Der Kaukasische Kreidekreis

Der Kauka
sische Kreidekreis

Der Kaukasische Kreidekreis / The Caucasian Chalk Circle / von Bertolt Brecht / Regie Michael Thalheimer

Regie
Michael Thalheimer 

 

Lichtdesign
Ulrich Eh

 

Kostüm 
Nehle Balkhausen

 

musiK
Bert Wrede

 

Live-Musik
Kalle Kalima

 

Dramaturgie
Bernd Stegemann

 

Mit
Stefanie Reinsperger (Grusche Vachnadze)
Ingo Hülsmann (Sänger)
Tilo Nest (Azdak, Mönch)
Nico Holonics (Simon Chachawa)
Sina Martens (Natella Abaschwili, Eherfrau des Bauern)
C. P. Zichner (Maro, Panzerreiter)
Veit Schubert (Der Fürst, Die Alte, Panzerreiter, sterbender Bauer)
Sascha Nathan (Gehilfe, Eherfrau des Bauern, Lavrenti Vachnadze)
Peter Luppa (Georgi Abaschwili, Milchbauer, Schwiegermutter)

„Eine Wucht, der entschlackteste Brecht, den man sich nur wünschen kann.“ schrieb die Süddeutsche Zeitung begeistert über Michael Thalheimers Auftaktinszenierung zur Intendanz von Oliver Reese am Berliner Ensemble. Die berühmte Parabel über Gerechtigkeit und Korruption, mit der schon Brecht 1954 sein Theater am Schiffbauerdamm eröffnete, besticht vor allem auch durch die Hauptdarstellerin Stefanie Reinsperger, die für ihre Darstellung der Grusche als „schauspielerische Naturgewalt“ (Der Tagesspiegel) bejubelt wurde.

 

Die Handlung im Kreidekreis ist modellhaft klar und dialektisch schön: Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Sie entscheidet sich für das Kind. Auf der Flucht gerät sie in immer größer werdende Schwierigkeiten an deren Ende sie vor ein Gericht gestellt wird, da die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben will. Die Zeiten haben sich wieder geändert, jetzt ist das Kind der Erbe eines großen Vermögens. Doch kurz bevor die alte Herrschaft die Zügel wieder fest im Griff hat, gibt es eine kurze Zeit der Anarchie, in der der Richter Azdak herrscht. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu.

 

Die Frage, die hier verhandelt wird, ist von ebenso großer Schlichtheit wie politischer Eindringlichkeit: Wem gehört die Welt?

Michael Thalheimer arbeitet regelmäßig am Berliner Ensemble. Das Havanna-Gastspiel von "Der kaukasische Kreidekreis" wurde mit den "Premios Villanueva" für "Beste ausländische Inszenierung 2019" geehrt, mit denen jedes Jahr eine Fachjury aus kubanischen Theaterkritiker*innen und Theaterwissenschaftler*innen die besten Inszenierungen des Jahres in Kuba auszeichnet.

 

Berliner Ensemble, Berlin, Deutschland, Premiere 2017

In deutscher Sprache mit englischen und spanischen Untertiteln

 

Dauer 1:45h

 

24. Januar 2021, 19 Uhr (bis mitternacht verfügbar) auf thalia-theater.de/lessingtage 

Foto: Matthias HornFoto: Matthias HornFoto: Matthias HornFoto: Matthias HornFoto: Matthias HornFoto: Matthias Horn
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