Amerika

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von Franz Kafka / Regie Bastian Kraft
Foto: Fabian HammerlFoto: Fabian HammerlFoto: Fabian HammerlFoto: Fabian HammerlFoto: Fabian Hammerl

„Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht.“

 

Franz Kafkas Amerika ist kein konkretes Land, sondern ein vielfach überlagertes Bild aus Mythen, Projektionen, Fakten und Fantasien. Die Reise des Auswanderers Karl Roßmann findet im Kopf statt, von der Einfahrt in den Hafen New Yorks bis zur finalen Zugfahrt zum großen Naturtheater von Oklahoma ist es die Odyssee eines Anschlusssuchenden, der bis zuletzt nicht an der eigenen Isolation verzweifelt und vielleicht sogar am Ende im Theater Oklahomas jenes Zuhause findet, das er fortwährend suchte.

 

Kafkas epochales Werk schildert zu Beginn des 20. Jahrhunderts hellsichtig die Figur des „Vertriebenen“ – vertrieben durch die Eltern, vertrieben aus Europa. Die Geschichte eines Heimatlosen, dem Amerika nicht, wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Antibild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten. Kafka ermöglicht durch die Schilderung der Welt der Moderne, ihrer gigantischen Verkehrsströme, ihrer hektischen Arbeitswelt unser erinnerndes Erstaunen darüber, dass all das, was wir als normal empfinden, erst seit kurzem so ist. Kafkas Roman als Phantasma und Erlebnis eines einzigen Schauspielers.

 

Dauer 1:15h, keine Pause
Premiere 11. September 2009, Thalia Gauß (Garage)

PRESSESTIMMEN

„Ist es Zufall, dass die Premiere des Schaustücks von Franz Kafkas Romanfragment „Amerika“ auf den 11.September gelegt wurde? Auf den Tag, der die Welt vor acht Jahren durch einen Terrorakt in Amerika in Schockzustand versetzte? Vielleicht. Doch ist das Amerika, das Kafka durch das Erleben des von seinen Eltern strafexpedierten 17-jährigen Karl Roßmann sichtbar macht ein Land der Fantasie, das Mythen, Projektionen und Fakten zu einer Alptraumreise verdichtet. “ - Die Welt

Weitere Pressestimmen
Gastspiele

26., 27. und 28. Oktober 2011

Deutsches Theater Berlin

 

13. November 2010

Prager Theaterfestival, Tschechien

 

12. und 13. April 2010

Festival Radikal jung, Münchner Volkstheater

Ausgewählte Kommentare
Das ist große Schauspielkunst, die Philip Hochmair gestern wieder auf der Studiobühne in der Gausstraße in "Amerika" geboten hat. Bravo!
Barbara Borrmann, 02.10.16
AMERIKA - Preis der Kritiker und Publikumspreis - What else !!!!!!!!!
Victoria Kareninja, 27.04.10
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