Programm > ThaliaPlus > Behind the Street

Behind t
he Street

Behind the Street ist der Titel einer neuen Urban Art Ausstellung, die alle zwei Monate an einem neuen Ort unterschiedliche Themen und neue Projekte präsentiert, die von Exil Künstlerinnen und Künstlern für kulturelle
Vielfalt, Gleichheit und Gerechtigkeit in einer vielfältigen Gesellschaft konzipiert werden.

Behind the Street ist im Rahmen der Embassy of Hope kuratiert. Weitere Projekte der Embassy of Hope sind hier zu finden.

Idona A
samoah

Idona A<br />
samoah

Idona Asamoah ist mein Name, ich wurde in Brong Ahafo Ghana geboren. Im Jahr 2013 bin ich nach Deutschland gereist und habe dann Kommunikationsdesign und Art Directing studiert. Meinen Sinn für Kreativität drücke ich in der Kunst durch Fotografie aus.

 

Idona Asamoah: "Beim Durchlaufen meiner Haut (Tracing) war ich immer verwirrt, wenn es um Farben ging.

Wenn Isaac Newton die Farben entdeckt hat und vor Isaac Newton lebten Menschen, dann frage ich mich, wie diese Menschen Farben in verschiedenen Sprachen benennen und wie diese Menschen über Farben Bescheid wissen und wie sie Menschen mit Hilfe von Farben benennen oder identifizieren.

Ich bin nicht verloren und das bedeutet nicht, dass ich meine Identität nicht kenne, sondern ich verstehe nur, wie wir Farben in rassischen Situationen verwenden.

Ich sehe mehrere Farben, ich sehe Schattierungen, ich sehe lebendig, ich sehe menschlich. Wenn ich mich selbst schwarz nenne, ist das blind oder flach, und wenn ich weiß nenne, ist das auch flach oder blind. Also warum nennen mich die Leute Blackman und warum nenne ich einige Whiteman, weil ich blind bin, um Farben zu sehen oder so lernen wir über Farben.

Ich schaffe Bilder in natürlicher Schönheit und realistisch, so gehe ich an meine einzelnen Themen heran.

Mein Ansatz bewegt sich zwischen Fine Art, Portrait, Werbung und Mode.

 

Ich glaube, dass jedes Konzept oder jeder Charakter seine eigene  einzigartige Schönheit und seinen kühnen Stil hat.

 

Ich mag es, meine Kreativität nicht nur auf digitaler, sondern auch auf analoger Ebene zu erforschen."

 

Reg
ina Pretinha F
aulk

Reg<br />
ina Pretinha F<br />
aulk

Regina Pretinha Faulk wurde 1961 in San Francisco geboren und erhielt an der dortigen Kunstakademie mit 16 Jahren ein Stipendium. Dort erlernte sie diverse Techniken und arbeitete mit unterschiedlichen Medien. Einer ihrer wichtigsten Professoren war Rene Castro, ein bekannter Druckkünstler bei dem sie unter anderem, ihre eigene Bildsprache entwickelte. Sie arbeitete hauptsächlich mit Öl und Siebdruck. Danach ging sie für zwei Jahre nach Bahia, Brasilien, um in der interdiziplinär künstlerisch tätigen Pelourinho Künstler Gilde mitzuwirken. In ihrer Kunst stellte sie eine Verbindung zwischen Tanz und Malerei her. Ihre Arbeit bezog sich immer auf die Präsenz, Kraft, Schönheit, Grazie und Intelligenz der Völker Afrikanischer Kulturen und Länder, die Diaspora miteinschließend und verbindend. 1992 kam sie nach Hamburg, um als Mitglied des Künstlerkollektivs Kaifu Art Center tätig zu werden. Im Rahmen der künstlerischen Aktivitäten war sie Mitglied des Gängeviertel Kolletivs und hat eine Galerie und einen Infoshop unterhalten, bekannt als ZAHNGOLD. Um mehr Arbeiten von Regina Pretinha zu erleben und zu erwerben, besuchen Sie ihren Eimsbüttler Künstlersalon.Dort ist ihre erstaunliche künstlerische Vielfältigkeit zu bewundern.

 

Nähere Informationen findet man in den sozialen Medien (Facebook, Instagram) unter ihrem Namen.

 

Ihr Werk „Moorish Coat of Arms“ hängt nun am Thalia in der Gaußstraße.

