Programm > Jung&mehr > jung&mehr Mediathek
Graffiti. Breakdance. Parcours. Workshops mit Jugendlichen zu "GRM Brainfuck"
Online-Ausstellung vom Thalia Foto-Treff zum Thema "Systemrelevanz"

systemrelevant... dieses Thema haben wir uns gemeinsam zur Aufgabe gemacht und sind mit der Kamera auf Spurensuche gegangen. Was ist für uns systemrelevant? Wie lässt sich das fotografisch darstellen? An den vier Online-Terminen wurden die unterschiedlichen Bildstrecken gemeinsam ausgewählt und das Feedback der Gruppe war wesentlicher Bestandteil im Entstehungsprozess dieser abwechslungsreichen Serien.

 

Ein Workshop in Kooperation von Thalia jung&mehr und der Hamburger Volkshochschule.

Kursleitung: Peter Bruns

jung&mehr Med
iathe
k

Hier finden Sie die Videos, die im Rahmen von Thalia Treffpunkt und Thalia und Schule entstanden sind auf einen Blick

Wir sind anders, na und? - Aktionstag Mensch 2021
Theatermalerin und Thalia Treffpunkt-Kursleiterin Anne Cathrin Bruns

In diesem Interview gibt Cathrin Einblicke in ihre Arbeit im Malsaal und erläutert anschaulich Inhalte ihres Siebdruck-Kurses Leandra Schwartau führte das Gespräch mit ihr.

Digitales Proben: Unmöglich oder eine Chance für neue kreative Prozesse?

Seit Oktober probt das Studierenden-Ensemble "IN_BETWEEN" unter der Leitung von Alina Gregor Abstand. Hier gibt es einen kleinen filmischen Einblick in den aktuellen Probenprozess und wie es sich anfühlt ein Stück via Zoom zu entwickeln.

Danke an Alina Thiemann für den tollen Film.

Theatermaler und Thalia Treffpunkt-Kursleiter Henning Sominka

Henning ist schon seit 22 Jahren Theatermaler am Thalia Theater. Er leitet auch die Kooperations-Kurse (VHS und Treffpunkt) zur angewandten Kunst im Theater. In dem Interview gibt er Einblicke in seine Kurs-Erfahrungen.

Leandra Schwartau führte das Gespräch mit ihm.

Eisenhans: Die Eile der Anderen oder Es ist die Zeit der Flaneure

Eisenhans spielt draußen!

 

Überall zeigen sie sich, Menschen, die die Botschaft unserer Zeit verstanden haben. dabei wäre es oberflächlich und mechanistisch zu denken, es ginge hier um bloße Entschleunigung. Nein, das Flanieren ist Rebellion und reicht bis ans Fundament. Es ist Verweigerung und der Aufbruch in einen neuen Zeitgeist.

Übte das historische Flanieren in den Metropolen der Welt zu Beginn des 19. Jahrhunderts Kritik an aufkommender mechanisierter Mobilität, so drängt es sich uns jetzt als ein Ausfallschritt heraus aus der Hyperbeschleunigung der digitalen Rennstrecken auf. So kann die Zweckentfremdung der Konsum- und effizienzbesetzten Pflaster der Stadt als leiser und entwaffnend leichter Protest unmittelbar von jeder und jedem immer und überall praktiziert werden.

 

Flanierend bin ich einsam, individuiertes Selbst, und doch zugleich umgeben von einer großen Zahl, einer Masse von Menschen. Ich bin distanzierter Zuschauer der städtischen Szenerie und doch zugleich auch mittendrin Handelnder. Ich bin Zuschauer, für sich Seiender, und ebenso auch Akteur, für die anderen Seiender. Im Flanieren erlebe ich den Alltag mit seiner Schwere und Verwickeltheit und bin doch wie auf dem Theater.

(Heinz Paetzold, in: Kunstforum International, Bd. 218. Der urbane Blick).

 

Das ziellose Umherwandeln lässt in seiner federleichten Qualität nicht nur Raum, nein es eröffnet sinnliche Sphären! Wie fein kann die Wahrnehmung werden und wohin führt sie? Wie weit kann sich der Sinnenraum hier ausdehnen? Wohin leiten die gebauten Strukturen den Bewegungsstrom und wo gibt es Zäsuren, Zwischenräume, Einschnitte und Brüche im Material, die in parallel-atmosphärische Fluchten ziehen?

