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Unsere Stücke für ein junges Publikum.

Beachten Sie auch unsere Klassenzimmerstücke (Thalia mobil), die Sie für Vorstellungen in Schulen buchen können!

Premieren

 

Uraufführung
Ein Mensch brennt
von Nicol Ljubic
Regie Swen Lasse Awe Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße (Garage) am 8. September 2019
Mitten im Deutschen Herbst gerät das Leben des zehnjährigen, fußballbegeisterten Hanno Kelsterberg aus dem Lot: Hartmut Gründler zieht als Untermieter bei Familie Kelsterberg ein. Er ist Idealist, kompromissloser Atomkraftgegner, engagierter Politkämpfer. Noch ahnt niemand, dass er sich am 16. November 1977 in der Hamburger Innenstadt als Zeichen gegen die Atompolitik der Bundesrepublik selbst verbrennen wird. Hannos Mutter ist fasziniert von Gründler und beginnt ihn zu unterstützen. Hanno erlebt, wie die Ehe seiner Eltern unter dem ideologischen Fremdgehen leidet und schließlich zerbricht. Heute, als Erwachsener, will Hanno verstehen, was in diesen Jahren vor sich ging. Ausgehend von der wahren Geschichte Hartmut Gründlers zeichnet Autor Nicol Ljubic´?ein provokantes wie auch feinfühliges Porträt einer bürgerlichen Familie
in den siebziger Jahren.
 
Uraufführung
Der Boxer
von Szczepan Twardoch
Regie Ewelina Marciniak Ab Klasse 12
Premiere Gaußstraße am 14. September 2019
Im Warschau der 30er Jahre kämpft der jüdische Boxer Jakub Shapiro mit der Kraft und Geschicklichkeit seines Körpers darum, dem Elend seiner Herkunft zu entkommen. Er arbeitet für den Paten Jan Kaplica, der über Warschau herrscht wie Al Capone über Chicago. Der Großganove kontrolliert die Bordelle, treibt Schutzgeld ein und genießt das Leben in dicken Autos und dunklen Bars. Shapiro begleitet Kaplica und erledigt für dessen Imperium die Drecksarbeit. Bald werden die
mafiösen Geschäfte und das süße Leben überschattet vom Kampf gegen die polnischen Nationalisten, die in der Stadt die Macht übernehmen wollen. „Der Boxer“ zeichnet ein eindringliches Bild der Stadt Warschau – kurz bevor die deutsche Wehrmacht einmarschiert. Die junge, mehrfach ausgezeichnete polnische Regisseurin Ewelina Marciniak bringt den Roman von Szczepan Twardoch, Star der polnischen Gegenwartsliteratur, auf die Bühne. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht
der drei Frauen, die Shapiros Leben teilen.

 

Liliom
von Ferenc Molnár
Regie Kornél Mundruczó Ab Klasse 11
Premiere Thalia Theater am 21. September 2019
Liliom ist bekannt als Ausrufer auf dem Rummelplatz und Liebhaber der Karussellbesitzerin Muskat, bis er gemeinsam mit dem Dienstmädchen Julie alles hinschmeißt und durchbrennt. Bald ist Julie schwanger. Ohne Arbeit, Geld und Wohnung steht das Paar vor dem Abgrund. Der Regisseur Kornél Mundruczó seziert die Geschichte des arbeitslosen Karussellausrufers, der in seinem Frust beginnt, seine schwangere Geliebte zu schlagen, der trinkt, spielt und auch bei
einem Raubüberfall katastrophal versagt. Wie geht man mit einem brutalen Draufgänger wie Liliom in Zeiten von #metoo und NoMeansNo um? Anders als bei Molnár begegnet Liliom bei Mundruczó im Jenseits dem Chor der Nonkonformisten vor dem er sich verantworten muss: Weshalb konnte er die Spirale der Gewalt nicht durchbrechen? Wieso fehlt ihm bis zuletzt das Bewusstsein für die eigene Schuld? Kornél Mundruczó gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Theater- und Filmregisseuren Ungarns.

