Neue Workshops

 

Ausgehend von Stücken und Inszenierungen unseres Spielplans 2020&2021 kommen Schülerinnen und Schüler zu aktuellen Themen und grundsätzlichen Fragestellungen ins Spiel.

 

Termine, Dauer und Kosten nach Absprache: thaliaundschule@thalia-theater.de oder 040.32814-139

 WS 1: PARADIES

 

Etwas tun fürs Klima! Sich einen Plan machen und das  „durchziehen“, egal was die Familienmitglieder oder der Freundeskreis sagen – Jemand muss schließlich endlich anfangen, das eigene Verhalten am Klimaschutz auszurichten. Und wie kann ich andere motivieren mitzumachen? Von Thomas Köck verfasste Szenarien aus der Inszenierung von C. Rüping werden aufgegriffen und in eigenes Spiel übersetzt, Handlungsstrategien für den Klimaschutz werden entworfen.

WS 2: Ode an die Freiheit

 

Die beteiligten Figuren und ihre Handlungsmotive der Inszenierung Ode an die Freiheit nach Friedrich Schiller werden vorgestellt, beleuchtet und hinterfragt. Anhand ausgewählter Texte stellen sich Fragen nach persönlicher Freiheit, die sich mit dem eigenen Körper im Raum darstellen lassen.

WS 3: Maß für Maß

 

Anything goes – alles erlaubt? Maß für Maß zählt zu den abgründigsten Komödien William Shakespeares: Ein Experiment über Anspruch und Wirklichkeit, über Doppelmoral und Verführbarkeit durch Macht. Grundlage für diesen Workshop ist die Thalia-Inszenierung von Stefan Pucher in der Neubearbeitung des Dramatikers Thomas Melle. Themen der Inszenierung werden aufgegriffen, die handelnden Figuren vorgestellt und Situationen in die eigene Realität übertragen.

WS 4: Shockheaded Peter

 

Das seit 1845 gedruckte Bilderbuch Struwwelpeter enthält Geschichten, in denen Kinder nach unvorsichtigem, widerständigem Verhalten drastische Folgen erleiden. Obwohl die „schwarzen Erziehungsmethoden“ heute unvorstellbar sind, gibt es sie natürlich noch immer, die Zappelphilippe, die Hans-Guck-in-die-Luft, die Paulinchen mit den Streichhölzern … Von welchen Verboten sind wir umgeben? Was würden wir wem auch gerne verbieten? Mit welchen Tricks können Verbote umgangen werden? Auf der Grundlage der Figuren aus dem Struwwelpeter werden eigene widerständige Figuren entworfen und inszeniert.

WS 5: Herkunft – Meine Großmutter, mein Großvater und ich!

 

Die Schülerinnen und Schüler blicken in die eigene Familiengeschichte. Gesammelt werden besondere oder alltägliche Geschichten mit oder von den Großeltern. Wie haben sie wo und wann gelebt? Diese Geschichten werden erzählt, gespielt oder getanzt. Mit Texten und Motiven aus dem Buch Herkunft von Saša Stanišic´ und der Inszenierung von Sebastian Nübling.

WS 6: State of Affairs

 

Fragen rund um aktuelle Krisen und ihre Auswirkungen auf das eigene alltägliche Leben werden beleuchtet. Welche Effekte für die Zukunft könnten sie nach sich ziehen? Welche persönlichen Auswirkungen haben sie auf den Alltag und die eigenen Beziehungen? Die Inszenierung State of Affairs von Yael Ronen ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Situation, in der wir uns auch als Gesellschaft befinden, und fragt vor allem danach, wie es um den „(Ab)Stand der Beziehungen“ bestellt ist. Zwischenmenschlich und politisch. In Texten und Spielszenen werden politische und persönliche Szenarien der Gegenwart entworfen.

WS 7: Hallo Papa!

 

Mein Vater und ich – von der Liebeserklärung bis zur Vorwurfsrede. Gesammelt werden typische Vatersätze, Vatervorbilder und Situationen, in denen sich diese besondere Beziehung zeigt. Arthur Millers Blick von der Brücke in der Regie von Hassan Savaş Mican liefert Ideen und Textfragmente für diesen Workshop.

WS 8: Mittagsstunde

 

Dörte Hansen erzählt in ihrem Roman Mittagsstunde vom fiktiven Dorf Brinkebüll, das den Strukturwandel in der modernen Landwirtschaft in den 1960er Jahren erlebt. Was ist bei der Flurbereinigung eigentlich mit den Landschaften passiert? Welche Folgen zieht das bis heute nach sich für Natur, Tier und Mensch? Und warum ziehen die jungen Leute in die Städte? Ein Workshop mit Texten und Situationen rund um die Figuren der Inszenierung von Anna-Sophie Mahler. Eigene Erfahrungen zum Thema Leben auf dem Dorf fließen ein.