 

Wer könnte diese große Kunst des lässigen Daseins selbstverständlicher und ähnlich fantastisch auf die Bühne der Stadt bringen als

Eisenhans?

 

Eintausendmeter schillernd-kontemplativer street-trip an den Ufern des Stadtstroms fernab aller eingeübten Routinen, Tempi, Sichtweisen und Regeln.

 

Diesem Sog in eine von allen Schranken und Barrieren befreite Welt kann sich keiner, der noch lebendig ist, entziehen. Hier verwringen sich das Drama Chechovs mit dem Anarcho-Horror von "Shockheaded Peter" in einem Universum, in dem die Freaks schon lange die Gestaltung übernommen haben.

 

Das bleibt nicht kollisionsfrei, hier gehen Leer- und Zwischenräume auf, die sich mit allen Fragen und Irritationen anfüllen dürfen, es darf, will und soll sich mächtig gewundert werden. Denn dann, an der Schleusung von Haupt- und Nebenstrom mündet der inszenierte Spaziergang auf einem Plateau, wo alle Eindrücke und das soeben Erlebte interaktiv in den Ring geworfen, miteinander geteilt und so angereichert werden kann.

 

Und dann?

Bleiben hoffentlich noch viele Fragen offen!

 

"Die Welt braucht Freaks wie uns!"

Catharina Boutari

 

In dieser Spielzeit entwickeln die drei inklusiven Eisenhans-Theatergruppen, eine Kooperation von Thalia Treffpunkt des Thalia Theater und Leben mit Behinderung Hamburg gemeinsam eine Outdoor-Performance, die im Sommer 2021 beim Grenzgänger-Festival zu sehen sein wird.

Das gemeinsame aktuelle Eisenhans-Projekt beschäftigt sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Anderssein und Lebendigbleiben. Warum gibt es so viele Regeln und gelten die überhaupt auch für die, die in der Gesellschaft eigentlich gar nicht wirklich sichtbar sind? Wo sind Reibungsflächen und Kollisionspunkte zwischen dem persönlichen Wollen und dem regulierenden Außen und darf, nein muss hier nicht Widerstand geleistet werden?

Im theatralen Flanieren mitten in der Stadt wird infrage gestellt und es werden Fragen gestellt: An geschriebenes wie ungeschriebenes Regelwerk des Alltags, an die Trampelpfade im Denken und Wahrnehmen. Alles gut vermischen und im besten Fall bleiben am Ende viele neue Fragen unbeantwortet.

 

Nadja Rix ist freie Künstlerin aus Hamburg.

Ihr Hauptinteresse gilt der großen vielfältigen Bühne des städtischen Raums, dem Auffinden und Schaffen spezieller Atmosphären und der Suche nach Konzepten, Menschen mit ihrer Umgebung in Beziehung zu bringen.

Für das aktuelle Eisenhans-Projekt macht sie die künstlerische Projektkoordination.

Video von Jugend-Performance-Gruppe RESET zu Zoom und Theater
Video von Studierenden-Projekt "IN_BETWEEN" zu Zoom und Theater
ACT WITH US präsentiert "NOEMA"
Foto-Tagebuch zum "Theatercamp zu Maß für Maß"

Tag 1

Tag 1Tag 2Tag 3Tag 4 Tag 5Tag 6Tag 7Tag 8Tag 9

 

 Tag 1: "Maß für Maß" - es geht los.
 
Tag 2: Wir haben das Stück unter die Lupe genommen, es einmal komplett durchgelesen und in seine Einzelteile zerlegt.
 
Tag 3: Warum handeln Menschen, wie sie handeln? Welcher Motivation folgen sie? Gibt es ein Wahr oder ein Falsch? Was ist Freiheit und wieviel Freiheit ist möglich?
 
Tag 4: Was machen unterschiedliche Blickwinkel mit uns? Wie ist es als Schauspielerin, wie ist es als Zuschauende? Das haben wir heute ausprobiert. Aus Schauspiel- und theaterpädagogischen Übungen haben wir neue Erkenntnisse gewonnen. Manchmal fühlt man sich überlegen, manchmal unterlegen. Manchmal wirkt eine Szene bedrohlich, manchmal friedlich. All das kann durch eine einfache Umpositionierung im Raum stattfinden.
 