 

Uraufführung
Neverland
Ein internationales Projekt von Antú Romero Nunes
nach J. M. Barries „Peter Pan“ Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater am 12. Oktober 2019
In der Hafenstadt Neverland stranden Teens und Twens aus aller Welt. Es ist eine Metropole, in der Touristen feiern, Waren verladen werden und in der jugendliche Ausreißer unbemerkt eine eigene Gemeinschaft gründen. Ihr Anführer: Peter Pan.
In dieser Überschreibung der Geschichte des Jungen, der nicht erwachsen werden will, wird von einer Welt erzählt, in der junge Menschen sich auf den Weg machen, um jenseits von Tradition und Familienbanden eine neue Existenz zu suchen: sie finden Ersatzfamilien unter Gleichgesinnten, sprechen unterschiedliche Sprachen und können sich dennoch verständigen. Siesind verwöhnt und verwahrlost, sind ihre eigenen Unternehmer, haben zerfaserte Biografien und suchen sich neue, nicht traditionelle Werte und Ideale. Gemeinsam mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus sechs verschiedenen Ländern erzählt Hausregisseur Antú Romero Nunes anhand von Motiven aus J. M. Barries „Peter Pan“ eine heutige Geschichte des länderübergreifenden Zusammenlebens und Arbeitens und komponiert aus ihrem Sprachengemisch eine Weltmusik.

  

Uraufführung
Sechs Koffer
von Maxim Biller
Regie Elsa-Sophie Jach Ab Klasse 10
Premiere Thalia Gaußstraße am 19. Oktober 2019
Die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West. Der Erzähler Maxim öffnet Kapitel für Kapitel ein familiäres Schuldgepäck, verteilt auf sechs Koffer. Es gibt einiges aus unterschiedlichen Perspektiven zu besichtigen und es bleibt die Frage, wem kann man vertrauen in Zeiten großer Zerrissenheit? Maxim Biller war zehn, als
er mit seiner Familie Prag verließ: „Wir sind 1970 nach Hamburg gekommen und lebten im Kreise von jüdischen und osteuropäischen Emigranten.“

 

Vögel
von Wajdi Mouawad
Regie Hakan Savas‚? Mican Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße am 7. Dezember 2019
In New York verlieben sich der deutsche Biogenetiker Eitan und die amerikanische Arabistik-Studentin Wahida ineinander. Ihre unterschiedliche Herkunft spielt für beide keine Rolle. Doch Eitans jüdische Eltern empfinden die Liebe ihres Sohnes zu einer Palästinenserin als Verrat an der eigenen Geschichte. Eitan reist in Begleitung von Wahida zu seiner Großmutter nach
Israel. Dort katapultiert ein Attentat die beiden mitten hinein in die brutale Realität des israelisch-palästinensischen Konfliktes. Als Eitan schwer verletzt im Krankenhaus liegt, zwingt Wahida seine Familie, ein lange gehütetes Geheimnis aufzudecken. Doch auch für Wahida wird ihre eigene Herkunft plötzlich zur Herausforderung, die sie nicht einfach ignorieren kann. Autor Wajdi Mouawad zeigt eine moderne Familie zwischen Berlin, New York und Israel und ein junges Liebespaar auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit.

 

Uraufführung
Hereroland
Eine deutsch-namibische Geschichte Ab Klasse 10
Regie David Ndjavera und Gernot Grünewald
Premiere Thalia Gaußstraße im Januar 2020
Als Hafen- und Handelsstadt war Hamburg ein zentraler Dreh- und Angelpunkt der deutschen Kolonialgeschichte zwischen 1884 und 1918. Hier gingen die 15.000 Soldaten der „Schutztruppe“ an Bord, die unter dem Kommando von Lothar von Trotha in „Deutsch-Südwest“ den Kampf gegen den antikolonialen Widerstand der Herero aufnahm. Enteignungen, Unterdrückung und Ausbeutung der Einheimischen durch die Weißen hatten zum Widerstand der Herero geführt. Doch die deutschen Truppen wüteten gnadenlos: 80% des Herero-Volkes wurden getötet. Deutschlands Schuld an diesem Genozid ist unumstritten, eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung steht bis heute aus. David Ndjavera, ausgezeichnet als bester Regisseur Namibias und selbst Herero-Nachfahre, inszeniert gemeinsam mit Gernot Grünewald, der bekannt ist
für seine dokumentarische Theaterarbeit an politischen Themen. Eine internationale Koproduktion mit einem namibisch-deutschem Ensemble.

