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أصوات من الشتات

Blogging: Stimmen aus dem Exil

Die Embassy of Hope hat momentan zwar geschlossen, aber das "Stimmen aus dem Exil" - Kollektiv des Thalia Gauß bloggt auf unserer digitalen Bühne wöchentlich Texte, Erinnerungen, Songs, Illustrationen, Videos und vieles mehr aus den letzten zwei Jahren der mehrsprachigen szenischen Lesereihe.

 

Reisende Dichter*innen 26. Januar 2019

 

حياتيات

 

ألتقط صوراً كثيرة يا أمي ، أحذف الحزينة منها و أحتفظ بابتسامات عابرة ، أزيل السواد تحت العينين بلمسة واحدة ، سوادٌ تراكم كما تتراكم الأحلام و الدموع على الوسادة و أحتفظ بابتسامات عابرة يحين موعدها صدفة ، لأذكرهم بأن الشمس تشرق كل يوم .. يا أمي: يظن البعض بأني أملك عينين واسعتين و عدسة ، لكنني أغلق اليسرى دوما و أستخدم اليمنى لأحدد الهدف.

أتعثر كثيراً ، أسقط ، أتألم ، أشفى و أنفض الغبار عن بنطالي ، سأسخر لاحقا من نفسي بعد كل سقطة ، أضحك أمام المرآة .. فمن لم يسقط لا يعرف طعم الانتصار ، كنت صغيراً حين علمت بأن الأرض تدور حول نفسها لأسباب علمية .. عدت إلى مرآتي يومها و ضحكت ، من ذا الذي يعتقد بأن الأرض تدور يميناً حين أتكلم و يساراً حين أضحك ..

سميت كوكباً باسمك ، تبكي فتفيض انهاره ، تضحكي فتثور براكينه ، تنامي فتغرب شمسه ، تفيقي ليتلاشى القمر.. عزيزتي: سقطتُ كثيراً و تألمتُ كثيراً ثم ضحكتُ على نفسي بعد كل سقطة . 

في السوق .. تعلو أصوات الباعة لتطغى على الازدحام ، أشتري ما أريد مسرعا و أبطئ بعدها أتغذى على وجوههم البائسة المختبئة خلف ابتساماتهم ، في فرن الخبز ثلاث شبابيك صغيرة تطل على بائع مل من رؤيتنا صباحاً ، رأس و كتف و يد تحمل الجوع ، انتفاخ العينين ، سيلان الأنف برداً ، نعس الدقيقة ، رائحة الخبز (بخمسين ليرة معلم يخليلك ولادك) ، بخارُ افواهٍ متطاير ندفئُ بها أيدينا المتجمدة.

الأرض تدور مسرعة في السوق، في الفرن ، في الجامعات ، في صالونات الحلاقة ودوائر الدولة ، كلها توقف دورانها حين أضع رأسي على الوسادة وحيداً "كدون كيشوت" يحارب طواحين الأرض بابتسامة.

مرآة قلبي لا حدود لها.. خيمة مغطاة بالثلوج، قدمين حافيتين يكسوهما الطين، وشم على ذقن آمرأة تغني قرب قبر ابنها، طفلة في العاشرة من العمر تجبر على ارتداء فستان زفاف لم تحلم به بعد ، شهادة جامعية معلقة قرب فرشاة تلميع الأحذية ، سيجارة عجوز أضاع أحفاده في طريق أوروبا ، أحلام الشباب ، طاولة صغيرة تضع عليها حبيبتي قدمها لتلون أظافرها بلونِ فرحي، حمالة صدرها التي قصصتها و صفقت بعدها.

أطلق خيالك ما استطعت إليه سبيلا ، فأنا من بلد دفع نصف شعبه المال لالتقاط صور لهم ضاحكين، و هرب النصف الآخر من أمام العدسة خوفا على كبريائهم الجريح.

نعم يا أمي.. لا حدود لقلبي ولا حدود لأحلامي، بدأت حياتي مشاغبا مشاكسا كثير الكلام و الحركة

و سأختم حياتي بنفس الشغف..  

