Das Haus Nr. 13

Das Hau
s Nr. 13

Szenen und Episoden von Anton Tschechow / Aus dem Russischen von Peter Urban
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Regie
Stefan Moskov

Bühne
Nicola Toromanov

Kostüme
Svila Velitchkova

Musik
Antoni Dontchev

Dramaturgie
Regina Guhl

Mit
Samuel Finzi
Hans-Jörg Frey
Victoria Trauttmansdorff

 „Und was sind sie wert, all die Leidenschaften der Russen? Der Krieg hat sie ermüdet, Bulgarien hat sie ermüdet bis zur Ironie, die Operette desgleichen ... Ermüdbarkeit (das wird auch Dr. Bertenson bestätigen) äußert sich nicht allein in Gejammer oder dem Gefühl der Langeweile. Es verläuft sehr ungleichmäßig. Alle Menschen verlieren nicht die Fähigkeit, sich in höchstem Maße zu erregen, aber nur für sehr kurz, wobei nach jeder Erregung eine noch größere Apathie einsetzte.“ - Brief an A. S. Suvorin, 30.12.1888

 

Eine Frau - zwei Männer. Eine Frau. Zwei Männer. Ein Mann und eine Frau. Wechselnde Personenkonstellationen - Victoria Trauttmansdorff, Samuel Finzi und Hans Jörg Frey - spielen sich durch die poetisch-komische und temporeiche Collage aus Tschechows Dramen, Erzählungen und Prosaskizzen.

„Es ist egal aus welchem Gefäß man trinkt, wenn man nur trunken wird...“ Trunken vor Liebe und vor Eifersucht, vor Selbstmitleid und Melancholie, vor Aufbegehren und Ohnmacht, vor der Vergeblichkeit allen Tuns und Sehnsucht nach dem, was man nicht bekommen kann – in der russischen Provinz und anderswo in einer unvollkommenen Welt. Illusionslos und liebevoll beschreibt Anton Tschechow seine antriebsarmen Menschen, die sich immer wieder, mit unglaublicher Leichtigkeit und immer neuem Anlauf gegen Konventionen und Enge auflehnen, die versuchen, mit Spitzfindigkeit ihrem Leben ein Schnäppchen zu schlagen und aus ihrem als sinnlos empfundenen Dasein auszubrechen – ohne nach Möglichkeit dabei umwälzende Veränderungen heraufzubeschwören.

Der bulgarische Film- und Theaterregisseur Stefan Moskov, Mitbegründer und Leiter des Theater „La Strada“ in Sofia, hat aus den Tschechow-Texten eine kurzweilige und humorvolle Inszenierung geschaffen: Drei Schauspieler, allesamt große Komiker, drei Stühle, ein paar verschiebbare Wände und die Musik des Jazz-Musikers Antoni Donchev prägen den Abend im TiK (Thalia in der Kunsthalle), der ehemaligen zweiten Spielstätte des Thalia Theater.

 

Dauer ca. 1h30

Premiere 3. Januar 1997, TiK (Thalia in der Kunsthalle)

Ausgewählte Kommentare
Danke!
Christoph oesterreicher, 10.05.20
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