 

Hamlet
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater im Januar 2020
Als Hamlet nach Hause kommt, ist alles anders: sein Vater tot, die Mutter neu verheiratet mit dem Bruder ihres verstorbenen Mannes. Dieser führt nun die Staatsgeschäfte. Nachts erscheint Hamlet der Geist des toten Vaters und fordert Hamlet zur Rache auf. Die Welt ist aus den Fugen. Aber was tun? Hamlet jedenfalls kommt dem Willen zur Tat eine diffuse Handlungsunfähigkeit dazwischen: mal steht ihm das Gefühl, mal das Gewissen, mal das Denken im Weg. Der Wahnsinn, den er bei klarem Verstand als Maskierung wählt, frisst sich zunehmend in die Realität, bis weder den anderen noch sich selbst mehr zu trauen ist. Nicht einmal der geliebten Ophelia. Freunde werden zu Spitzeln, Verwandte zu Mördern, das Gebotene wirkt falsch und das Falsche geboten.

 

Uraufführung
(R)Evolution
von Yael Ronen
Inspiriert von „Eine kurze Geschichte der Menschheit“
von Yuval Noah Harari
Regie Yael Ronen Ab Klasse 11
Premiere Thalia Theater im Februar 2020
Vor 70.000 Jahren war der Homo Sapiens ein unbedeutendes Tier. Heute steht er kurz davor, Gott zu werden, so Yuval Noah Harari. In einem Panorama über die Menschheitsgeschichte entwirft der israelische Bestseller- Autor Thesen über die großen Revolutionen der Menschheit, die uns zu dem machen, was wir heute sind. Die israelische Theaterregisseurin Yael Ronennimmt die Gedanken Hararis zum Ausgangspunkt, um zu fragen, unter welchen Bedingungen die Geschichte der Menschheit vielleicht ganz anders verlaufen wäre. Gibt es Utopien des Zusammenlebens, die wir für immer verpasst haben? Yael Ronen ist bekannt für ihre originellen und humorvoll-provokanten Auseinandersetzungen mit historischen oder kulturellenKonflikten und Identitätskonzepten. In ihren Stückentwicklungen spiegelt sie oft brisante weltpolitische Fragen in den persönlichen Erfahrungen ihrer Schauspielerinnen und Schauspieler.

 

Ode an die Freiheit
Ein revolutionäres Trauerspiel nach Friedrich Schiller
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 11
Premiere Thalia Theater im März 2020
Ein Mann kommt an einem Winterabend in einem verschneiten Dorf an. Unter dem Namen Doktor Ritter quartiert er sich in einem Bauernhaus ein. Die Leute im Dorf merken, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt. Wenn ein Gewitter aufzieht, verlässt er das Haus. Er fragt die Leute aus. Ihn interessiert der Gutshofbesitzer mit den ungleichen Söhnen. Er lauscht dem strengen Dorflehrer und seiner schönen Tochter beim Klavierspiel. Er beobachtet den Jäger, der seinem Kind einen Apfel vom Kopf schießt. Beim Gottesdienst hockt er neben der merkwürdigen Alten, von der es heißt, sie halte ihre Schwester im Keller versteckt. Bis tief in die Nacht brennt Licht in seinem Haus. Er setzt Jamben. Er erfindet etwas, das später als Erfahrung gelten kann: „Die Freiheit brütet Kolosse und Extremitäten aus.“ Friedrich Schiller nannte sich Doktor Ritter, als er auf der Flucht – ihm wurde vom württembergischen Herzog die Schriftstellerei verboten – in dem thüringischen Dorf Bauerbach Asyl fand. Hausregisseur Antú Romero Nunes wird mit dem Ensemble Friedrich Schillers Textlandschaft durchwandern.

