Freiheit der Andersdenkenden – Religionen, Gewalt und Toleranz

Freiheit der Ander
sdenkenden

Religionen, Gewalt und Toleranz / Lange Nacht der Weltreligionen 2023
Zeichnung: Stefan Marx

Der Segen des Moskauer Patriarchen Kirill für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, das Attentat auf den Schriftsteller Salman Rushdie, der von einem Dschihadisten niedergestochen wurde, der Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini, die von der Moralpolizei in Teheran festgenommen wurde, weil ihr Kopftuch angeblich zu locker gebunden war, oder das Bekanntwerden neuer, zahlloser Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche – es stellt sich die Gretchenfrage an die Religionen: „Nun sagt, wie haltet Ihr es mit der Gewalt?“

Die Bibel, der Koran und andere heilige Schriften dienen religiösen Ideologen als Handlungsanweisungen und Legitimation, radikale Interpretationen unwidersprochen zu verbreiten. Im Namen Gottes finden so Übergriffe auf Gläubige, Ungläubige und Andersdenkende statt. „Wenn Religion Menschen zu Mördern macht, weint Gott“, sagte der britische Philosoph, Theologe und Politiker Lord Jonathan Sacks. Wenn aber Menschen in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft im Gespräch bleiben, lässt sich das „Ungeheuer Mensch“ (Sophokles) vielleicht bändigen, weil es helfen kann, mit denen zu reden, die anders denken, um in Frieden miteinander zu leben.

Die Lange Nacht der Weltreligionen verbindet Diskussionsrunden, Musik, Performance undLesungen aus den Bereichen Religion, Philosophie, Wissenschaft und Literatur. Moderation: Dr. Christine Florin (Deutschlandfunk)

 


So 12. Februar, 18 Uhr, Thalia Theater
Eintritt € 7–31
Dauer ca. 3:30h, keine Pause
In deutscher Sprache


Kooperation mit der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg und dem Deutschlandfunk

Förderer