ميلاد عطفة ٢٦ يناير٢٠١٩

 

Milad Atfeh

 

 

Bilder deines Lebens

 

Ich nehme viele Fotos auf, Mama. Ich lösche die traurigen und behalte die lächelnden. Mit einem Wisch lösche ich die Augenringe. Ich warte auf das Lächeln, das – wie der Tod und die Geburt – zufällig kommt, um sie daran zu erinnern, dass die Sonne jeden Tag wieder aufgeht.

Ich schließe mein linkes Auge und benutze das rechte, um mein Ziel zu bestimmen. Ich stolpere. Ich falle. Ich richte mich auf. Ich schüttle den Staub von meiner Hose ab, um mich selbst nach jedem Fallen auszulachen, denn wer nie fällt, wird nie den Triumph schmecken.

Ich war jung, als ich verstand, dass sich die Erde um sich selbst dreht. Ich ging zu meinem Spiegelbild und lachte bis ich weinen musste. Denn ich hatte immer gedacht, die Erde drehe sich rechtsherum, sobald ich redete, und linksherum, wenn ich lachte.

Ich benannte einen Planeten nach dir.
Du weinst – und es formen sich seine Meere.
Du lachst – und seine Vulkane brechen auf und es bilden sich Berge des Friedens.
Du schläfst – und seine Sonne geht unter.

Du wachst auf – und der Mond verschwindet.
Ich fiel oft hin und es tat weh. Ich lachte mich nach jedem Fallen aus.

 

In der Stadtmitte werden die Stimmen der Verkäufer lauter. Lauter als der Lärm des Staus, lauter als die Zusammenbrüche, als die Niederlagen, lauter als Gelächter, das versucht die Falten des Schmerzes zu bedecken, um die Hoffnung zu nähren.

 

In der Bäckerei sind drei Fenster durch die man zu dem Verkäufer herabsehen kann. Er hat genug davon, uns jeden Morgen sehen zu müssen. Geschwollenen Augen. Eine vor Kälte laufende Nase. Ein Gähnen. Ein Kopf leer von Gedanken. Eine Schulter so schwach, dass kein Kopf an ihr lehnen kann. Eine Hand hält den Hunger. Geruch von Brot erobert die Luft. „Fünfzig Lira, bitte. Schneller, bitte. Möge Gott deine Kinder beschützen.“

 

Die Erde dreht sich schneller in der Stadt, in den Universitäten, in den Schulen und in den Behörden. Und sie hört auf, sich zu drehen, wenn ich einsam meinen Kopf auf das Kissen lege. Wie Don Quijote kämpfe ich lächelnd gegen die Windmühlen.

 

Der Spiegel meines Herzens ist grenzenlos: Ein Zelt von Schnee bedeckt. Matsch an den nackten Füßen eines Kindes. Die Tätowierung am Kinn einer Frau, die neben dem Grab ihres Sohnes singt. Ein zehnjähriges Mädchen, gezwungen ein weißes Kleid anzuziehen, von dem sie nie geträumt hatte. Ein Uni-Zeugnis in der Nähe einer Schuhbürste. Die Zigarette eines Greises, der seine Enkel auf dem Fluchtweg verlor. Träume von Jugendlichen. Meine Geliebte, ihre Nägel gefärbt in meiner Glücksfarbe. Ihren Büstenhalter durchtrennte ich, applaudierte danach.

Entfessle deine Fantasie so gut du kannst. Ich komme aus einem Land, in dem die eine Hälfte Geld zahlte, damit ich ihr Lächeln fotografierte. Und in dem die andere Hälfte vor der Linse meiner Kamera wegrannte, um ihr verletztes Inneres zu schützen.

Ja, Mama, mein Herz ist grenzenlos. Meine Träume sind grenzenlos. Ich fing mein Leben frech und zappelnd an und werde es mit der gleichen Leidenschaft beenden.