 

Deutschsprachige Erstaufführung
Network
nach dem Film von Paddy Chayevsky
Regie Jan Bosse Ab Klasse 11
Premiere Thalia Theater im April 2020
Howard Beale, Nachrichtenmoderator der ersten Stunde, steht wegen schlechter Einschaltquoten auf der Abschussliste. Als er live auf Sendung ankündigt, sich vor laufender Kamera „das Gehirn rauszupusten“, wird er über Nacht zum Quotenstar. Statt sich umzubringen, nutzt er seine Popularität, um die Wahrheit zu verkünden: „Ich bin scheiß-wütend und hab die Schnauze voll.“ Programmdirektorin Diane Christensen wittert ihre Chance, denn Howards Wahrheit ist die Wahrheit der Massen. Sie entwickelt ein neues Format: Zorniger Prophet wettert gegen die Verlogenheit der Welt. Da treten die Chefs des internationalen Networks auf den Plan. „Network“ ist ein packender Thriller darüber, wie „Wahrheit“ manipuliert und
neu geschaffen werden kann

 

Opening Night
von John Cassavetes
Regie Charlotte Sprenger Ab Klasse 10
Premiere Gaußstraße im Mai 2020
Die Nerven liegen blank. Eine Theatertruppe probiert ein neues Stück. Die Schauspielerin Myrtle Gordon ist unzufrieden und sabotiert die Proben. Der Regisseur ist ratlos, ihr Schauspielerkollege sauer. Der Produzent hat Angst, dass die Produktion platzt. Wie soll es weitergehen? Die angespannte Situation gerät außer Kontrolle, als ein junges Mädchen, ein Fan von ihr, vor Myrtles Augen bei einem Autounfall ums Leben kommt. Myrtle möchte das Stück komplett auf den Kopf stellen, um herauszufinden, ob auf der Bühne noch echte Menschen sind oder nur vorgefertigte Figuren. Die Premiere ist angesetzt. Es ist die Nacht der Entscheidung, die „Opening Night“. John Cassavetes (1929 – 1989) gilt als wichtigster Vertreter des amerikanischen Independent-Films. Charlotte Sprenger wird „Opening Night“ als Theaterstück inszenieren. In
der letzten Spielzeit inszenierte sie „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić im Thalia Gaußstraße.

 

Wiederaufnahmen Thalia Theater

 
 Der Sturm
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel Ab Klasse 11
Erzählt wird die Geschichte von Prospero, der einst mächtig war und nun entthront mit seiner Tochter Miranda auf einer Insel lebt. Dort macht er sich den Inselbewohner Caliban untertan und beherrscht den Luftgeist Ariel. Prospero beherrscht aber nicht nur die Geister, sondern wird auch zum Dirigenten seiner „Band of Spirits“. So wird der Sturm, den er entfacht,
zu Musik, die den Puls der Gegenwart im Shakespeareschen Kosmos fühlbar macht. Prospero weiß, dass er sterben muss. Er sieht die Zeit gekommen, seiner Tochter Miranda die bewohnte Welt zu zeigen, sie in ihre und unsere taumelnde Gegenwart zu entlassen
 
 
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht Musik von Kurt Weill
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 10
London, Soho 1928. Jonathan Peachum, Boss einer Bettlermafia, treibt seinen erfolgreichen Handel mit der Ausstattung der Ärmsten. Gangsterboss Mackie Messer hat sich dem dunklen Crime-Business von Raub und Mord verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. Er hat einen guten Draht zum obersten Polizeichef Londons, seinem Jugendfreund „Tiger Brown“. Doch als er Peachums Tochter Polly heiratet, müssen die Territorien neu verteilt werden. Nunes erzählt mit Mitteln des von Brecht geforderten epischen Theaters das Stück ganz neu.
 

Die Tragödie von Romeo und Julia
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel Ab Klasse 9
Ein Stück über zwei Liebende, die aus verfeindeten Familien stammen und durch schlimme Verhältnisse, böse Zufälle und fantastische Rettungsaktionen schon kurz nach der Hochzeitsnacht in den Selbstmord getrieben werden. Jette Steckel nähert sich der „größten Liebesgeschichte aller Zeiten“ von drei Seiten: theatral, mit der Musik von Anja Plaschg („Soap &Skin“) und Anton Spielmann („1000 Robota“) und physisch mit einer „Massenbewegung“ von 20 weiblichen und 20 männlichen Hamburger Jugendlichen.
 
