Der Sturm

D
er Sturm

A Lullaby for Suffering / nach William Shakespeare / Deutsch von Frank-Patrick Steckel / Regie Jette Steckel
Musikalische Leitung
Laurenz Wannenmacher

Live-Musik
Gabriel Coburger
Johannes Huth
Sven Kerschek
Stephan Krause
Laurenz Wannenmacher (Leitung)

Choreografie
Yohan Stegli

Bitte informieren Sie mich, wenn das Stück wieder auf dem Spielplan steht.
Bedingungen
Mit dem Versenden dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erfasst und gespeichert werden. Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich für den Versand unser Reminder-E-Mail. Ihre Einwilligung kann jederzeit widerrufen arden, z.B. per E-Mail an widerruf@thalia-theater.de. Die E-Mail mit der Information, dass es neue Tickets zu diesem Stück gibt, wird nur einmal versandt; danach wird Ihre Mailadresse aus dem Verteiler für dieses Stück gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wartelisten-Registrierung für Schulgruppen bitte nur telefonisch unter 040.32814-422.

"Der Sturm“ ist Shakespeares letztes Stück. Wie immer schafft er mit Zauberhand darin eine ganze Welt. Eine Welt, die der unseren gleicht. Erzählt wird die Geschichte von Prospero, der einst mächtig war und nun entthront mit seiner Tochter Miranda auf einer Insel lebt. Dort macht er sich den Inselbewohner Caliban untertan und beherrscht den Luftgeist Ariel kraft seiner Autorität. Prospero beherrscht aber nicht nur die Geister, sondern wird auch zum Dirigenten seiner „Band of Spirits“. So wird der Sturm, den er entfacht, zu einem „Stück voll hypnotischer Musik, die sich aufs Chaos der Seelen und Gehirne legt – Musik als Mitspieler, als Agens der Verwandlung“ – Musik, die den Puls der Gegenwart im Shakespeareschen Kosmos fühlbar macht.

 

Prospero weiß, dass er sterben muss. Er sieht die Zeit gekommen, seiner Tochter Miranda die bewohnte Welt zu zeigen, sie in ihre und unsere taumelnde Gegenwart zu entlassen. Dort bringt Prospero mit Hilfe von Ariel und Caliban die Menschen an den Punkt zwischen Wachsein und Schlaf, der den blinden Fleck des Bewusstseins offenbart. Prosperos Theatrum mundi ist ein Gedankenexperiment. Das Spiel von Macht und Ohnmacht ist ein kompliziertes Spiel. In jeder Beziehung: zwischen Mensch und Natur, zwischen Mensch und Mensch, innerhalb jedweder gesellschaftlichen Ordnung.

 

Dauer 2:10h, keine Pause

Premiere 24. Februar 2018, Thalia Theater

PRESSESTIMMEN

„Ein musikalisch ausgereiftes Lamento, das Shakespeares Drama kunstvoll und feinnervig paraphrasiert.“ - Irene Bazinger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2018

„Eine Aufführung von lauter großen, starken Überraschungen, in denen Barbara Nüsse wirklich ein sehr eindrucksvolles Zentrum ist.“ - Michael Laages, Fazit, Deutschlandfunk, 24.02.2018

Jette Steckel setzt das ganze Wunderwerk der Bühnen- und Videotechnik in Gang (...)“ - Ulrich Greiner, Die Zeit, 01.03.2018

 

Weitere Pressestimmen
Gastspiele

20. + 21. sowie 23. + 24. Mai 2019

Chechov Festival, Moskau

Theaterpreis DER FAUST an Barbara Nüsse

Am 3. November wurde Barbara Nüsse mit dem wichtigsten deutschen Theaterpreis DER FAUST als Beste Darstellerin ausgezeichnet. Der Deutsche Bühnenverein würdigt damit ihre Rolle in „Der Sturm. A Lullaby for Suffering“ und ihr Lebenswerk.

