Doughnuts

Do
ughnuts

von Toshiki Okada / aus dem Japanischen von Andreas Regelsberger / Regie Toshiki Okada
Foto: Fabian Hammerl

Der japanische Theaterkünstler Toshiki Okada lässt Menschen der Hypermoderne an sehr konkreten Orten aufeinandertreffen: an einer nächtlichen U-Bahn-Station in Tokio („No¯ Theater“), in einer  Karaoke-Bar („No Sex“), in einem Wohnhaus („The Vacuum Cleaner“). Dort nähert er sich ihnen dann mit den Mitteln einer zeitgenössischen Version der Technik des japanischen No¯ Theaters. Für „Doughnuts“ versammelt er eine Handvoll Gäste einer Konferenz in einer Hotellobby. Die Welt ist wie ein Doughnut: viel Rand und in der Mitte ein Loch. Eine Leerstelle, die immer größer wird, mit der zunehmenden Erosion aller Gewissheiten. Ein perfektes Sinnbild für ein modernes Phänomen: Eine Spezies erobert einen fremden Lebensraum und stiftet Verwirrung. Ein Bär im Supermarkt, ein mutierendes Virus oder Social Media ohne Herzen. Irgendwann weiß niemand mehr, ob die eigene Denkweise noch stimmt – nicht zuletzt, weil der Menschheit eine Neudefinition ihrer Werte in Hochgeschwindigkeit abverlangt wird. Oder eben: weil Menschen den Anschluss an die Außengeschwindigkeit verlieren.


Zusammen mit seiner Kompanie „Chelfitsch“ wurde Okada international bekannt und ist mit seinen Arbeiten regelmäßig in Asien, Nordamerika und Europa zu Gast. „The Vacuum Cleaner“ (Münchner Kammerspiele) war 2020 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit „Doughnuts“ inszeniert Okada erstmals am Thalia Theater.

 

Uraufführung am 21. Januar 2022, Thalia Gauß

 

Am 21. Januar im Anschluss: Premierenfeier mit Publikum

 

Am 22. Januar im Anschluss:
Julia Lochte (Chefdramaturgin Thalia Theater) im Gespräch mit Toshiki Okada und dem Ensemble