 
Jeder stirbt für sich allein
Nach dem Roman von Hans Fallada
Regie Luk Perceval Ab Klasse 10
„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“ Mit diesem Satz auf einer Postkarte beginnt der ungewöhnliche Widerstand eines einfachen Arbeiterpaares zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Berlin. Fallada erzählt die Geschichte von Anna und Otto Quangel, die nach dem Kriegstod des Sohnes mit einfachsten Mitteln den Kampf gegen die Maschinerie des Nazistaates aufnehmen. Bühnenbildnerin Annette Kurz hat ein gigantisches Architekturmodell aus 4000 Gebrauchs- und Haushaltsgegenständen jener Zeit gebaut.
 

Hexenjagd
von Arthur Miller
Regie Stefan Pucher Ab Klasse 11
In Salem verstehen die Leute keinen Spaß. Als Pastor Parris heimlich junge Mädchen beim kultischen Tanzen im Wald beobachtet und einige von ihnen tags darauf in eine merkwürdige Trance verfallen, ist die Sache klar: Hier geht es mit dem Teufel zu. Die Gruppe junger Mädchen, angeführt von Abigail Williams verbreiten Hysterie mit ihrer Behauptung, Hexen erkennen zu können. Das ist die Stunde der Fanatiker. Das Klima in Salem verändert, es kommt zu Verfolgungen, zur Hexenjagd.
 
 
Maria
von Simon Stephens
Regie Sebastian Nübling ab Klasse 11
Maria, genannt Ria, ist erst 18 und bekommt das erste Kind. Der Vater des Kindes ist eine Leerstelle. Ihre eigene Mutter ebenfalls, sie wurde von einem LKW überfahren. Seither ist auch ihr Bruder verschwunden. Den Puls der Stadt, in der sie lebt, erläuft Ria rastlos, auf der Suche nach einem Menschen, der sie zur Geburt ins Krankenhaus begleitet. „Maria“ ist ein Triptychon der letzten Dinge: Birth – Love – Death.
 
 
Moby Dick
nach dem Roman von Herman Melville
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 9/10
Die Suche nach Heimat in der Heimatlosigkeit und nach einem Grund unter dem Abgrund treibt die Männer an, unter der Führung von Kapitän Ahab, der sein Bein einst beim Kampf gegen den weißen Wal verloren hat. Acht Schauspieler, die in verschiedene Rollen schlüpfen, nehmen das Publikum mit auf eine Reise, auf die Jagd nach dem weißen Wal.
 

Uraufführung
Orpheus
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 10
Der größte Sänger aller Zeiten Orpheus betörte mit der Schönheit seines Gesanges Götter, Menschen, Tiere und Pflanzen und brachte selbst Steine zum Weinen! Verheiratet ist er mit Eurydike. Als sie an einem Schlangenbiss stirbt, steigt er in die Unterwelt. Orpheus rührt Hades und dessen Frau mit seinem Gesang so sehr, dass sie in Eurydikes Rückkehr in die Welt derLebenden einwilligen. Unter einer Bedingung: Orpheus darf sich nicht nach Eurydike umdrehen. Als er ihre leisen Schritte nicht hinter sich hört, siegt sein Mangel an Vertrauen – und er verliert sie für immer. Ein Theaterstück mit viel Musik und Bewegung.
 
 
Panikherz
von Benjamin von Stuckrad-Barre
Regie Christopher Rüping Ab Klasse 11
Das Buch ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur. Der Ich-Erzähler beleuchtet seine großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Begleitet vomSoundtrack der 90er und vor allem von Udo, einfach, weil Udo schon immer da war.
 