 

Milad Atfeh

 

Foto: Mohammed Ghunaim

 

 سلامٌ لسورية

 

عندما كنت طفلة ، كنت أخاف كثيراً من صوت الطائرات وهي تحلق في سماءِ مدينتي ، ما زلت أذكر كيف كنتُ أهربُ عند سماعها إلى حضنِ أمي الذي لا أعرفُ أيُّ سرٍّ وضعَ اللهُ فيه ليجعلني أتحدّى خوفي و ضعفي  لم يكن خوفاً عفوياً ، أو مجهولَ السبب ، فتلك الطفلةُ بدأت لــتـــوِّها تعلُــمَ القــــراءةِ والكتــــــابة 

في ذات يومٍ مشمس .. حــــلَّقت طائراتُ حــربٍ عديدة ومعتدَّة فوق سماء مدينتنا، أصــواتٌ مرعبـــة ، ارتـفاعٌ قريــــبٌ لــلأرض , وانا طِفــل استطاع بمخيلته رؤيـــة قائــدِ أحــد تلك المركبات الطائرة والذي وبكبسة زر سيشعل السماء بعدها .. تفجرت الأرض قرب بحيــرة مدينتنا اليتيمة والتي كانت يتنزه حولها عشــــراتُ العائلات

هناك كــــانت سوسن تلعب , قُتِلت و هي تلعبُ بطيارة من ورق ، هناك عند منحنيات التلال قرب بحيرةِ الثلج ، رحلت مرتديةً حذائها الفضي الجديد الذي اشترته لها أمها هديةً مع نهايةِ عامِ الدراسة

لأيامٍ بعدها سأختبئ في حضنُ أمي ، كيف لقلبُ طفلةٍ خائفٌ من حربٍ لا يفهمها بأن يشعر بالأمان بين يدين لن تستطيع حمايتها ، و كنت أسأل باستغراب.. كيف لا يخاف من يصنع الحرب من صوتِ القنابل

كانت مدينتنا تشبه أطفالها , تشبه حضن أمي .. عاجزةً عن حماية نفسها , تحلمُ أن تعيش بسلام تحتَ ضوءِ القمر , و دون أزيز الطائرات

و أنا الآن كأُمي .. حضنٌ لأولادي في بلادِ الشمال البارد ... عيونٌ تترقبني , قلوب لا تشعر خوفي ، و آذانٌ تصطادُ في لغتي ، وأنا لا أعرفُ مخبأً لقلبي , ولا أعرفُ كيف لحضني أن يهبَ أماناً لأولادي إذا هربوا إليه بخوفهم

أسيرُ في مهجري , مع أحلامي و ذاكرةٌ تشيخ أحشوها بـ "الداتيف و الأرتيكيل" (اسماء وأفعال في اللغة الألمانية) .. و أنتم تنظرون إليّ في محطة القطار , و ربما لا تبالون بحقيبتي , و ربما لا أفهم لغة عيونكم .. أركبُ قطارهم الأنيق , يحملني إلى بيتي الجديد , و أنتظر عودة أولادي في المساء , لأقرأ في عيونهم ما لم تقدروا ربما على قراءته , و أرشفُ منهم قوةً بحجم حبِ الكون

ثم أضعُ رأسي على وسادتي , أسترجعُ ذكرياتِ أمي التي رحلت دون وداع , و أحلمُ بصبحٍ لا خوف فيه

 

Yassar Dihni

 

 

Frieden für Syrien

 

Als ich ein Kind war, war ich so verängstigt von dem Lärm der Bomber, wenn sie durch den Himmel meiner Stadt flogen. Ich erinnere mich immer noch daran, wie ich, immer wenn ich es hörte, in den Schoß meiner Mutter floh. Ich weiß nicht, welches Geheimnis Gott in ihrem Schoß versteckte, dass ich meine Ängste und Schwächen durch ihn bekämpfen konnte. Meine Angst war nicht zufällig oder ohne bekannten Sinn; sie war so klar sogar für ein kleines Mädchen, das gerade erst zu schreiben und zu lesen begann.

