jung&mehr > Thalia und Schule > Stückempfehlungen > Stückempfehlungen Repertoire TT ab Jg 7
Repertoire Thalia Theater
 
Uraufführung
(R)Evolution
Eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert
von Yael Ronen und Dimitrij Schaad
Inspiriert von Yuval Noah Harari Regie Yael Ronen Ab Jg. 9
 
Yael Ronen entwirft eine Welt, in der sich die Figuren mit den Herausforderungen der nächsten Evolutionsstufe, dem Homo Digitalis, konfrontieren: die eigene Bedeutungslosigkeit, symbiotische Beziehungen mit künstlicher Intelligenz und digitalen Diktaturen. Und was bedeutet das Ganze eigentlich für den sogenannten „freien Willen“? Die israelische Regisseurin und Autorin Yael Ronen ist bekannt für ihre originellen und humorvoll-provokanten Auseinandersetzungen mit aktuellen Kontroversen.
 

 
Amphitryon
von Heinrich von Kleist
Regie Leander Haußmann Ab Jg. 11
 
1807 schreibt Heinrich von Kleist Molières Komödie in ein Lustspiel um. Alkmene liebt ihren Gemahl, den Feldherrn Amphitryon, sehr – niemals würde sie ihn betrügen! Doch als sie die Nacht vor seiner Rückkehr aus dem Krieg unwissend mit einem Gott verbringt, ist nichts mehr wie zuvor. Der schäbige Trick des all- mächtigen Göttervaters Jupiter, der sich als Doppel- gänger Amphitryons in Alkmenes Bett geschlichen hat, löst heftige Krisen aus. Auch Amphitryons Diener Sosias wird irre an sich selbst. Der von den Liebeleien seines Herrn gelangweilte Götterbote Merkur hat ihn gedoubelt und stachelt Sosias’ Frau Charis zu einer offenen Beziehung an. Kleist macht Molières Ehe- bruchsgeschichte zwischen Göttern und Menschen zu einem Verwirrspiel der Identitäten. Sind wir vielleicht gar nicht so unverwechselbar, wie wir selbst uns ger- ne einreden, als Liebende – als Menschen?
 

 
Die Nacht der von Neil Young Getöteten
Ein musikalischer Trip
von Navid Kermani
Regie Sebastian Nübling Ab Jg. 11
 
Für Navid Kermani ist die Musik Neil Youngs zum Soundtrack seines Lebens geworden: „Mir kommt es wie Magie vor, was Neil Young mit seiner Gitarre treibt; als verliefen deren Saiten quer durch meine Seele bringt mich nach einer kurzen Weile jeder Ton, den er anschlägt, zum Beben.“ Und was für eine Magie, wenn es eben diese Musik ist, die als einziges Mittel der Welt die von heillosen Dreimonatskoliken geplagte, sich in Schreikrämpfen windende, neugeborene Tochter zur Ruhe bringt. Neil Youngs Musik, seine Songs, sind Trost und Navigator für den Alltag ebenso wie für die die wichtigsten Dinge: Geburt, Liebe, Tod. Das Buch der von Neil Young Getöteten des preisgekrönten Schriftstellers Navid Kermani wird zum Ausgangspunkt und Wegweiser für eine Reise durch den Kosmos des kanadischen Kultmusikers.
 

 

Diese Stücke bleiben weiterhin im Repertoire, können aber zunächst nicht gespielt werden:
 
Die Tragödie von Romeo und Julia
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel Ab Jg. 9
 
Ein Stück über zwei Liebende, die aus verfeindeten Familien stammen und durch schlimme Verhältnisse, böse Zufälle und fantastische Rettungsaktionen schon kurz nach der Hochzeitsnacht in den Selbstmord getrieben werden. Jette Steckel nähert sich der „größten Liebesgeschichte aller Zeiten“ von drei Seiten: theatral, mit der Musik von Anja Plaschg (Soap & Skin) und Anton Spielmann (1000 Robota) und physisch mit 20 weiblichen und 20 männlichen Hamburger Jugendlichen.
 

 
Don Giovanni. Letzte Party
Bastardkomödie frei nach Wolfgang Amadeus Mozart / Lorenzo da Ponte
Regie Antú Rumero Nunes Ab Jg. 10
 
Ein Abend über die rauschhafte Ekstase und die seelischen Abgründe des Don Juan, diesem berüchtigten Frauenheld der Weltliteratur. Don Giovanni liebt die Frauen und verführt sie. Dabei macht er auch vor den Damen aus dem Publikum nicht halt. Zwischen ihm und seinen Liebschaften steht sein Freund Leporello, der an die Liebe glaubt. Ein Abend voller Musik mit Liveband und der Botschaft: Verschwende deine Liebe!
 

 
Moby Dick
nach dem Roman von Herman Melville
Regie Antú Romero Nunes Ab Jg. 10
 
Die Suche nach Heimat in der Heimatlosigkeit und nach einem Grund unter dem Abgrund treibt die Männer an. Unter der Führung von Kapitän Ahab, der sein Bein einst beim Kampf gegen den weißen Wal verloren hat. Acht Schauspieler, die in verschiedene Rollen schlüpfen, nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise, auf die Jagd nach dem weißen Wal.
 

 
Panikherz
von Benjamin von Stuckrad-Barre
Regie Christopher Rüping Ab Jg. 11
 
Das Buch ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur. Der Ich-Erzähler beleuchtet seine großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Begleitet vom Soundtrack der 90er und vor allem von Udo, einfach, weil Udo schon immer da war.
 

 
Liliom
von Ferenc Molnár
Regie Kornél Mundruczó Ab Jg. 11
 
Liliom ist bekannt als Ausrufer auf dem Rummelplatz und Liebhaber der Karussellbesitzerin Muskat, bis er gemeinsam mit dem Dienstmädchen Julie alles hin- schmeißt und durchbrennt. Der Regisseur Kornél Mundruczó seziert die Geschichte des arbeitslosen Karussellausrufers, der in seinem Frust beginnt, seine schwangere Geliebte zu schlagen, der trinkt, spielt und bei einem Raubüberfall katastrophal versagt. Anders als bei Molnár begegnet Liliom bei Mundruczó im Jenseits dem „Chor der Nonkonformisten“, vor dem er sich verantworten muss. Kornél Mundruczó gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Theater- und Filmregisseuren Ungarns.
 

 

Hamlet
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel Ab Jg. 11
 
Als Hamlet nach Hause kommt, ist alles anders: sein Vater tot, die Mutter neu verheiratet mit dem Bruder ihres verstorbenen Mannes. Dieser führt nun die Staatsgeschäfte. Die Welt ist aus den Fugen. Aber was tun? Hamlet jedenfalls kommt dem Willen zur Tat eine diffuse Handlungsunfähigkeit dazwischen: mal steht ihm das Gefühl, mal das Gewissen, mal das Denken im Weg. Der Wahnsinn, den er bei klarem Verstand als Maskierung wählt, frisst sich zunehmend in die Realität. Bis weder den anderen noch sich selbst mehr zu trauen ist. Nicht einmal der geliebten Ophelia.