 
Rom
nach William Shakespeare
Regie Stefan Bachmann Ab Klasse 12
Die Republik ist in einer schweren Krise. Rufe nach einem neuen starken Mann werden laut. Im Gegenzug rufen Populisten das Volk zum Protest gegen „die da oben“ auf. Was sehr heutig klingt, spielt in Wahrheit im antiken Rom. Der Autor John von Düffel bündelt die Shakespeare-Stücke „Coriolan“, „Julius Cäsar“ und „Antonius und Cleopatra“ zu einem großen Panorama der Siege von Demagogen und Despoten über demokratische Errungenschaften.

 


Wiederaufnahmen Thalia Gaußstraße

Amerika
nach dem Roman von Franz Kafka
Regie Bastian Kraft Ab Klasse 9/10
Die Geschichte des 17-jährigen Carl Rossmann, dem Amerika nicht wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Gegenbild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten.

 

Auerhaus
von Bov Bjerg
Regie Franziska Autzen Ab Klasse 10
Frieder hat versucht sich umzubringen. Damit das nicht wieder passiert, ziehen seine fünf besten Freunde mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters, das „Auerhaus“. Im Auerhaus gibt es kaum Regeln. Nur das Klauen wird zur Pflicht erklärt, um die Haushaltskasse aufzubessern. Abgesehen davon werden neben den Abi-Vorbereitungen Parties gefeiert, wird mit Drogen und freier Liebe experimentiert. „Auerhaus“ feiert die Unschuld der Provinz, der Jugend und des Moments,
aber vor allem die Gemeinschaft.

 

Besuch bei Mr Green
von Jeff Baron
Regie Wolf-Dietrich Sprenger Ab Klasse 10
Mr. Green, der störrische alte Mann, der sich meist in der Wohnung verbarrikadiert, wird von Ross Gardiner aufgesucht. Der junge Angestellte hat die gerichtliche Auflage, sich um ihn zu kümmern. Begeistert ist der Eigenbrötler Green von seinem neuen Besucher nicht. Doch langsam nähern sich die beiden an. Das Stück ist eine Komödie über den Zusammenprall unterschiedlicher Lebensmodelle, Religionen, Generationen und über Mühe und Gewinn, die mit der Überwindung von Grenzen oft verbunden sind.

 

Der Fremde
von Albert Camus
Regie Jette Steckel Ab Klasse 10
Der junge Angestellte Mersault lebt unter der unerbittlichen Sonne Algiers gleichgültig vor sich hin, bis ihn ein lächerlicher Zufall zum Mörder ohne Motiv macht. Vor Gericht erntet seine Begründung, die Sonne habe ihn geblendet, nur Unverständnis, und im Angesicht seines Todesurteils beginnt er, über sein Leben nachzudenken.

Der Spieler
von Fjodor M. Dostojewskij
Regie Jan Bosse Ab Klasse 11
Der mittellose Alexej lebt als Hauslehrer in der Familie eines bankrotten russischen Generals, der ungeduldig auf die Nachricht des Todes einer Erbtante wartet. Aus Liebe zu Polina versucht Alexej, das nötige Geld für eine bessere Zukunft am Roulettetisch zu beschaffen. Aus der Liebe wird Trieb und schließlich Spielsucht. Und die ewige Illusion: Morgen wird alles besser. Morgen kommt das große Glück!

 

Die Odyssee
Eine Irrfahrt nach Homer
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 10
Die Halbbrüder Telemachos und Telegonos begegnen sich zum ersten Mal auf der Trauerfeier für ihren Vater Odysseus. Wie geht man mit einem Bruder um, der einem noch nie begegnet ist? Und ist der andere auch wirklich ein Sohn des Odysseus? Was weiß der eine über den Vater, wovon der andere nichts weiß. Die Brüder können die Geschichte des Odysseus in Worten nicht wirklich zuverlässig erzählen. Ihr Reden ist oft Schweigen, während die Körper wissen, wovon die Rede ist.

 

Furor
von Lutz Hübner & Sarah Nemitz
Regie Helge Schmidt Ab Klasse 9
In ihrem neuen Stück zeigen Hübner/Nemitz einen Politprofi zu Besuch bei den Abgehängten der Gesellschaft
und gehen der Frage nach, wie demokratische Werte in unserer Gesellschaft erodieren und was politisches
Handeln kompromittiert. Ein Stück, in dem akute gesellschaftliche Phänomene wie Wutbürgertum, Hate-Speech, „Lügenpresse“, Fake-News und die Macht des gezückten Smartphones ihren Echoraum finden.
 
