Endstation Sehnsucht

Endstati
on Sehns
ucht

von Tennessee Williams / Regie Lars-Ole Walburg
Dramaturgie
Julia Lochte
Musik
Markus Hübner
Video
Bert Zander
Choreografie
Valentí Rocamora i Torà

In New Orleans gab es eine Straßenbahnlinie, deren Endhaltestelle „Desire“ hieß. Nach ihr benannte Tennessee Williams sein weltberühmtes Stück: A Streetcar Named Desire. Endstation Sehnsucht. Längst passé sind die herrschaftlichen Lebensverhältnisse des einstigen Südstaaten-Geldadels, der Familienbesitz der Schwestern DuBois ist  unlängst unter den Hammer gekommen, als Blanche DuBois aus eben dieser Straßenbahn steigt, um sich auf unbestimmte Zeit bei ihrer Schwester Stella einzuquartieren.

Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer Stanley Kowalski, durchaus glücklich in beengten Wohnverhältnissen. Blanche, die sich von den Wertvorstellungen und Attituden ihrer besseren Herkunft nicht freimachen kann,  ist dieses Milieu der vermeintlichen Verlierer zuwider, obgleich sie selbst inzwischen nicht nur ihre Anstellung als Lehrerin, sondern überhaupt jeglichen Halt verloren hat. Sie gibt sich fortgesetzt träumend als etwas Besseres aus, eine Meisterin der Vorspiegelung falscher Tatsachen. Doch die Taschenspielertricks der vermeintlich Elitären werden von Kowalski und seinen Pokerfreunden durchschaut und verachtet. Die Absteiger von oben begegnen dem rauen, energischen Aufstiegswillen von unten. Blanches letzte Hoffnung ist die Ehe mit dem schüchternen Mitch. Doch als Kowalski diese Verbindung kappt, gibt es endgültig kein Halten mehr.


In welcher Dosis sind Autosuggestion, Lüge und Selbsttäuschung noch notwendige Überlebensmittel, ab wann wirkt diese Mixtur toxisch? „Das individuelle Leben ist eine serialisierte kapitalistische Miniaturkrise, ein Desaster, das deinen Namen trägt.“ (Brian Massumi)

Premiere 16. April 2016, thalia theater

PRESSESTIMMEN

„Walburg braucht für seine Transformation in die Groteske eigentlich nur zwei Dinge. Zum Ersten das komödiantische Talent seiner Schauspieler, allen voran das Talent von Sebastian Zimmler […]. Zum anderen nutzt der Regisseur die Alterskorrektur, die sich durch die Besetzung der armen Blanche mit Karin Neuhäuser selbst ergibt. […] Überflüssig zu sagen, dass Karin Neuhäuser die Rolle mit Bravour umdeutet. Wann hätte sie jemals ohne Bravour agiert?“ - Die ZEIT

„Tosender Applaus“ - Hamburger Abendblatt


„Die Schauspieler und das Regieteam wurden nach der Premiere vom Klassiker ‚Endstation Sehnsucht‘ zu Recht bejubelt […]“ - NDR

 

Weitere Pressestimmen
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Ausgewählte Kommentare
Endstation Sehnsucht am Dienstag den 26.4. Die Vorstellung lässt keine Wünsche offen, das tolle Bühnenbild, der satte Klang, das großartige Schauspiel und die gelungene Inszenierung ergeben ein bewegendes und unterhaltsames Gesamtkunstwerk. Besser kann Theater nicht gemacht werden. Vielen Dank für den tollen Abend, da freue ich mich doch schon auf das nächste mal!
Christian Richter, 27.04.16
Frisch inszeniertes Theater nach klassischer Vorlage von 1947. Blanche DeBois singt zu Beginn ein paar Zeilen, hinter ihr hebt sich der Vorhang. Frei wird der Blick auf ein kubistisches Bühnenbild. Zwischen den Szenen scheint die Kulisse in Bewegung, doch bei näherem Hinsehen wird klar, dass durch geschickten Lichteinsatz eine optische Täuschung erzeugt wird. Sehr gut wurden die Texte der heutigen Zeit angepasst, z. B. durch Einstreuen von witzigen Bemerkungen. Hervorragend die Leistung des Ensembles, doch Karin Neuhäuser als Blanche DeBois überzeugte mit angenehmer Stimme, ausgebildetem Gesang und einem damenhaft trockenen Humor, der das Publikum zu amüsiertem Gelächter hinriss. Bei dem ernsten Stoff eine willkommene Auflockerung.
Leif Boysen, 05.11.16
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