Foto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin Smailovic
Ausgewählte Kommentare
Großartige Inszenierung mit sehr gutem Schauspiel, Performance, tollem Bühnenbild, fantastischen visuellen Effekten und mitreißender Musik. Ein Erlebnis für alle Sinne! Ich würde noch einmal rein gehen, um die Flut an Eindrücken noch besser erfassen zu können.
Eva Liesberg, 03.07.18
Der Sturm oder A Lullaby for Suffering
Jette Steckel inszeniert den Sturm nach W. Shakespeare und dies muss man ernst nehmen, um die Klasse dieser Inszenierung zu erleben. Regisseure wie G. Strehler, P. Brook oder P. Greenaway boten zu ihren Zeiten interessante Neuinterpretationen des Sturms und dies tut J. Steckel in meinen Augen auch. Zentraler Angelpunkt ihrer Inszenierung ist die Musik von „Prospero´s Band of Spirits“ (Musikalische Leitung: Laurenz Wannenmacher) mit Liedern Leonhard Cohens und Kate Tempests, die dem Abend ihre emotionale Stärke geben. Thematisch geht es Steckel um apokalyptische Endzeitstimmung und wie man aus diesem monströsen Rausch von Macht und Ohnmacht in unserer taumelden Welt, die sich selbst zu zerstören droht, entkommen kann. Dieses real existierende Chaos bebildert sie schlaglichtartig, überbordend mit Themen wie Flüchtlinge, Terrorismus, Gewalt, Ausbeutung, Unmenschlichkeit und Beziehungslosigkeit. Ein Albtraum der Trostlosigkeit, der mit aller Wucht und der Kraft der Musik auf das Publikum niederbricht. Gespielt wird in 12 hoch und quer gestapelten, gelben und gepolsterten Gummizellen (Bühnenbild: Florian Lösche), einem Irrenhaus stereotyper, machtgieriger und gewinnsüchtiger Kreaturen. Diese Bilder erscheinen wie Scherben eines zersprungenen Spiegels, die schlaglichtartig, grausame Episoden der realen Welt wiederspiegeln. Steckels Sturm ist ein monströser Albtraum einer lebensmüden Gesellschaft, für die es keine Hoffnung auf Zukunft gibt. In dieser Welt regiert Prospero (Barbara Nüsse), das Zentrum dieser Inszenierung. Barbara Nüsse spielt mit überwältigender Intensität einen klugen, furchtlosen Prospero, der dem Sterben geweiht ist. Barbara Nüsse ist erneut ein phänomenales Erlebnis in einer großen Shakespeare Rolle und zurecht ist sie für diese schauspielerische Leistung für den FAUST nominiert. Jette Steckel hat mutig und unkonventionell auf die Kraft der Musik gesetzt, um diesen Albtraum einer real existierenden Gegenwart in schlaglichtartigen, verstörenden Bildern emotional aufzuladen und den Zuschauer an den blinden Fleck des Bewusstseins zwischen Wachen und Schlafen zu locken. Ein großer Theaterabend, den man sich nicht entgehen lassen sollte, auch wenn mancher Kritiker anderer Auffassung ist. Bravo für diesen Sturm. Ein Theaternarr.

Schmedemann Reiner, 18.10.18
MEIN KOMMENTAR
KOMMENTAR
ABSCHICKEN

Mit dem Versenden dieses Kommentarformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erfasst, gespeichert und auf unserer Webseite veröffentlicht werden. Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich zur Veröffentlichung Ihres Beitrags. Ihre Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden, z.B. per E-Mail an widerruf@thalia-theater.de. Ihr Beitrag und Ihre persönlichen Daten werden dann gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte verschicken Sie keine Karten- oder sonstige Anfragen über die Kommentarfunktion. Über die Kommentarspalte gestellte Anfragen werden nicht beantwortet. Für Fragen zu Programm etc. steht Ihnen das Kartentelefon unter 040. 32 814 – 444 oder die E-Mail¬Adresse theaterkasse@thalia-theater.de zur Verfügung.

BEITRÄGE