Der Torpedokäfer

Der Torpedokäfer Aus dem abenteuerlichen Leben des Franz Jung Szenische Lesung mit Corinna Harfouch und Jörg Pohl
Corinna Harfouch

Musik HF Coltello/Christoph Frenz
Film Marija Petrovic
Dramaturgie Hanna Mittelstädt


100 Jahre Oktoberrevolution, das große kollektive Glücksversprechen des 20. Jahrhunderts, das so schnell scheiterte: Im Gedenken daran darf einer der wichtigsten politisch-literarischen Autoren deutscher Sprache nicht fehlen: Franz Jung (1888 - 1963). Er war literarisch nicht nur überaus produktiv, er schrieb auch eine der aufsehenerregendsten und schonungslosesten Autobiographien des 20. Jahrhunderts (Der Weg nach unten, Arbeitstitel: Der Torpedokäfer) Um nach Russland zu Lenin zu gelangen, kaperte er 1921 zusammen mit einem Genossen ein Schiff. Wegen Schiffsraub auf hoher See gesucht und in den Niederlanden untergetaucht, wurde er von dort in die Sowjetunion abgeschoben, wo er eine Streichholzfabrik in Nowgorod aufbaute, so erfolgreich, dass die UdSSR sie an einen schwedischen Konzern verkaufen konnte. Franz Jung war immer außerhalb der Institutionen und Parteien am Schnittpunkt von Literatur und Politik involviert, darüber hinaus Börsenfachmann und Bohémien, eine extrem schillernde und bis heute inspirierende und verstörende Figur.


»Vielleicht ist es das, was Franz Jung heute so besonders macht - der radikale Nein-Sager.« (Armin Petras)

»Vielschichtiger, widerspruchsvoller, anregender sind nur wenige erfundene Charaktere ... Franz Jung fesselt und fasziniert vor allem durch seine Persönlichkeit, diese seltsame Mischung aus Beharrlichkeit und Flucht, Menschenliebe und Unerbittlichkeit, Weitsicht und Ressentiment.« (Die Zeit )


Thalia Gauß 20. Oktober, 20 Uhr

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