschen wie gestern, so großartig, dass die Solidarität noch lebt: Ein Leben als auf Spenden angewiesenes Unterhaltungsprogramm für die Nachfahren der Kolonisatoren ist nicht ihr Ziel gewesen, als sie aus Libyen und dann Italien vertrieben wurden. Sie wollen autonom sein. Auch das ein Menschenrecht.
They are here to stay. Um jene ihnen und allen zustehenden Rechte einzufordern, über die der Großteil derer im Publikum ja auch verfügt. Im Sinne der Menschenrechte, nicht jener nur für Europäer. Es möge Politik werden. MIT dem Schattensenat, nicht an dessen Stelle agierend.
metalust.wordpress.com

Ausgewählte Kommentare
Sehr geehrter Herr Lux,
heute las ich im Hamburger Abendblatt, dass Sie auch beim Hamburger Bürger-Bündnis gegen Gewalt dabei sind.
Ich bin ziemlich sicher, dass Sie zumindest (anders als die Berichterstattung im Hamburger Abendblatt), dabei die Gewalt von ALLEN Seiten meinen. Anders als einige Ihrer Mitstreiter, die heute im Abendblatt zitiert sind (z.B. Herr Melsheimer).
Sehr beeindruckt war ich von der szenischen Lesung des Jelinek-Stückes in der St. Pauli Kirche. So muss Theater sein. Das ist Bürgerengagement im allerbesten Sinn. Ich gehe davon aus (und bin eigentlich auch überzeug davon), dass Sie sich in diesem Sinn in diesem Bürgerbündnis engagieren werden und zwar für Dialog, Deeskalation, Mäßigung und Recht auf Stadt. Ich fürchte, das Abendblatt stellt alles relativ einseitig dar, leider. Deshalb schicke ich Ihnen mein Schreiben an den Chefredakteur des Abendblatt (der ja zu Briefen aufforderte).
Mit den besten Grüßen an den Leiter meines Lieblingstheaters
Andrea Herzog
Andrea Herzog, 10.01.14
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