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Gruppen

Theater-Gruppen und Projekte Für Jugendliche

6 OpenUp! Vol. III

Die internationale Jugendperformancegruppe begibt sich auf die Suche nach künstlerischen Ausdrucksweisen für ihre Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Junge Leute im Alter von 16 bis 27 Jahre erforschen ihre Identität und Lebenserfahrung. Sie setzen sich mit Flucht und Krieg, Liebe und Freundschaft, Glaube und Solidarität auseinander und diskutieren, was es heißt, als Geflüchtete und People of Color in Deutschland zu leben. Im vielschichtigen Dialog mit der Hamburger Öffentlichkeit entsteht eine Reihe von Performances, Lesungen und Stücken. Im Anschluss an ihre Präsentationen lädt die Gruppe das Publikum zu Gesprächen ein und sammelt dabei neue Aspekte für ihre Arbeit. Zur Spielzeiteröffnung plant die Open-Up! Gruppe für Ende September eine Beteiligung an der antirassistischen Parade „We’ll come united”. Das Kooperationsprojekt von Thalia Treffpunkt und Jugendmigrationsdienst des CJD Nord schafft intensive Reflexionsplattformen und versteht sich als Teil des Internationalen Cafés Embassy of Hope. Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Leitung Altamasch Noor, David Mullikas, Schauspieler; Lea Markard, Projektleiterin
Ab 24.8.2018, jeweils Fr 16 – 19 Uhr und Probenwochenenden. Keine Kosten
Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


7 Dissonanzen
Inspiriert von dem Roman von Saša Stanišić „Vor dem Fest“, (der als Stück im Thalia Gaußstraße zu sehen ist) findet das Jugendperformance Ensemble „Reset“ eigene Figuren und Beweggründe für die Befragung von Gesellschaft. Gibt es eine, meine persönliche oder eine universelle Utopie, einen Traum, für den es sich lohnt, zu leben und zu kämpfen? Mit sehr unterschiedlichen Erzählformen, Stimmen und Stimmungen beschäftigen sich die Performer*innen in eigenen atmosphärischen Beobachtungen von Verwandlungen und Fiktionen. Wir gehen auf die Suche nach ritualisierten Handlungen im Alltag, die Neues, Freies, Unbekanntes, Anderes entdecken lassen. Musik, Tanz, Wort und Text begleiten uns auf dem Gestaltungsweg.
Leitung Alina Gregor, Regisseurin
Ab 20.9.2018 bis Anfang Juli 2019, jeweils Do 16.45 –19 Uhr. Zusätzliche Wochenendproben. Kosten 60 € Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


8 Jugend-Performancegruppe AD
Die Performancegruppe AD geht in ihre dritte Runde. Schüler*innen der katholischen Schulen Hamburgs sind eingeladen, zur Gruppe dazu zu stoßen. Die Performancegruppe wird ausgehend von Mary Shelleys „Frankenstein“, dem Traum und Alptraum der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens, Fragen zur Optimierung des Menschen nachgehen. Wer oder was wäre Frankenstein in der heutigen Zeit? Was hat er (und das Monster) mit unseren Wünschen und Sehnsüchten zu tun und/oder mit der „schönen, neuen Welt“ des Internet und der Influencer? Das sind nur einige Fragen, mit denen wir uns der Geschichte nähern, um eine Performance zu entwickeln. Das Ergebnis wird beim Grenzgänger-Festival 2019 präsentiert. Die Performancegruppe AD ist eine Kooperation des Kulturforums 21 der Schulen im Erzbistum Hamburg mit Thalia Treffpunkt, Thalia Theater.
Leitung Kerstin Steeb, Regisseurin
Ab 5.11.2018, jeweils Mo 18 – 21 Uhr und Probenwochenenden. Keine Kosten
Sophie-Barat-Schule, Eingang Warburgstr.39, 20354 Hamburg

 

