Im Menschen muss alles herrlich sein

Im Mensche
n muss alles
herrlich sein

von Sasha Marianna Salzmann / Regie Hakan Savaş Mican / Uraufführung
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Die Töchter blicken mit Unverständnis auf das Leben ihrer Mütter. „Was sehen die, wenn sie mit ihren Sowjetaugen durch die Gardinen in den Hof einer ostdeutschen Stadt schauen?“ Die Mütter haben ihre ukrainische Heimatstadt in den 90ern verlassen. Heute ist sie von prorussischen Separatisten besetzt. Von der Öffnung in Richtung Westen über den Untergang einer Weltordnung bis in die deutsche Nachwendezeit hat der Sog der Ereignisse die Mütter mit sich gerissen. Der 50. Geburtstag der Ärztin Lena: Edi, Tatjana und Nina – vier Frauen, deren Leben unauflöslich verbunden sind, müssen ihn zum Anlass nehmen, um sich den eigenen Missverständnissen zu stellen. Wie soll im Menschen alles „herrlich“ sein, wenn sich totalitäre Strukturen bis in die privatesten Winkel des Lebens fressen?

 

Sasha Marianna Salzmann, 1985 in Wolgograd geboren, schreibt in hoher poetischer Verdichtung international erfolgreiche und vielfach ausgezeichnete Romane und Theaterstücke. „Im Menschen muss alles herrlich sein“, 2021 erschienen, steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und gewinnt 2022 den Preis der Literaturhäuser. Salzmann adaptiert diesen politischen Generationenroman selbst für die Uraufführung im Thalia und schlägt einen großen Bogen zwischen der Ukraine, der Sowjetunion und einem heutigen Deutschland – und zeigt nicht zuletzt auch eine Perspektive auf die Spannungsverhältnisse der gegenwärtigen russischen Expansionspolitik.

 

Nach „Vögel“, „Blick von der Brücke“ und „Wanja in der Gaußstraße“ widmet sich der Regisseur Hakan Savaş Mican im Thalia Gaußstraße erneut der Identitätssuche zwischen den Welten.

 

 

Uraufführung im Oktober 2022, Thalia Gauss