Workshops zum Repertoire

 

Wir bieten weitere Workshops für Schulgruppen an, die sich ausgehend von Stücken und Themen unseres Spielplans mit grundsätzlichen Fragestellungen oder einem ganz konkreten Stück beschäftigen.

 

Termine, Dauer und Kosten nach Absprache: thaliaundschule@thalia-theater.de oder 040.32814-139

WS 9: (R)Evolution

 

In künstlerisch dicht gestalteten (Video-)Welten und eindringlichen Bildern wirft die Inszenierung von Yael Ronen Grundfragen zum zukünftigen Zusammenleben der Menschen in einer volldigitalisierten Welt auf. So wird ein komplexes Thema leicht zugänglich. Inspiriert wurde (R)Evolution vom Sachbuch 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert des israelischen Autors Yuval Noah Harari. Angelehnt an die Inszenierung entstehen in diesem Workshop Zukunftsszenarien zu den Themen Künstliche Intelligenz und Big Data, dabei spielt auch das eigene Smartphone mit. Die Handlungsstränge und Figuren der Inszenierung werden vorgestellt und es wird gezeigt, wie man mit Sachtexten ins Spiel kommen kann.

Zusätzlich gibt es eine umfangreiche Materialmappe zur Inszenierung mit vielen Anregungen für den Unterricht und praktischen Übungsvorschlägen. Kostenfreier Download.

WS 10: Tschick

 

Maik und Tschick, beide 14, fahren in einem „geliehenen“ Lada los, um die ostdeutsche Provinz zu erkunden. Auf ihrem Weg treffen sie mehr nette Menschen als sie es sich jemals hätten träumen lassen. Und sie treffen Isa. Zentrale Situationen und Texte der Inszenierung von Christopher Rüping werden aufgegriffen und mit eigenen Ideen umgesetzt. Und wie spielt man eigentlich einen Roadtrip ohne Auto auf der Bühne?

WS 11: Wie geht Gemeinschaft?

 

Ausgehend von Motiven aus dem Text Auerhaus von Bov Bjerg, in dem befreundete Jugendliche zusammenziehen, wird die Frage nach eigenen Regeln für das Zusammenleben thematisiert. Sind Regeln und das Gefühl von Freiheit und Sich-einfach-gut-fühlen ein Widerspruch? Szenen vom gelungenen Zusammenleben und möglichen Scheitern entstehen.

Zusätzlich gibt es eine umfangreiche Materialmappe zur Inszenierung mit vielen Anregungen für den Unterricht und praktischen Übungsvorschlägen. Kostenfreier Download.

WS 12: Der Chor der Liebenden

 

Muss man sich seiner Wurzeln bewusst sein, um sich frei entscheiden zu können, wer man sein will? Gibt es Regeln, die aus meiner Kultur kommen, die mich hindern, Ich zu sein? In Vögel von Wajdi Mouawad geht es um ein junges Liebespaar aus zwei sehr unterschiedlichen Kulturen. Was spricht gegen diese Liebe? Was sagen die Eltern dazu? Und was entgegne ich ihnen? Ein Chor der Liebenden gegen alle Argumente der Alten entsteht.

WS 13: Gangsterrap, dicke Hose und Bad Girls

 

Das Böse, das Dunkle übt eine Anziehung aus. Warum ist das (mediale) Bild des Bösen mittlerweile fast attraktiver als das des Guten? Grundsituationen der Inszenierung Der Boxer von Szczepan Twardoch werden aufgegriffen und in Bewegungen umgesetzt. Eigene Geschichten der Straße werden erzählt, die Sprache als Rap oder rhythmisch gesprochenes Gedicht musikalisch umgesetzt.

Workshops-on-Demand

 

Zusätzlich bieten wir Workshops zu unterschiedlichsten Darstellungstechniken an: Bewegungstheater, Bühnenpräsenz, Chor und Choreographie, Performance, Arbeit an der Rolle, Sprechtraining etc., andere Schwerpunktsetzungen sind auf Wunsch möglich. Die Workshops werden geleitet von erfahrenen Kunst- und Theaterschaffenden.

 

Die Dauer der Workshops ist flexibel von 3 bis 16 Zeitstunden.
Die Kosten ergeben sich aus Dauer und Anzahl der Teilnehmenden.