Tag 5: Nachdem wir uns die letzten Tage gemeinsam mit den Figuren auseinandergesetzt haben, ging es heute ins Detail. Jeder und jede hat sich eine Figur ausgesucht und versucht diese zu verkörpern. Wenn ich an meine Figur denken, welches Tier kommt mir in den Sinn? Bernadino, das Faultier – Isabella, ein anmutiger Tiger – und der Herzog als Adler, der über allem schwebt. Um die Spannung zu steigern haben wir etwas „Unerreichbares“ in die Übung gebaut: Einen Stuhl, der für das „ultimative Ziel“ jeder einzelnen Figur steht. Er ist unerreichbar, aber entfacht eine enorme Motivation und Willenskraft.
 
Tag 6: Der Tag begann mit einer „Synchronisationsübung“. Ziel ist es, die Universalität der Bühnensprache zu üben. Damit die Übung funktioniert, müssen die Spielenden sich bedingungslos aufeinander einlassen und die Energien auf der Bühne spüren. Vier Personen verkörpern zwei Figuren, die miteinander interagieren und improvisieren werden. Das Spannende: Der Körper der Figur wird von einer anderen Person gespielt, als die Stimme, doch trotzdem soll Gestik, Mimik und Gesprochenes zueinander passen.
 
Tag 7: Die letzte Woche gehörte den einzelnen Figuren. Wie lässt sich das Erarbeitete in unsere Szenenfolge integrieren? Wollen wir ein klassisches Stück oder eine Performance? Witzig oder ernst? Das Wochenende über haben wir uns Gedanken gemacht und die ein oder andere Idee ausprobiert.
 
Tag 8: Die Spannung steigt! Nur noch drei Tage bis zur Werkstatt-Aufführung: Aus Improvisations-Übungen entstehen die ersten Szenen. Die Teilnehmenden sprudeln vor Ideen und das Grundgerüst wird klarer.
 
Tag 9: Der letzte Probentag in der Volkshochschule, bevor es morgen ins Thalia Theater geht. Das Grundgerüst des Stückes steht. Heute haben wir ausgiebig an den einzelnen Szenen gearbeitet. Eine Menge szenisches Material entwickelt, im Wissen, die eine oder andere Idee wieder streichen zu müssen. Kill your favourite darlings – ein wohl bekanntes Prinzip in der Stückentwicklung. Das bedeutet: Eventuell fliegen in den kommenden Tagen Lieblings-Momente raus. Und vielleicht wird alles anders und gar nicht so, wie wir es uns heute gedacht haben.

 

Leitung Anatoly Zhivago; Hospitanz, Text, Fotos Maike Breidbach

Die Gesellschaft verändert sich und mit ihr jede und jeder einzelne von uns. Es passiert viel in unseren Köpfen und wir bleiben oft mit unseren Gedanken alleine. Wo sind Deine Gedanken? Was beschäftigt Dich heute? Wie gehst Du mit einer Bedrohung um, die Du nicht kennst, nicht sehen und verstehen kannst? Können wir quasi blind vertrauen?

Auf verschiedenen Ebenen reflektieren wir die in unserer alten und neuen Heimat erfahrenen Ängste, Bedenken und Gedanke von heute auf Begebenheiten, die wir von früher kennen. Gleichzeitig befragen wir unsere Verwandten und Freunde. Wie hätten sie eine große gesundheitliche oder wirtschaftliche Krise zu anderen Zeiten erlebt? Was hätten sie getan und was hätten sie anders gemacht? Wie gehen Menschen in Krisensituationen miteinander um und was macht das mit unserer Identität?

 

Ein Kooperationprojekt von Thalia Treffpunkt und Jugendmigrationsdienst des CJD Hamburg. Das Projekt wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

 

Es spielen Don Adams, Ayem Aopare, Margarita Brukhno, Ellen Bolz, Arnaud Dipoko, Marlon Fiagbe, Saad Fidaoui, Mira Houkes, MichelleJaiyeoba, Omid Jazdchi, Ramin Kamari, Derya Kaya, Anna Kilger, Lili-Charlotte Kur, Mohannad Mohammad, Jelena Pozdnakova, Arian Schnabel

Künstlerische Leitung Altamasch Noor, David Mullikas Projektleitung Mira Houkes

Video-Premiere Fr 11.12.2020

Jenkitos & Thalia Treffpunkt present „Never Ending Story“

Jeder kennt sie: die unendlichen, wiederkehrenden Geschichten des Lebens. Kinder und Jugendliche aus Jenfeld und Umgebung begeben sich auf eine künstlerische Erkundungsreise und erforschen ihre Never Ending Stories.

