Engel in Amerika

Engel in A
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Engel in Amerika von Tony Kushner Regie Bastian Kraft
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"Es ist ein Geschenk an das Publikum: (…) großes, magisches Theater" DIE ZEIT

1985 sind es noch 15 Jahre bis zum Millennium, aber Amerika schlingert bereits auf den Nullpunkt zu. Aids grassiert, der Staat, ratlos bis ignorant angesichts der Epidemie, ist abgewirtschaftet und die Natur ruiniert. Steht eine Zeitenwende bevor? 2015 – 15 Jahre nach dem Millennium – ist für Regisseur Bastian Kraft der Moment, mit „Engel in Amerika“ neu zu fragen: Woher kommen wir? Sind wir vorangekommen oder treten wir auf der Stelle?

 Die Köpfe und Körper der Menschen waren infiziert: Aids grassierte In New York. Es begann mit Sarkomen und Hautgeschwüren und endete im Delirium. Die Re­gierung des Präsidenten Ronald Reagan war nicht nur ratlos, son­dern ignorant gegenüber der Epidemie.

In Tony Kushners Theaterstück „Angels in America“ lässt sich der kor­rupte Rechtsanwalt Roy M. Cohn, einer der wesentlichen Machtmakler der Republikaner, von seinem Hausarzt Leberkrebs diagnostizieren, weil Aids eine Sache für Leute sei, „die keinen Einfluss haben“. Ein schwules Paar trennt sich, weil der Gesunde die Nähe des Erkrankten nicht er­trägt, und eine Mormonenehe zerbricht, weil der Mann seine wahre Neigung, Männer zu lieben, vor seiner Frau nicht länger verbergen kann. Amerika ist hier ein hilfloses Land voll Schmerz, Verletzungen und Halluzinationen. Man wartet auf die Rückkehr des Messias, aber ver­mutlich nähert sich die Welt ihrem Ende, „die Vögel erblinden, die Eisberge schmelzen“. Der Staat ist abgewirtschaftet, die Natur ruiniert. Steht eine Zeitenwende bevor?

Für Regisseur Bastian Kraft ist 2015 – fünfzehn Jahre nach dem Millennium – der perfekte Zeitpunkt, „Angels in America“ aus der Distanz neu zu befragen: Woher kommen wir? Woraus hat sich unsere westliche Weltordnung entwickelt? Sind wir voran gekommen oder treten wir auf der Stelle? Ein Blick zu­rück nach vorn oder – wie es Prior Walter im Stück formuliert: „Das Zwanzigste Jahrhundert. Ach je, die Welt ist schrecklich
alt geworden.“

Premiere 17. Oktober 2015 Thalia Theater

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