Das Schloss

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nach Franz Kafka / Regie Antú Romero Nunes
Foto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin Smailovic

Als K. mit nichts in der Hand Einlass in das Schloss des Grafen Westwest sucht, sieht er sich undurchsichtigen Hierarchien ausgeliefert. Abgefertigt von Funktionären, offenbart sich das Schloss als eine komplexe Behörde, zu der K. keine Verbindung aufzunehmen vermag. Erzählt wird von einer Welt, die ihre innere Notwendigkeit längst verloren hat. 

Weder sein Beruf noch sein bürgerlicher Rang, weder Bildung noch Erfahrung oder sein Verstand helfen ihm, eine Verbindung zu den Dingen und den Menschen im Schloss zu finden. Undurchsichti­gen Hierarchien ausgeliefert und abgefertigt von Beamten und un­freien Funktionären, die alle einem fremden Willen unterworfen scheinen, offenbart sich das Schloss als eine überaus komplexe, ab­geschlossene und undurchdringliche Behörde, die K. bis zuletzt die eindeutige Auskunft über seinen Status verweigert. Und bald vermu­tet man hinter all den angsterfüllten Ausreden eine nur behauptete Logik, die vor allem ein Ziel verfolgt: die Fassade dieses verworrenen wie willkürlichen Systems aufrecht zu erhalten. Bis sich das System am Ende selbst nicht mehr versteht, so scheint es...

Antú Romero Nunes wird in seiner zweiten Inszenierung in dieser Spielzeit K.s beharrliche Suche nach der Legitimation seiner eigenen Existenz als düster­kaltes, schräges wie laut lachendes Geschehen auf die Bühne bringen und Kafkas unvollendeten Roman „Das Schloss“ als wankende Welt erzählen. 

Premiere 4. Juni 2016, THALIA THEATER

PRESSESTIMMEN

„Dieser Kafka ist bunt und fleischesprall, brutal und komisch. Nunes hat K. aus der Welt der Amtsstuben befreit und ihm Zirkusluft zu schnuppern gegeben.“ - Die ZEIT

„Der junge Regisseur Antú Romero Nunes entdeckt in Hamburg Kafkas komische Seiten.“ - Die ZEIT

„Die Gegnerschaft zwischen Bühne und Publikum trifft einen zentralen Aspekt der Inszenierung: Nunes geht es Konfrontation – zwischen dem Eigenen und dem Fremden, der Dorfgemeinschaft und dem Eindringling.“ - Die ZEIT

„Im Thalia Theater wird ein völlig anderes Bild des Kafka-Universums präsentiert" - Die ZEIT

"Eine Meisterleistung der Kostümbildnerin Victoria Behr sind diese grotesken Figuren" - Die ZEIT 

"In Nunes‘ Lesart wird Kafka zu einem stärkeren Kritiker gesellschaftlicher Zustände, als  wenn man ihn auf die Kritik bürokratischer Zustände oder auf metaphysische Aspekte seines Werkes reduziert hätte. (…) Nunes ist ein treuer Diener Kafkas, er behält die Handlung des Romans und dessen kristallklare Sprache weitgehend bei.“ - Die ZEIT

„Nunes' von einigem Ballast befreite Version erweist sich als plausible Möglichkeit, diesen uneindeutigen Stoff zu fassen. Auch wenn sie von Sinnlosigkeit erzählt, ist sie doch ein stark gespieltes Lehrstück.“ - Hamburger Abendblatt

„Die durch ihre Zusammenarbeit mit Herbert Fritsch bekannte Kostümbildnerin Victoria Behr hat die sieben furios aufspielenden Darsteller der jungen Ensemble-Riege in tolle Fettwulst-Kreationen gesteckt.“ - Hamburger Abendblatt

„Die von Lisa Hagmeister mit hinreißend verstörender Sinnlichkeit ausgestattete Frieda geht mit K. eine Liebschaft ein […]. Grandios gelingt auch ein von Jörg Pohl als Vorsteher geleitetes und in absurd entgleisender Beamtenpoesie inszeniertes Tribunal. Nunes vertraut ganz auf das Repertoire der heiteren, unterhaltsamen Spiellust und ein paar Bühnen-Zaubertricks.“ - Hamburger Abendblatt

„Zum Schluss fasziniert der umwerfende Schauspieler Mirco Kreibich und löst den ganzen Abend in einem fulminanten Schlussmonolog auf.“ - Die Welt

„Bildgewaltig, bizarr und bedrückend“ - Hamburger Morgenpost

„Eine kurzweilige, bilderstarke Inszenierung mit einem gewohnt tollen Ensemble.“ - Hamburger Morgenpost


„Kafka genial und schrill inszeniert“ - Bild

„Dieses Stück lohnt sich!“ - Bild

„Franz Kafkas Roman „Das Schloss“ wird im Thalia Theater zur Freakshow. Mit schrillen Kostümen und meisterhaftem Slapstick. (…) Aber es ist auch eine beklemmende Parabel auf seelenlose Bürokratie, Fremdenhass und die Angst vor allem Neuen.“ - Bild

„Ein bizarr komisches und zugleich verstörend erbarmungslos wirkendes Unsittengemälde einer archaisch-monströsen fremdenhassenden Gemeinschaft zeichnen Nunes und sein fantastisch spielfreudiges Ensemble in der ersten Stunde des Abends. Gelächter schlägt immer wieder in Erschrecken und Ekel um, die slapstickhafte Komik des Maßlosen und Absurden in Brutalität.“ - TAZ

„Aus dem grotesken Schauspielplatz wird […] ein beeindruckendes existenzialistisches Körpertheater. Mit einer spektakulär verletzlich wirkenden Körperlichkeit verwandelt sich Mirco Kreibich in der letzten Viertelstunde des knapp zweistündigen Abends in ein insektenartiges Wesen […].“ - TAZ

„Das Ankommen des Fremden in der Fremde: Ganze Arbeit hat Kostümbildnerin Victoria Behr am Hamburger Thalia Theater geleistet, dass daraus ein fiebriger Albtraum wird.“ - TAZ

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