 

„Never Ending Story“ ist eine Fantasie-Tanz-Musik-Text-Performance in Hamburg-Jenfeld. Ein kleiner etwas „nerdiger“ Junge, der in seiner Klasse als Außenseiter behandelt wird, betritt ein Antiquariatvoller alter Bücher. Ein junger Mensch öffnet also die Tür zu einem Ort, den sonst eher ältere Menschen betreten. Selbst der Besitzer des Ladens ist überrascht. Soweit die Ausgangssituation in Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“, dessen Bühnenfassung im Herbst 2019 im Thalia Theater zu sehen ist. Bezugnehmend auf dieses Bild möchten wir uns gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus dem Hamburger Stadtteil Jenfeld auf die Suche nach Büchern und Orten machen, an denen es Bücher gibt und an denen Bücher entstehen. Wir forschen nach, ob und was heute gelesen wird, erzählen selbst Geschichten und werden zu Poeten. Ob Slam, ob Rap, ob Lyrik! Am 9. Juni 2020 feierten wir mit einer großen Fantasie-Tanz-Musik-Text-Performance im Stdatteil Jenfeld Premiere.

Künstlerische Leitung Catharina Boutari Projektleitung Nehle Mallasch

 

Never Ending Story ist ein Projekt von Thalia jung&mehr in Kooperation mit DeluxeKidz e.V. und Quadriga Hamburg e.V. in Hamburg–Jenfeld, ein Programm von Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung, gefördert

"OpenUp!" - Die internationale Jugendperformancegruppe von CJD-Jugendmigrationsdienst und Thalia Treffpunkt
"Unart" – Jugendwettbewerb für multimediale Performances: UNART HAMBURG FINALE

UNART HAMBURG FINALE 2020


Zur diesjährigen Auswahljury gehörten: Anna Teuwen (Dramaturgin Kampnagel), Catharina Boutari (Musikerin, Regisseurin), Matthias Günther (Dramaturg, Thalia Theater), Philipp van der Heijden (Tänzer, Choreograf + Performer Deichkind), Sigrid Scherer (BHF BANK Stiftung). Die Jugend-Juroren sind Lena Steinemann (ehem. UNART-Teilnehmerin) und Ali Wafaie (Thalia Treffpunkt-Performance-Gruppe Paradoxien).

 

Infos unter hamburg@unart.net
Der UNART-Wettbewerb ist eine Initiative zur Förderung kultureller Jugendbildung der BHF-Bank-Stiftung in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden, Schauspiel Frankfurt, Deutschen Theater Berlin und Thalia Theater Hamburg.

 

thalia.theater.de/unart

WIE WIR WURDEN, WAS WIR SIND - Thalia Treffpunkt in Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule

Wie wir wurde
n, was wir sind

Wie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sindWie wir wurde<br />
n, was wir sind
Bühnenbild-Modelle zu LILIOM

In diesem Thalia Treffpunkt Kurs, der in Kooperation mit der Hamburger Volkshochschule stattgefunden hat, entwickelten 10 Kursteilnehmer*innen eigene Bühnenkonzeptionen zu dem Stück von Ferenc Molnár, das in einer Inszenierung von Kornél Mundruczó im Thalia-Spielplan zu sehen ist. In einem Guckkasten-Modell im Maßstab 1:25 sind  die Modelle im Oberrangfoyer im März 2020 in einer Ausstellung präsentiert worden.

Die Leitung des Projektes hatte der Theatermaler Henning Sominka.

Eisenhans-WG... Plattencover

Eisenhans-WG ... WG-Abend Fotochallenge

"Heldinnen und Helden des Alltags" - Bildergalerie

 Klang-Collage No 1: "Das Labyrinth"

 

Klang-Collage No 2: "No freedom 'til"

Audio zu "Texturen der Freiheit"

 

Die Regisseurin Kerstin Steeb führt zu „Lessingtage 2021 digital – Stories from Europe“ in Schulen das Thalia jung&mehr-Recherche-Projekt „Texturen der Freiheit“ durch, das sich vom 25. Januar 2021 bis 8. Februar 2021 auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz beim Thalia Theater präsentiert. Hier ein O-Ton von ihr aus der Arbeit mit der Otto-Hahn-Schule/Jenfeld.