Eines Tages in meiner Kindheit: viele Kriegsflieger zogen über die Stadt, machten schrecklich laute Geräusche. Sie waren nicht weit vom Boden und den Dächern entfernt. Ich erinnere mich an den Umriss eines dieser Piloten, den ich durch das Fenster sah. Der Himmel brannte kurze Zeit später. Sie zerbombten den beliebten Park mit dem einzigen See. An diesem Tag wurde meine Freundin Sausan getötet, als sie am See ihren Drachen steigen ließ; als sie ihre neuen Schuhe trug – ihre Mutter hatte sie ihr am Ende des Schuljahres geschenkt.

Der Schoß meiner Mutter war für mich da, wie immer, um mein verängstigtes Herz vor dem mir unverständlichen Krieg in ihm zu verbergen. Ich verstand nicht, wieso die Kriegsmacher keine Angst vor dem hatten, was sie taten. Meine Stadt war wie Kinder – machtlos sich selbst zu schützen. Sie träumte davon, ohne diesen schrecklichen Lärm der Flieger wieder in Frieden unter dem Licht des Mondes zu leben.

Jetzt bin ich im Land der Kälte und weiß nicht, wo ich mich vor Blicken verstecken könnte, die mich fremd sehen und vor den eisigen Herzen und Ohren, die meine schwache Sprache fangen. Ich weiß nicht, wie mein Schoß meinen Kindern Sicherheit schenken könnte, wenn sie verängstigt zu ihm rennen.

Ich laufe in meinem Exil. Ich, meine Träume und mein graues Gedächtnis. Mein Gedächtnis fülle ich mit Dativ und Artikeln. Ihr schaut mich am Bahnhof an, vielleicht interessiert ihr euch nicht für meinen mitgebrachten Koffer, vielleicht verstehe ich nicht eure Blickkontakte. Ich betrete den eleganten Zug, der mich zu meinem neuen Zuhause bringt. Ich warte auf meine Kinder, die am Abend zurückkommen, um in ihren Augen zu lesen, was ihr vielleicht nicht lesen könnt. Ich nehme einen Schluck aus ihren Blicken voller Kraft und Liebe des ganzen Universums.

Ich lege meinen Kopf auf das Kissen und erinnere mich an meine Mutter. Sie starb, ohne sich von mir verabschieden zu können. Und träume von einem Morgen ohne Angst, so wie ihr.

 

Yassar Dihni

 

Video: Bela Goldmann

 

My body is a battlefield and in my body I am in exile

 

My body is a chapter I never wrote

and never read out loud;

a chapter of gratitude to the series of cosmic incidents

that made me land right here;

to the sun, for bringing our colours closer;

a chapter where home was rewritten

in foreign alphabet and shorter skirts.

But movements hurt - have you ever heard

a door weep?

 

Moving bodies and switching cages

breaking out of one and finding yourself in another

in a goddamn Babushka.

Every time you think you've set your body free

Mama Babushka claims your freedom

to herself.

 

No, Babushka We have done all the work ourselves,

and maybe someday, one day,

we will find the end of you, too.

What we have preserved is a picture, and a longing,

but our bodies have not been ours to keep:

a longing for the miniature idiosyncrasies of being

home in our bodies.

And in that way, we are deformed.

And the only difference between you, and I, is

that I wear my deformities on my sleeve

the way you wear your national pride.

 

I do not go through the circumstance,

circumstances go through me,

and they worry too much about that.

 

They worry, if some cloth covers my hair. They worry,

which way my tongue moves. They worry,

if my hands don't shake those of men. They worry,

if my feet have touched the carpet of a mosque.

They worry, and worry, and worry, when my fate

is determined by the power of the institution of

a white man sitting across from me on a plain

clinical desk. But my strength

was fed to me around a tabliyyeh,

my legs crossed beneath me, my hands

wrapping beans in thin rye bread, my arms

tangled with my brother's. But hey,

in Deutschland, we eat with a fork and knife.

"Oh, you're Arab? I love Hummus!"

but once you are one of us,

you can take our names, too. Nobody here

wants to curve their lips

to give way to yours.

 

But I have vowed love to kitchen pots

in my country's name. And the only thing

I fear is knowing how many dead plants

I have been watering, or how many

songs of freedom have been muffled

by the screams of those sinking

in rubber and sea-salt.

