DIE ODYSSEE

Die Odys
see

Die Odyssee Eine Irrfahrt nach Homer Regie Antú Romero Nunes
Ausstattung
Jennifer Jenkins
Matthias Koch
Dramaturgie
Matthias Günther

"Antú Romero Nunes entfesselt auf seiner Irrfahrt nach Homer allen Theaterzauber auf einmal“ –  nachtkritik.de

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2018


„Nur wenige Söhne sind wahrlich gleich ihrem Vater,
meistens sind sie schlechter und nur wenige besser.“
(Homer)

Als Odysseus in den Trojanischen Krieg zog, ließ er seine Frau Penelope mit einem Säugling zurück. Nun, 20 Jahre später, ist der Sohn zum Jüngling herangereift. Telemachos hat seinen Vater nie gesehen. Er kennt Erzählungen über den einfallsreichen Odysseus, aber ob der große Kriegsheld noch lebt, weiß er nicht. Eines Tages erscheint ein Mann auf dem väterlichen Hof auf der Insel Ithaka, der ein großes Bildnis des Odysseus mit sich trägt. Er kennt, wie sich herausstellt, den Kriegsheld: Telegonos ist ebenfalls ein Sohn des Odysseus. Mit seiner Mutter, der schwarzen Zauberin Kirke, lebte Odysseus ein Jahr auf der Insel Aiaia zusammen, nachdem sie die Hälfte seiner Gefährten in Schweine verwandelt hatte. Telemachos und Telegonos erwarten nun gemeinsam die Rückkehr des wandlungsreichen Mannes, den es so oft vom Wege abtrieb, seit er Troja zerstörte.

Antú Romero Nunes (er)spinnt gemeinsam mit den Schauspielern Thomas Niehaus und Paul Schröder die Geschichte des unzuverlässigen Geschichtenerzählers Odysseus.

Eine Produktion im Zusammenhang mit Theater der Welt 2017

Premiere 20. Mai 2017, Thalia Gauß

PRESSESTIMMEN
"Die beiden Schauspieler veranstalten Theatermagie" (NDR, Peter Helling)

"Alles sehr abgedreht, oft brachial lustig, immer unterhaltsam. Vor allem beweisen Thomas Niehaus und Paul Schröder hohe Schauspielkunst." (MOPO, Heiko Kammerhoff)

"Wie selten Theater einfach nur Spaß macht, merkt man erst, wenn man ihn hat." (Eva Biringer, Die Welt, 22.5.2018)

"Antú Romero Nunes entfesselt auf seiner Irrfahrt nach Homer allen Theaterzauber auf einmal“ (nachtkritik.de, Stefan Schmidt)

"Kopf aus, Herz an! Verstehen kann hier nur, wer (mit-)fühlt..“ (nachtkritik.de, Stefan Schmidt)

"Was man hier sieht, ist, und mit diesem Wort sollte man nicht leichtfertig umgehen, pure Theatermagie und zudem ein dreistes Langenasedrehen." (Eva Biringer, Die Welt, 22.5.2018)

„Viel eindrucksvoller als die Geister alter Zeit sprechen in dieser die Körper von heute. Thomas Niehaus und Paul Schröder sind schlichtweg großartig.“ (nachtkritik.de, Stefan Schmidt )

"Ein sagenhafter Bühnenzauber mit hohem Verführungspotential.“ (nachtkritik.de, Stefan Schmidt)

"...ein intensives Kammerspiel [...], das in einem Szenario wie aus einem Horrorfilm eskaliert. Wer die griechische Sage von Odysseus kennt, wird viele Figuren wiederfinden. Alle anderen wird das lustvolle, schonungslose Spiel der beiden Darsteller fesseln.“ (Hamburg Journal, NDR, Annette Yang )

"Diese Odyssee balanciert gekonnt zwischen Tiefsinn und Unsinn. Sie zeigt die Irrfahrt der Menschen als ein wahnwitziges Spektakel.“ (Hamburg Journal, NDR, Annette Yang)

"Niehaus und Schröder ziehen alle Register ihres komischen Talents und ihrer schauspielerischen Möglichkeiten." (Hamburger Abendblatt, Heinrich Oehmsen)
Letzte Kommentare
Rezension zur Odyssee im Thaliatheater, Gaußstraße, 23. Februar 18 mit Latein-Profil

Ja, er kommt vor. Er ist allerding nicht da. Das ganze Stück eine Suche nach dem abwesenden Helden. Odysseus. Ihr wisst doch, der mit dem Pferd, dem RIESENGROSSEN Pferd. Der mit Circe. Wie war das nochmal? Irgendwas mit Schweinen. Ist eigentlich auch egal, auf jeden Fall hatte er mit ihr einen Sohn. Oder ist das auch nur eine Seifenblase? Dieser Odysseus schillert, man kann mit ihm Schneemänner bauen, er glitzert, aber wenn man ihn greifen will, dann ist der Sarg leer. Namen sind Schall und Rauch. Überhaupt Rauch. Es qualmt mächtig aus dem Sarg, für einen Toten nicht weiter schlimm, aber für den Sohn, der sich ihm gern nähern möchte, der ihn verfolgt bis in die Unterwelt. Ja, in der Unterwelt, könnte sein, dass der Vater dort steht und einen empfängt und einem die Zukunft weist. Stopp, das war doch Aeneas. Odysseus, dem begegnen überall nur Helden. Stopp! Das geht alles viel zu schnell, man versteht nichts und es befleckt die Ehre des Toten. Min Dad. Min Dad! Denn es sind ja jetzt zwei Söhne: er hat meine Mutter gefickt. Und meine auch. Das Vermächtnis des Vaters: sei ein Mann. Was bleibt, ist der Penis. Wer ist der größere Mann? Darum zanken sich die Söhne. Friedlich wird es, wenn sie die Rollen klar verteilen: du in der Badewanne, ich dein Diener. Du der Alte, ich dein Arzt. , Du der Mann, ich die Frau. Auch wenn es alles nur Rollen sind, Masken, die man sich blitzschnell auf das Gesicht klatscht, mit schwarzen Augen und einem roten Mund versieht, klatsch, kommt schon die nächste Maske. Es geht alles irrsinnig schnell, woran soll man sich halten? Wunderbar, wenn man Altbekanntes wiederentdeckt: Polyphem bekommt das Auge ausgestochen. Und schreit genauso, wie wir es in unseren Kinderstuben gelernt haben. Gruselig. Griechisch. Tatsächlich, wiedersehen macht Freude. Als Zuschauerin bin ich wieder orientiert, das Wissen trägt für eine kleine Weile. Der Gesang der Sirenen lockt ins Grab. Wunderbar dieser mühevolle Aufstieg. Aber auch hier keine ewige Ruhe. Wer eigentlich von uns beiden darf in die Fußstapfen des Vaters treten? Der Sarg ist zu klein für zwei. Weißt du was? Schluss mit der Suche! Wir schneiden den Sarg entzwei, ja überhaupt die ganze Welt. Auf geht’s.
Christiane Fa.
Christiane Fa., 05.07.18
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