Wir besuchen zwischen Mitte November 2020 und Mitte Januar 2021 fünf verschiedene Klassen jeweils zweimal im Philosophie-, Deutsch-, Theater- oder Musikkurs. Über einen Impulsworkshop kommen wir in ein tiefergehendes Arbeiten zu folgenden Fragen: Was ist Freiheit? Was ist Freiheit für euch? Für was wünscht ihr euch Freiheit und für wen? Für was sollte man Freiheit eingrenzen? Wir kommen ins Gespräch, wir schreiben und wir werden die eigenen Wünsche und Statements ausrufen.

Der Austausch mündet a) in einer performativen Installation mit dem record-o-mat, eingebaut in eine Telefonzelle, der eure Statements mischt und zu einer Collage verarbeitet: zu "Texturen der Freiheit". Für diese performative Sound-Installation treffen wir uns beim Thalia Theater während der Lessingtage. Mit besonders interessierten Schulgruppen werden wir b) einen weiteren Schritt gehen und die selbstverfassten Gedanken mit eigener Stimme und mit Hilfe des record-o-mats in einem Videodreh festhalten (Mitte Januar).

 

25.1.21 bis 8.2.21 Gerhart-Hauptmann-Platz

 

Projektleitung Kerstin Steeb record-o-mat Nadja Rix, Joana Naomi Weltke Projektidee und Beratung Herbert Enge

"Abriss Zukunft" - Ein Schul-Take-Over

Tag 1 - #Selbstakzeptanz

Tag 1 - #SelbstakzeptanzTag 1 - #SelbstakzeptanzTag 1 - #SelbstakzeptanzTag 1 - #SelbstakzeptanzTag 2 - #BildungTag 2 - #BildungTag 2 - #BildungTag 3 - #FreiheitTag 3 - #FreiheitTag 4 - #IdentitätTag 4 - #IdentitätTag 4 - #IdentitätTag 5 - #Be FreeTag 5 - #Be FreeTag 5 - #Be Free

Das besondere Schulprojekt: Abriss Zukunft - ein Schul-Take-over

       

Von Montag 30.11. bis Freitag 4.12. fanden in der Geschwister-Scholl-STS in Lurup an fünf Tagen Aktionen vom „Geheimen Kommando Zukunft“ statt, als Ergebnis der intensiven künstlerischen Prozesse, in denen die Themen Selbstakzeptanz, Bildung, Freiheit, Identität und Rassismus im Vordergrund standen. Auf zwei großen Plakaten im vorderen und hinteren Eingangsbereich der Schule wurden die Forderungen der Akteurinnen und Akteure festgeschrieben. Installationen veränderten positiv den Schulraum, „Bekenntnisschreiben“ mit QR-Codes in allen Klassen führten die Schulöffentlichkeit zu täglich wechselnden „geheimen“ Filmaufnahmen, in denen Schülerinnen und Schüler in selbstgeschriebenen Reden ihre Gedanken und Forderungen formulierten, die ihre Zukunft betreffen.

 

Tag 1 Das Projekt startete mit dem Thema Selbstakzeptanz. Im Untergeschoß der Schule hingen 200 Ballons von der Decke. Sie waren gefüllt mit Komplimenten, die die Mitschülerinnen und Mitschüler abreißen und mitnehmen konnten. Der Film des Tages zeigte den Aufruf dreier Aktivistinnen zu mehr Selbstakzeptanz.

Tag 2 Thema: Bildung. An beiden Eingängen wurden „Helden - Galerien“ installiert. Sie machten die Vorbilder und der Aktivistinnen und Aktivisten sichtbar. Im „geheimen“ Video des Tages, wurden Forderungen nach alternativen Bildungsangeboten und -inhalten von Schule und Gesellschaft laut.

Tag 3 steht unter dem Motto Freiheit. Die Projektion eines Filmes, in dem Akteurinnen und Akteure am DJ-Pult zu sehen sind – in Momenten gefühlter Freiheit – erwarteten die erstaunten Mitschülerinnen und Mitschüler auf dem Schulhof. Gänge im Schulgebäude erstrahlten in buntem Licht. In ihrer Videobotschaft formulieren die „Aktivistinnen und Aktivisten“ ihre Freiheits-Gedanken. 