All abandoned places become places

I can relate to, because after midnight,

all objects look painted.

 

I allow your men to take me

but I will never be your colony. Lovers

are lovers are lovers and nothing else:

lovers who have not learnt about gravity,

the gravity of Mahmoud Darwich and

Um Kulthoum;

lovers who have promised to cross my borders

even though I know they can't - even though

I believe them when they said they have tried.

 

I am sorry, lover, but I have let my love for home

be drunk, absent-minded and disgraceful,

knowing someone else, someone sober

would worry about other things - like

why everyone is so obsessed with my body

making every word count, making ever breath count:

Cover up! Take your clothes off! Be prude!

Don't be too shy! You're so loud. Calm down. Be

stable. Be white! But not too white. We like exotic.

Integrate. Integrate. Integrate.

You belong here now;

you will never really belong.

 

At dawn, I am your perfect migrant.

At dusk, I am a tremor on your floor.

 

Sei eine gute Migrantin. Sei eine gute Frau.

Beweis es dein ganzes Leben.

 

My body is a battlefield,

and in my body I am in exile.

 

Shorouk El Hariry

 

Von und mit: Mohammed Ghunaim (Ziko), Shahin Shekho, Shorouk El Hariry, Yassar Dihni, Milad Atfeh, Lul Mohammad, Firas Sabagh (Video), Razan Sabagh (Performance), Remi ElKhiami (Performance), Meisam Amini (Live-Video), Larissa Bertonasco (Light-Illustration) Live-Musik: Abdullah Ghunaim, Momen Shawish, Muller Gracio Manalu, Ekow Quagraine (Trigga), Ali Abdulkerim; Rap von: Ahmadullah Safi, Amir Hosain Karimi, Mohamed Mahmoud Khalil Elsayed Thalia-Ensemble: Oda Thormeyer, Tilo Werner Szenische Einrichtung: Sophie Pahlke Luz

شعراء رُحًّلْ| في ال ٢٦ من كانون الثاني٢٠١٩ |

#LeaveNo
OneBehind

Hier geht es zu der Petition #LeaveNoOneBehind

 

Im Land der Anderen

 

Hey Wind, mein Land ist hinter mir. Und mit mir. Und vergessen wie ich.

Sogar meine Erde ist vertrieben worden wie ihre Leute.

 

Wo komme ich her? 

Unbekannt, ein Reisender ohne Identität.

Ohne Land,

ohne Heimat,

aber mit der Illusion sie zu haben.

 

Mohammed Ghunaim nach Abdullah Al Bardouni

 

 

في بلاد الآخرين

 

يا ريح … بلادي خلفي                                                      ومعي مثلي منسيه

حتى أرضي يا أرضي                                                       كأهاليها منفيّه

 

وبلاد بلادي منفى                                                             ومتاهات أبديه

من أين أنا ؟.. مجهول                                                       جوال دون هويّه

وبلا وطن لكني                                                               موهوم بالوطنية

 

عبد الله البردوني

 

 

Video: Firas Sabagh

Bild: Rabea Alsayed

 

كُلُ شيء عليَّ و أنا على أمل

 

كُلُ شيء عليك و أنت على أمل، أنتظر إذاً فهناك متسعٌ لكَ

للحربِ والحبِ والمحاولة مُلكُ الفراغِ الأبدي أنت ، و هِبَةُ المللِ على الحياةِ والأخرة

إنتظر إذاً ستأتي ليلاً بعد حُبٍ ومُوتٍ وأكثر وسترحل باكراً بعد قُبلةٍ وموتٍ وأكثر، غيثٌ من سحابة عاقر

مد إذاً شفتيك العاشقتين مدهما لثديين جف فيهما الحنينُ والماء 

أشقاك الظمأُ..؟؟ إنتظر .. احتضر 

كصحراء هو الحبُ ...حُبك !! وهي السرابُ ...سرابُك

تأتي وترحل ، وأنت أنت لا تزل، تهزُ مناديل الشوق العتيق خلفها ، و توقظ ماتبقى من شبق العمر في روحك بقاياً لروحها

