Embassy of Hope

Stimmen aus dem E
xil

Embassy of Hope: Stimmen aus dem Exil - Reisende Dichter 1
Mit

Von und mit Milad Atfeh, Mohammed Ghunaim, Aušvinta Locci, Lul Mohammad, Shahin Sheho, Amal Swaid

Szenische Einrichtung Sophie Pahlke Luz, Anna Sinkemat, Mohammed Ghunaim

Darsteller Oda Thormeyer, Tilo Werner

Live-Musik Abdullah Ghunaim, Min-Dju Jansen, Muller Gracio Manalu, Aghiad Alkubaissy

 

Dramaturgie Hannah Stollmayer

"Ich wohnte hier, und doch – mein Kopf war neben mir.
Mein Kopf – er war mein Nachbar.
Wie konnte er bloß so neben mir, so an mir dran, so direkt bei mir – und doch nicht bei mir sein?
Meine Gedanken – neben mir.
Mein Ich – nah, und doch nicht da."
Lul Mohammad

 

 

Nach den ersten Ausgaben („Briefe“, „Aufbrüche“ und „Innere Aufbrüche“) widmet sich die vierte Vorstellung von Stimmen aus dem Exil den „Reisenden Dichtern“. Die Künstlerinnen und Künstler des Abends präsentieren Gedichte und Texte, Musik und visuelle Kunst die sich mit ihrer Wahrnehmung über und Wegen durch die Welt befassen.

 

Stimmen aus dem Exil erzählt vom Finden, Wiederfinden, Herausfinden, Erfinden und Befinden. Menschen aus verschiedensten Ländern, mit unterschiedlichsten Biografien und Erfahrungen eines Lebens in Deutschland finden auf der Bühne des Ballsaals zusammen, um einen Einblick in persönliche Geschichten eines Lebens im Exil zu gewähren: Briefe an geliebte Menschen, Lieder aus einer anderen Heimat, Gedichte über die Reise in ein neues Land, Komik absurder Alltagssituationen – jedes Mal neu, jedes Mal anders.

 


Im Rahmen der Embassy of Hope - Thalia Theater

Milad AtfehMilad Atfeh
Ausgewählte Kommentare
Stimmen aus dem Exil ist natürlich eine unentbehrliche Veranstaltung. Leider bringt bereits die Einladung die Leute dazu, nur das Negative zu erzählen. Exil, vor allem der freiwillige -die Diaspora- ist eine enorme Gelegenheit, sich nochmal zu sortieren und die Person zu werden, die man sein möchte. Aus dem Grund verlassen Leute freiwillig ihre Länder ... Ich verstehe ja, diesmal geht es um die Leute aus Syrien, Somalien, Afganisthan. Ja. - Das Zitat von Hannah Arendt ist so eine Sache. Sie musste ja ihr Land verlassen, hat aber gut Englisch gelernt und war so weit in die US-Gesellschaft integriert, wie sie wollte. Sie wurde sogar einflussreich. In den zitierten Zeilen klingt sie wie eine Amputierte, und das war sie nicht. Es sei, sie war so tiefgreifend deuchtsch, dass woanders für sie kein Leben den Namen verdiente.
Isaza camacho Mauricio, 05.11.18