„Die heutige Aktion war in der Wahrnehmung und Resonanz der Wahnsinn. Wir denken, die Rechnung geht voll auf, dass etwas hängen bleibt und die Schülerinnen und Schüler eventuell sogar weiter denken und planen, wie sie zukünftig künstlerisch tätig sein wollen. Erste Ansätze zur Veränderung wurden heute bereits mehrfach an uns herangetragen, z. B. farbiges Licht in den Fluren im neuen Schulgebäude einzuplanen.“ O-Ton Severin Renke, beteiligter Videokünstler

 

Tag 4 Nach dem Vorbild des französischen Straßenkünstlers JR haben die Jugendlichen die Frontwand der Schule mit einem Großporträts der Augen einer beteiligten Schülerin beklebt. Diese Fotoinstallation wirft Fragen zur eigenen Identität auf. In ihrer Videobotschaft, formulieren sie zusätzlich ihre Gedanken zum Thema des Tages.

 

Tag 5 Am letzten Aktionstag hat das „Geheime Kommando Zukunft“ feierlich seine Fahne gehisst und die Schule ganz offiziell dem Schulleiter Herrn Voss zurückgegeben. Die selbst entworfen Fahne mit dem Logo „Be Free“ verbleibt als Erinnerung an diese Aktionstage auf dem Vordach der Schule. Damit betonen die beteiligten Schülerinnen und Schüler, dass die Schule ihre Forderungen und Gedanken der letzten Tage ernst nehmen und Veränderungen angehen sollte. Rassismus war das Thema der Videobotschaft dieses letzten Aktionstages.

 

Als Rückmeldung von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrkräften gab ES viel positive Resonanz und dass es Spaß gemacht habe. Also: übertroffene Erwartungen!

 

Nachklang: Dass dieses Projekt trotz der herausfordernden Corona-Zeit und unter strikter Einhaltung aller Hygiene-Regelungen der Schulbehörde umgesetzt werden konnte, liegt sicherlich am besonderen Format des „Take-Over“, das von dem Künstler-Team im Laufe des Prozesses und als Reaktion auf die Einschränkungen der performativen Arbeit entwickelt wurde.

 

Glücklicherweise hat das gesamte Team rund um Schulleiter Dirk Voss das Projekt unterstützt und befürwortet. Die Hausmeister waren stets ansprechbar und hielten die Schule auch in den späten Nachmittagsstunden geöffnet, in denen die jeweiligen Veränderungen im Schulraum für die Aktion(en) des folgenden Tages stattfanden.

 

Das Kooperationsprojekt zwischen dem Thalia Theater, dem Präventionsprogramm „Respekt Coaches an Schulen“ des CJD Hamburg und des Profilkurs Theater JG 12 der Geschwister-Scholl-STS in Lurup (Lehrerin Susanne Knierim) stand unter der künstlerischen Leitung von Musikerin und Regisseurin Catharina Boutari und dem Videokünstler Severin Renke.

 

Das Projektteam

Catharina Boutari ist Sängerin, Komponistin, Produzentin und Musikerin. Sie spielt seit ihrem 14. Lebensjahr in Bands und veröffentlicht seit 2000 Alben als Uh Baby Uh, Catharina Boutari und Puder. Sie ist Absolventin des Popkurses der Musikhochschule Hamburg und hat dort Musiktheaterregie studiert. Sie leitet ihr eigenes Label Pussy Empire Recordings und veröffentlicht seit 2016 mit ihrer Reihe den "Puder Session Tapes" sehr zeitgemäßen internationalen unkonventionellen Pop.  Am Thalia Theater ist sie 2013 als Sängerin in „Don Giovanni. Letzte Party“ (Regie Antú Romero Nunes) und 2016 als musikalische Leiterin in „Die Früchte des Zorns“ (Regie Luc Perceval) tätig. Bei Thalia jung& mehr ist sie langjährig als künstlerische Leiterin von Kooperationsprojekten in Zusammenarbeit mit Initiativen und Schulen der Stadt aktiv.

 

Severin Renke ist Kameramann, Videokünstler, Director of Photography u. a. am Thalia Theater, Schauspielhaus und Staatsoper freiberuflich tätig. Mit Thalia jung&mehr er hat bereits in unterschiedlichen Projekten zusammengearbeitet.