وهي تأتي وترحل مع الشفق الأحمر ، ومع الامنيات الطازجة.. وتعبر ضباب المدن الآمنة  وأنت أنت لا أكثر

لن تراها ستعبرُ حقول جسمك العاري سراً ، كنسمةِ صُبحٍ ستمرُ بك على عجل ، كرصاصةٍ طائشةٍ عابرةً عبرت  للغيبِ ممزقتاً صدر طفلٍ وأكثر مستقرتاً بجدارِ مدرسةٍ للذكرى و لا أكثر 

من هنا مر الموتُ !! مر بنا أنتِ وانا 

من هنا قُطف الوردُ!! قُطف بيننا أنت وأنا .. من بين أيدينا .. من أعناقنا .. من عُنقِ ربيعٍ لم يُكتمل

سيدتي:  

بين هنا وهناك عَلَّقتُ مشنقتي وودَّعتُ روحي بلا ندم 

لكنِّي لم أعلن عن موتي بعد ، يومها رأى الكُلُ هبوط طائرةٍ وصعودُ روحي وشظايا لحمي المترامي بين هنا وهناك، فوق المدن القديمة والمكدسة بالجثث والحياة والخراب الفسيح

سيدتي : يومها رأى الكُلُ دمي على صدر القمر .. ما الجديدُ ؟؟

لستُ الأول ولا الأخير  

الكُلُ رآني يومها وأنا لم أرى أحد بالقرب من جثتي 

لم يبكي أحد، لم يمشي خلف نعشي أحد، مضيت وحدي للمقبرة ، فأنا مازلت حياً .. مُلكُ الفراغ أنا وهبة الملل للحياةِ والآخرة .. كُلُ شيء عليَّ و أنا على أمل

شاهين شيخو

 

Shahin Shekho

 

Video: Mohammed Owaid

Video: Mohammed Owaid

 

Lass es die Leute wissen

 

Ja, ja, ja Bruder fahr los
Ja, ja, ja Bruder fahr los
Ja, ja, ja Bruder fahr los
Ja, ja, ja Bruder gib` nicht auf

Ich war arm, kein Geld, kein Haus, kein Essen
Bruder ja, ja, lass es die Leute wissen
Ich meinte zu meiner Mutter: „Lass uns von hier weggehen!“
Sie sagte: „Wohin?“
„Lass uns nach Almania gehen!“
Ja, wir fahren los, von Afghanistan bis Iran, von Iran bis Türkei, von Türkei bis Athen
Und so weiter…
Und ich bin jetzt drei Jahre in Deutschland

Bruder gib mal Gas, yalla fahr los
Du bist noch hinter mir, yalla fahr los
Und wo bin ich jetzt?
Auf der Bühne, ja
Guck mal wie sich mein Leben verändert hat, ja
Nein, ich geb nicht auf
Ich mach' weiter, ja

Ja, ja Bruder fahr los
Ja, ja Bruder fahr los

Ja, ja, ja Bruder, fahr los
Ja, ja, ja Bruder gib nicht auf
Ja, ja, ja Bruder fahr los
Ja, ja, ja Bruder gib nicht auf

Als ich nach Deutschland kam
War ich gerade acht Jahr
Wir flohen durch die Nacht
Es war ne harte Zeit, ja.
Und die Tage waren lang,
Es war ein Wettlauf gegen die Zeit
Und wir dachten, wir kommen niemals an
Du kannst das nicht glauben
Menschen starben sogar vor unseren Augen
Schlauchboot wackelt, wackelt, wackelt
Und wir hatten große Angst
Leute teilten sogar ihr Essen
Ja, lass es die Leute wissen!

Ja, lass es die Leute wissen!
Ja, lass es die Leute wissen!
Ja, lass es die Leute wissen!

 

RAP von: Ahmadullah Safi, Amir Hosain Karimi & Mohamed Mahmoud Khalil Elsayed

 

Video: Mohammed Owaid

Foto: Gerd Grossmann

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