 
In der Schwebe
von Maya Arad Yasur
Regie Alek Niemiro Ab Klasse 10
In schwindelnder Höhe hängen Isaac und Benjamin in der Luft, nur gesichert mit einem Seil, unter ihnen geht es 13 Stockwerke in die Tiefe. Nicht der beste Ort für Isaac, um einem Menschen aus der Vergangenheit zu begegnen: Sein früherer Weggefährte Benjamin will der Vergangenheit auf den Grund gehen. Die eigene Geschichte, geprägt von Krieg und Gewalt, lässt sich nicht länger verdrängen und fördert grausame Wahrheiten zu Tage. Doch dann passiert ein Unfall, der beide zurück in die Gegenwart schleudert und möglicherweise ihre Zukunft in Europa gefährdet.

 

Patentöchter
Im Schatten der RAF – ein Dialog von Julia Albrecht
und Corinna Ponto
Regie Gernot Grünewald Ab Klasse 11
Am 30. Juli 1977 bekommt Jürgen Ponto Besuch von Susanne Albrecht, der Tochter seines Jugendfreundes. Völlig überraschend erschießen ihre Begleiter, Mitglieder der Rote Armee Fraktion, den Vorstandssprecher der Dresdner Bank. Corinna Ponto ist 20 Jahre alt, als ihr Vater ermordet wird, Julia Albrecht erst dreizehn, als ihre Schwester Susanne den Mördern ihres Patenonkels Zugang zu seinem Haus verschafft. 30 Jahre nach der Tat beginnen die beiden Frauen einen
Dialog über Schuld und Vergebung – ein faszinierendes Dokument der Zeitgeschichte.

 

Räuberhände
nach dem Roman von Finn Ole Henrich
Regie Anne Lenk Ab Klasse 11
In ihrer Schrebergartenlaube „Stambul“ lernen Samuel und Janik fürs Abitur und träumen von der Zukunft. Während Janik versucht, sich von seinen wohlsituierten Lehrer-Eltern zu distanzieren, bemüht sich sein bester Freund Samuel, Sohn einer Alkoholikerin, um geordnete Normalität. Als ihre Freundschaft durch einen einzigen Abend zu zerbrechen droht, reisen sie
kurzerhand nach Istanbul. Ein intensiver, berührender Schauspielerabend, über die großen Fragen Heranwachsender.

 

Tschick
von Wolfgang Herrndorf
Regie Christopher Rüping Ab Klasse 8
Maik und Tschick, zwei vierzehnjährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben außer vielleicht ihre Einsamkeit, machen sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei, durch eine surreale Mondlandschaft voller merkwürdiger Menschen, irgendwo entlang der deutschen Autobahnen. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, dem besten Sommer des Lebens, von Freundschaft und erster Liebe: eine Abenteuerreise ins Unbekannte.

 

 Vor dem Fest
von Saša Stanišić
Regie Charlotte Sprenger Ab Klasse 11
„Wir sind traurig“, sagt das Dorf. „Wir haben keinen Fährmann mehr. Der Fährmann ist tot.“ Saša Stanišić lässt sein Dorf als vielstimmigen Chor sprechen. Es heißt Fürstenfeld. Die Einwohnerzahl ist fallend. Die Tankstelle hat dichtgemacht. Kneipen gibt es auch nicht mehr. Das Annenfest ist der Höhepunkt des Jahres. Es wird eine dramatische Nacht. Im Dorfarchiv wird eingebrochen. Die Archivarin Frau Schwermuth dreht durch. Herr Schramm, ehemaliger Oberst der
NVA, sucht einen funktionierenden Zigarettenautomaten und wird von Anna gerettet. Johann, die alte Malerin Frau Kranz, Fürstenfelde und seine Bewohner taumeln durch die Nacht.

 

Kontakt

 


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Anne Katrin Klinge / Theaterpädagogin
Neele Peters / Büro und Organisation
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