 

Evgenia Buldakovskaya arbeitet als Respektcoachin an der Stadtteilschule und ist beim Jugendmigrationsdienst (CJD) angestellt. Sie war die Impulsgeberin für das Projekt, gemeinsam mit Anne Katrin Klinge (Thaliajung&mehr) und hat den Prozess kontinuierlich begleitet und unterstützt. 

 

Angedacht war „Abriss Zukunft“ als ein multimediales Projekt, in dem die Jugendlichen durch Performance-Art, mit theaterpädagogische Methoden und dem Einsatz von Musik und Video eine Inszenierung erarbeiten, die in der Schule und im Stadtteil aufgeführt wird. Die Jugendlichen sollten gezielt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ihren Kompetenzen empowert werden. Sie bekamen hier die Möglichkeit sich seigenständig in kreative Prozesse zu begeben, diese künstlerisch umzusetzen und wurden so in ihrer Selbstwirksamkeit gefördert.  Durch die professionelle Anleitung bekamen sie wichtige Einblicke in die künstlerische Arbeit des Theaters.“

 

Das Präventionsprogramm Respekt Coaches an Schulen macht demokratische Werte für junge Menschen praktisch erfahrbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die Jugendmigrationsdienste (JMD) setzen das Programm vor Ort mit ausgewählten Schulen und weiteren politischen Bildungsträgern um. Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler. Das Bundesprogramm will den Bereich Prävention fördern, zur Vernetzung von Schulen und politischen Bildungsträgern beitragen und die Medienkompetenz der Jugendlichen stärken. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Orpheus: Ein Abschied

OrpheusOrpheusOrpheusEurydikeEurydikeDionysusApollonApollonHermesHermesPersephoneFurieFurieFurieFurieFurie

"Orpheus: Ein Abschied" ist ein Foto-Projekt vom Profilkurs Theater/Musik S4 des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums.

 “Dein Licht, Orpheus, bannte die Nacht, doch du erlagst dir selbst, dich zwang das Dunkel in dir. Orpheus, nur der hat alle Macht, den krönt der Sieg, der sich selbst bezwungen!”

Ein Jahr haben die Schüler*innen des Oberstufenprofils „Ästhetisches Begreifen“ zum Mythos Orpheus theatral, musikalisch und künstlerisch gearbeitet. Auf ihrer forschenden Reise in die Unterwelt haben sie einfühlsam, fragend oder zeitweise irritiert Betrachtungen über Glück, Leben, Liebe, Sehnsucht und den Tod gewagt. Die Präsentation musste leider wegen Corona ausfallen. Daher verabschieden sich die Schüler*innen hier mit inszenierten Fotos von und mit Ihren Rollen.

 

Spielerinnen und Spieler Lore Dauck, Pepa Juppenlatz, Kora Knück, Emily Koppka, Luis Kullik, Lilly Logemann, Laura Mentes, Marlene Moll, Antonia Padge, Philipp Pfretzschner, Muriel Schede, Ariane Sievert, Mejdi Zaghdoudi

 

Leitung Andrea Meschede, Silke Kutschke

Lessingtage 2020: Move For Future - Slideshow

 Im Rahmen der Lessintage 2020 fand unsere Performance-Demonstration durch die Hamburger City statt. Verschiedene Schulen Hamburgs und aus der Metropolregion Hamburgs haben eine Choreografie unter der Leitung von Rica Blunck einstudiert und sind am 17.01.2020 von unserem Lessingdenkmal vor dem Thalia Theater durch die Hamburger Innenstadt bis zum Lessingdenkmal am Gänsemarkt gezogen. Klimawandel, Flucht - dies sind zwei Themen des Perfomance-Umzugs.

 

Zur SLIDESHOW gehts HIER

 

Ein kleiner Rückblick: Eindrücke vom Experimentarium Wattenmeer im Rahmen der Lessingtage 2020

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer präsentierten bei dem Projekt so viel Wissenswertes rund ums Wattenmeer und um Zugvögel. Schulgruppen tauchten hier ein in die faszinierende Welt des Biosphärenreservates. In unsere Bildergalerie könnt ihr ein paar Eindrücke in die fazsinierende Welt des Wattenmeers erlangen.

Footprints For Future - Eindrücke der Schulkunst-Aktion bei den Lessingtagen 2020

Folgen Sie auch dem Kanal des Thalia Theaters auf

Yout

ube