Hedda Gabler

Hedda G
abler

Hedda Gabler von Henrik Ibsen Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel Eine Produktion der Schaubühne Berlin
Regie
Thomas Ostermeier

Bühne Jan Pappelbaum
Kostüme Nina Wetzel
Musik Malte Beckenbach
Licht Erich Schneider
Video Sébastien Dupouey
Dramaturgie Marius von Mayenburg

Darsteller Lars Eidinger, Katharina Schüttler, Jörg Hartmann, Kay Bartholomäus Schulze, Lore Stefanek, Annedore Bauer

Die Generalstochter Hedda Gabler hat geheiratet. Ihrem Ehemann, dem aufstrebenden Historiker Jörgen Tesman, winkt eine Professur; er hat sich daraufhin Geld geliehen und eine Villa gekauft, um seiner anspruchsvollen Frau etwas bieten zu können. Seinen Nebenbuhler, den attraktiveren und begabteren Løvborg, hat Hedda abblitzen lassen. Løvborg, der gerne in berüchtigten Clubs seinen glänzenden Intellekt mit Drogen betäubte, war finanziell und gesellschaftlich keine aussichtsreiche Perspektive für sie gewesen. Jetzt kehrt Hedda ernüchtert aus den Flitterwochen zurück und muss erfahren, dass Løvborg mittlerweile sein Lotterleben an den Nagel gehängt hat. Er hat ihre Abwesenheit genutzt, um ein aufsehenerregendes kulturgeschichtliches Buch zu schreiben. Dadurch rückt eine Professur für Heddas Ehemann wieder in weite Ferne. Hedda zerrinnt ihr Lebensplan zwischen den Fingern. Sie beginnt einen gesellschaftlichen Amok-Lauf gegen ihre Mitmenschen, gegen die bürgerliche Gesellschaft und gegen sich selbst. Manipulation und Lüge sind die Mittel, mit denen sie virtuos innerhalb nur eines Tages und einer Nacht ihre eigene Welt zum Einsturz bringt.
 
In seinem 1891 uraufgeführten Stück zeigt Ibsen einen Angriff auf das Bürgertum von innen. Das Bürgertum von damals existiert heute nicht mehr. Paradoxerweise aber finden sich die bürgerlichen Sehnsüchte und Ängste von damals heute in fast unveränderter Weise wieder – nun aber gleichermaßen in allen Schichten der Gesellschaft. Die Angst vor dem sozialen Abstieg ist unser kollektives Leitmotiv geworden.


Rabattierte Karten für Schüler, Studenten, Azubis nur an der Theaterkasse erhältlich.

Eine Veranstaltung des Hamburger Theater Festivals.

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Sa, 27. und  So., 28. Oktober 2018, Thalia Theater

PRESSESTIMMEN

„Spannendes Theater – wie ein dichter, böser Film." RBB

"Ein toller Thriller, gegriffen aus dem Leben hinter der gutbürgerlichen Fassade. Ganz cool, geradezu boulevardesk auf dem rotierenden Silbertablett demonstriert wie ein prickelndes Laborexperiment.
" Die Welt

„Die Dialoge sind reich an Sarkasmus und Zynismus und mit einem bitteren Geschmack im Mund hat das Publikum durchaus etwas zu lachen. Ein runder Theaterabend also; und Medizin für unsere Zeit, für die Menschen unserer Zeit [...]“ Theaterkritiken Berlin

„Der Abend ist ein sensationeller Erfolg [...]“
Der Spiegel

Foto: Gianmarco Bresadola
Ausgewählte Kommentare
Sylvia Klews, 28.10.18
Toll. Ein grandioser Theaterabend
Brauer Maria, 27.10.18
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