Joe S
am- Essa
ndoh

Joe S<br />
am- Essa<br />
ndoh

Der Künstler Joe Sam-Essandoh (Visual Artist) schafft Masken, die Materialien aus Ghana mit Stoffen aus europäischem Zivilisationsmüll und der Verpackungsindustrie kombinieren. Abgenutzte und ausrangierte Gegenstände voller Gebrauchsspuren, werden zu eindrucksvollen Kunstobjekten arrangiert. Sam-Essandohs zum Leben erweckte Assemblagen  weisen auf Waren und Rohstoffe hin, die aus Afrika in westliche Länder exportiert werden. So erinnern sie an die "Kolonialwaren" und die bis heute andauernde Ausplünderung des rohstoffreichen Kontinents durch die Industrieländer. Mehr zum Thema finden Sie hier

 

Zum Kunstwerk am Thalia Gauss:

Der Name des Bildes ist „Ausbeutung“. Es ist die Kombination zweier verschiedener Kunstwerke – einem Digitaldruck einer afrikanischen Maske und einem Gemälde, umgeben von afrikanischer Symbolik. In diesem Bild lag der Schwerpunkt auf der Ausnutzung der Komposition,  damit das ganze Stück Arche funktioniert.

Mohammed B
en Cheihk
Badji

Mohammed B<br />
en Cheihk<br />
Badji

Mohammed Ben Cheihk Badji (Bildender Künstler) ist in Dakar, Senegal, geboren und aufgewachsen. Er definiert seine Malerei nicht nur als Mittel, Dinge plastisch darzustellen, sondern vielmehr stellt sich seine Malerei der Aufgabe, Standpunkte mit Farben und Formen auszudrücken. Seine Werke sollen Realitäten wiederholen, verschleierte Ansichten und verdeckte Wahrheiten aufzeigen. Während seiner künstlerischen Laufbahn hat Ben Cheihk unter anderem an zahlreichen Ausstellungen in Senegal und Deutschland teilgenommen.

 

https://www.bencheikh.eu/ 

https://www.abendblatt.de/hamburg-tipps/article207611925/Kreativ-Festival-Hamburg-zeigt-Kunst-im-Landhaus-Walter.html

 

Zum Kunstwerk am Thalia Gauss:

Der Name des Bildes ist „Reise". Die Bewegung von Menschen von Ort zu Ort um zu überleben. Was Sie brauchen, um an ihr Ziel zu gelangeh und was es bedeutet, zu überleben.

Fahe
d Halabi

Fahe<br />
d Halabi

Fahed Halabi wurde am 1. Januar 1970 in Majdal Shams in den Golanhöhen geboren. Diese sind ursprünglich ein Gebiet im Westen von Syrien. Seit dem Sechstagekrieg von 1967 werden die westlichen zwei Drittel dieser Landschaft von Israel besetzt. Seit 2012 lebt Fahed in Hamburg. Er studierte Fine Arts in der Beit Beirl School of Art (HaMidrasha) in Tel Aviv, Israel. Das Beit Berl College ist eine multidisziplinäre akademische Einrichtung, die sich auf Bildung, Gesellschaft, Kunst und Kultur konzentriert. In Beit Berl wird Bildung als wichtiges Mittel zur Förderung des gesellschaftlichen Wandels und der sozialen Gerechtigkeit angesehen, daher lernen israelische Juden und Araber Seite an Seite. Fahed hat an diversen Solo- und Kollektiv-Ausstellungen u. a. in Deutschland, Frankreich, USA und Spanien teilgenommen.

www.fahed-halabi.de

www.instagram.com/fahedhalabiart

 

Zum Kunstwerk am Thalia Gauss:

Der Name meines Kunstwerks ist „Ich werde nicht zurückkehren, bis ich meinen Garten auf Erden gepflanzt habe …“. Ich habe das Bild nach einem Werk des palästinensischen Dichters Ghassan Kanafani benannt. Angesichts des Schreckens dieser Verwüstung kann sie nur direkt zum Ausdruck gebracht werden. Vor dieser Tragödie und Dunkelheit gibt es keinen Platz für Mehrdeutigkeit und Unterstellung. Es ist unser Zustand seit Jahrzehnten und besonders im letzten Jahrzehnt ist unsere Situation schwieriger geworden. Ich frage mich, was Kanafani, der Autor des obigen Zitats, sagen würde, wenn er noch am Leben wäre und wüsste, wie sich unsere Bedingungen auf ihn ausgewirkt haben. Aber trotz dieser Trauer, die uns umgibt, bleibt die Hoffnung auf ein besseres Morgen. Unser Kompass und das Festhalten an der Fortsetzung des Weges ist unsere einzige Option. Vielleicht können wir ein Paradies auf die Erde pflanzen.

 

 

 

 

Förderer
Förderer