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Jugendperformance-Wettbewerb UNART erhält den Kulturförderpreis der Deutschen Wirtschaft

Der von der BHF BANK Stiftung initiierte und in Kooperation mit dem Thalia Theater Hamburg, dem Schauspiel Frankfurt, dem Deutschen Theater Berlin und dem Staats-schauspiel Dresden veranstaltete Jugendperformance-Wettbewerb „UNART“ hat am Donnerstag in Berlin den Kulturförderpreis der Deutschen Wirtschaft erhalten.

Der Preis wurde 2018 zum 13. Mal vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI
e. V. gemeinsam mit den Partnern Handelsblatt und ZDF vergeben. Die Auszeichnung würdigt das Engagement von Unternehmen und unternehmensnahen Stiftungen für innovative Kulturförderprojekte. In diesem Jahr haben sich 80 Projekte um Preise in drei Kategorien beworben. Der Jugendwettbewerb UNART erhält den Preis in der Kategorie „Große Unternehmen“.

Seit der Saison 2007/2008 bringt der Wettbewerb alle zwei Jahre das Lebensgefühl und die Vorstellungen von Jugendlichen in Form von Kurz-Performances auf die große Bühne. Das Thalia Theater nimmt seit dieser Zeit jährlich an UNART teil und koordiniert die Hamburg-Ausgabe „Best of UNART“ unter der Leitung von Nehle Mallasch.

Eine Besonderheit des Projekts ist es, dass keine Themen vorgegeben werden. Um die Teilnahme bewerben können sich Jugendliche, die Ideen für Performances haben, die nicht länger als 15 Minuten dauern und live auf der Bühne stattfinden sollen. Die Gruppen müssen aus mindestens drei, höchstens zwölf Teammitgliedern zwischen 14 und 20 Jahren bestehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer führen selbst Regie und werden dabei von künstlerischen Coaches begleitet. Das Format öffnet den Blick in sehr unterschiedliche soziale Zusammenhänge und Lebenswelten. Seit der Gründung haben mehr als 1000 Jugendliche bei UNART mitgemacht und wurden von 200 Künstler*innen gecoacht.


Beim Hamburg Finale am 6. und 7. Februar 2018 wurden im Thalia in der Gaußstraße zwei Gewinnergruppen ausgewählt, die ihre Performances später beim Best of UNART in Hamburg und Berlin präsentieren durften: Die fünf Kieler Elise Stamp, Lara Maria Humm, Paul Joost, Raphael Brede und Thoja Steenbeck mit ihrer Performance „Haptisch“ (Arbeitstitel: Anders sein). Ihr Coach war der Tänzer, Choreograf und Performer Philipp van der Heijden. Sowie Ali Rasaei, Anjelina Wustrack, Emilia Czerniawska, Jette Wruck, Martin Kammer, Mohammed Homaymes und Victoria Lucia Stodolski mit ihrer Performance „Perspektivlosigkeit“. Ihr Coach war die Tänzerin und Choreografin AnDy Calypso.

 

Der diesjährige Wettbewerb endete am 16. Mai mit dem BEST OF UNART mit acht ausgewählten Performances aus den vier Regionen am Deutschen Theater Berlin. Der Kulturförderpreis der Deutschen Wirtschaft wurde bei einer festlichen Gala in der Berliner Niederlassung der DZ-BANK vergeben.


In der Jury 2018 wirkten mit:
Prof. Dr. Clemens Börsig, Vorstandsvorsitzender Kulturkreis der deutschen Wirtschaft (Vorsitz)
Sven Afhüppe, Chefredakteur Handelsblatt
Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Dr. Thomas Bellut, Intendant ZDF
Alexander Birken, CEO Otto Group
Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin a. D., Deutsche UNESCO-Kommission
Dr. Franziska Nentwig, Geschäftsführerin Kulturkreis der deutschen Wirtschaft
Walter Sittler, Schauspieler
Prof. Dr. Tobias Wollermann, stellv. Vorsitzender Arbeitskreis Kulturförderung (AKF) im Kulturkreis
Franciska Zólyom, Direktorin Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig