Erschlagt die Armen!

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Erschlagt die Armen! nach dem Roman von Shumona Sinha Regie Anne Lenk
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"Beim Zuhören stockt einem der Atem [...].“ Hamburger Abendblatt

Eine Frau schlägt zu. Eine indisch-stämmige Dolmetscherin übersetzt in der Pariser Asylbehörde die Geschichten derer, die um eine Aufenthaltsgenehmigung kämpfen. Und weil die Menschenrechte nicht das Recht enthalten, Armut und Elend entkommen zu dürfen, erfinden manche Asylbewerber ihre Geschichte neu. Zwischen Wahrheit und Lügen gefangen, steht die Dolmetscherin zwischen den Fronten – auf der einen Seite die Privilegierten, auf der anderen die Flüchtlinge aus ihrem Heimatland. 

Als sie einem Migranten eine Flasche Wein über den Kopf zieht, setzt sie ein Zeichen. Nun ist sie die Befragte und muss im Verhör eine Antwort finden für ihre Tat: Ein verzweifelter Hilfeschrei? Eine rassistische Straftat? Ein Protest gegen das erniedrigende System? Ein Notalarm für unsere Gesellschaft?

Regisseurin Anne Lenk eröffnet mit Shumona Sinhas kraftvollem Text die Spielzeit in der Gaußstraße und hinterfragt heutige Konzepte von globalem Zusammenleben, Identität und Zugangsberechtigung zu unserem westlichen Lebensstandard. Für ihren Roman „Erschlagt die Armen“ wurde Shumona Sinha mit dem internationalen Literaturpreis 2016 ausgezeichnet.

Im Rahmen von "Umbruch in Europa / Europa im Umbruch"
gefördert durch



Uraufführung am 15. September im Thalia in der Gaußstraße


Die Vorstellung vom 25.6. findet im Rahmen von "Tage des Exils" satt.

Tage des Exils 2017, initiiert von der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung in Kooperation mit der Körber-Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildung und der Walter A. Berendsohn Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur.



PRESSESTIMMEN

„'Erschlagt die Armen' ist der Versuch, das brisante Thema der aktuellen Völkerwanderungen ins Theater zu bringen und dabei möglichst differenziert vorzugehen.“ - Hamburger Abendblatt

„Beim Zuhören stockt einem der Atem [...].“ - Hamburger Abendblatt

„Die Geschichten, die Schicksale selbst, sind selbstredend schrecklich. Und wenn Lenk sie im Foyer zu Beginn des Abends als Videoaufzeichnung (Simon Janssen) erzählen lässt, ist der Zuschauer (kurzzeitig) mittendrin. Mittendrin im Zweifel zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Glaubwürdigkeit und Skepsis. Und er spürt, dass die rohe Anklage des Romans dem unmenschlichen Asylsystem gilt.“ - nachtkritik.de

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