Das Ende von Eddy

Szenische Lesung Das Ende von Eddy von Édouard Louis
Szenische Einrichtung
Alek Niemiro

Musik
Tom Gatza

Ausstattung
Marion Schindler

Souffleuse/ Projekt-Mitarbeit
Margit Kreß

Live-Musik
Tom Gatza

Getreten, geschlagen, bespuckt - . Eddy Bellegueule, also Eddy „Schönmaul“, wächst in einem kleinen französischen Dorf auf, wo jeder jeden kennt und beobachtet. Und ziemlich früh schon scheint er nicht so zu sein wie die anderen Jungs. Er wird gehänselt und als Schwuchtel beschimpft, bevor er überhaupt versteht, warum er wie ein Aussätziger behandelt wird. Die Eltern sind mit sich beschäftigt, schlechte Arbeit, wenig Geld und die Kinder von unterschiedlichen Vätern, die Mutter mit 17 zum ersten Mal schwanger.
Eddy versucht irgendwie klarzukommen, mit sich, der Familie, den Mitschülern, mit all den eigenen Sehnsüchten und Projektionen der anderen. Er versucht sich anzupassen, sich mit Mädchen einzulassen, einfach nur dazuzugehören, ganz normal. Und was anscheinend normal ist, zeigt die Gewalttätigkeit und Verlogenheit der anderen.
Eines Tages hat Eddy die Nase voll. »Ich rannte weg, ganz auf einmal. Gerade hörte ich meine Mutter noch sagen ›Was soll der Scheiß jetzt wieder?‹. Aber ich wollte nicht bei ihnen bleiben, ich weigerte mich, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich war schon weit weg, ich gehörte nicht mehr zu ihrer Welt ...  Die ganze Nacht über entwarf ich mein neues Leben fern von hier.«“
Sprachgewaltig erzählt der preisgekrönte Autor Édouard Louis, wie Eddy sich aus der Enge seines Dorfes befreit und zu seinem eigenen Lebensweg findet. Der junge Autor stammt selbst aus einfachsten Verhältnissen aus einem Dorf in der Picardie in Nordfrankreich. 2014 erhielt er den Pierre Guénin-Preis, der besonderes Engagement gegen Homophobie auszeichnet. „Das Ende von Eddy“ erscheint in 20 Sprachen.

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