3000 Euro

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von Thomas Melle / Regie Julia Jost
Foto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft Angerer

3000 Euro, so viel beträgt statistisch gesehen der durchschnittliche Monatslohn der Deutschen. 3000 Euro möchte Denise, Supermarkt­kassiererin und alleinerziehende Mutter, mit einem Pornodreh dazu verdienen. 3000 Euro trennen Anton von seinem früheren bürgerlichen Leben, seit er seine Kreditkarte um genau diesen Betrag überzogen hat. Jetzt wartet er auf den Gerichtstermin, der vielleicht eine entscheidende Wendung bringt, und bei dem sich zwei ungleiche Gegner gegenüberstehen werden:  Anton gegen die Deutsche Bank. In den verbleibenden zehn Tagen versucht der ehemalige Jurastudent seine Situation objektiv zu betrachten, er durchlebt noch einmal die vielversprechenden Aussichten, die Exzesse, die Mahnungen, die verlorenen Freundschaften, die Obdachlosigkeit. Er hält den Kopf hoch, so hoch es eben nur geht – und trifft dabei auf Denise.


Thomas Melles Roman, 2014 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, erzählt eine melancholische Liebesgeschichte und zugleich vom Leben am Rand einer Gesellschaft, deren Finanzsystem selbst auf Schulden basiert.

 

Premiere 11. März 2016, Thalia GAUSS (Garage)

PRESSESTIMMEN

"Die surreale Roman-Adaption bietet neben fliegenden Orts-, Sound, Stimmenwechseln ebenso rasante Übergänge zwischen Tanz, Sprechtheater und Gesang zu Handkeyboardmelodien. Dafür erscheinen auf der Bühne die ständigen Perspektiv- und Rollenwechsel sowie das alptraumhafte Setting ähnlich chaotisch, wirr und bedrohlich wie das Leben der Protagonisten. Was Thomas Melle schafft, gelingt auch dem Thalia-Ensemble.“ - Nordsee-Zeitung
 
"Sie [Julia Jost] verdichtet für die Theaterfassung die Geschichte von Denise und Anton auf knappe 60 Minuten. Auch wenn die Konturen dadurch nicht unbedingt schärfer werden, funktioniert das wunderbar. Jost illustriert ansprechend, mit simplen Mitteln und sehr viel Witz und Wärme." - Jungle World

 

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Ausgewählte Kommentare
Eigentlich nur ein kleines Kammerspiel. Zwei Verlierer der Gesellschaft und der Gegenpart- das Establishment. Erst nur einzelne Worte, dann ein Reden über den jeweils Anderen. Dann die offene, persönliche Beschreibung der individuellen Situation. Wie im Kino scheint die Kamera auf den Einzelnen zuzuzoomen, ihn kennenzulernen, bis hin zum Bloßzustellen aller Fehler. Und dann der gestrandete, verendete Schwan... Er ist nur teilweise zu sehen, am Kopf scheinbar lebendig und farbig, am Rumpf schon verwest. Ich wurde an Nils Holgerson erinnert, den Däumling, der mit der Wildgans die Welt kennenlernte und eroberte. Auch hier brauchen die Darsteller das Tier als Halt im Leben, aber sie rutschen herunter, wollen sich verstecken, aber finden keine dauerhafte Hilfe. Ganz großes Kino!
Dirk Schneefuß, 06.06.16
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