9 Paradoxien
Für wen spielt das moderne Theater und was sind seine Aufgaben in der heutigen Gesellschaft? Soll das Theater
lehren oder unterhalten? Soll es zum Denken anstoßen oder den Verstand einfach berauschen? Was verlangt
es, was kann es verlangen und was darf es verlangen? Das moderne Theater stellt die passive Rolle des Publikums in Frage, bis hin zur völligen Auflösung. Alles ist möglich. Passend zum Themenschwerpunkt der
Thalia Spielzeit münzen wir die „offene Gesellschaft” auf das Verhältnis von Spielern und Publikum. Wir
wollen uns in Grenzbereichen bewegen und Möglichkeiten der Wahrnehmung zwischen Schauspieler*innen und Zuschauer*innen erforschen und hinterfragen. Raus aus der Illusion, rein in die Beteiligung! In Kooperation mit der Embassy of Hope
Leitung Helge Schmidt, Regisseur; Lea Wendschuh, Theaterpädagogin
Ab 5.11.2018, jeweils Mo 16 – 19 Uhr und Probenwochenenden. Kosten 60 €
Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


10 Was wäre wenn …
Was wäre wenn … Tiere mit uns sprechen könnten? Wir für fünf Minuten in die Zukunft schauen könnten
oder Geister echt wären? Was wäre, wenn ich alles sein könnte, was ich will. Auf der Grundlage des Romans
„Geisterritter“ von Cornelia Funke wollen wir gemeinsam ins Spielen kommen, dabei das eigene Ich in all seinen Facetten neu erfassen und unsere Möglichkeiten in der Unmöglichkeit erkennen. Wir begeben uns auf
die Suche nach den größten Träumereien und werden ganz genau hinterfragen: was wenn doch! Ob mit viel, wenig oder keiner Erfahrung im Schauspiel, ob mit Behinderung oder ohne, wir freuen uns über alle, die gemeinsam ins Spiel kommen möchten. Hier kann jeder mitmachen, sich ausprobieren und in Improvisationen die Geschichte „Geisterritter“ von Cornelia Funke kennenlernen. Wir werden gezielt auf eine eigene Inszenierung hinarbeiten, die dann im Sommer 2019 auf der Bühne zu sehen ist.
Die Eisenhans-Gruppe für Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche ist eine Kooperation von Leben mit Behinderung Hamburg und Thalia Treffpunkt.
Leitung Lea Wendschuh, Theaterpädagogin
Ab 24.10.2018, jeweils Mi 16.15 – 18.30 Uhr. In allen Hamburger Schulferien finden keine Treffen statt.
Kosten 60 € Aula der Raphael-Schule, Quellental 25, 22609 Hamburg


11 Die Schuld der Sterne
Ist der Mensch immer der Meister seines Schicksals? Wie gehen wir mit Schicksalsschlägen, Ängsten und Tod um? Wie verändert sich dabei unser Leben? John Green erzählt in einem Roman die ergreifende Geschichte von Hazel und Gus, die an Krebs erkrankt sind und wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt. Aber es geht nicht nur um die Krankheit und das schwere Leben der Charaktere, es geht viel eher um das Leben, den Sinn des Lebens an sich und was wir von diesen Menschen lernen können.
Ein Eisenhans-Projekt, Kooperation von Leben mit Behinderung Hamburg und Thalia Treffpunkt
Leitung Marat Burnashev, Regisseur
Ab 7.11.2018, jeweils Mi 17 – 20 Uhr
Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitsphasen mit je einer Wochenendprobe (nach Absprache)
1. Phase 7.11. – 19.12.2018; 2. Phase 9.1. – 27.2.2019;
3. Phase 20.3. – 8.5.2019; 4. Phase 29.5. bis Anfang Juli 2019
Kosten 60 €
BZBS Borgweg 17a, 22303 Hamburg; Wochenendproben Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


12 Metamorphosen
Labitur occulte fallitque volatilis aetas. Irgendetwas davon verstanden? Dann noch einmal anders. Die Zeit: Sie verändert uns unmerklich. Wir verändern uns, manchmal schleichend, manchmal mit einem großen Knall. Unsere Körper wachsen, formen sich um, verändern sich täglich. Unser Geist wird reicher an Erfahrungen. Schicksalsschläge, Umwege des Lebens, Brüche in unseren Biografen. Alles ist Veränderung. Ovids „Bücher der Verwandlungen“ erzählen in vielen Geschichten über das, was den Menschen ausmacht, die stetige Wandlung. In diesem Projekt untersuchen wir die 2000 Jahre alten Verse des römischen Dichters und entdecken ihre „Zeitlosigkeit“ und Aktualität für unser Leben.
Ein Eisenhans-Projekt, Kooperation von Leben mit Behinderung Hamburg und Thalia Treffpunkt
Leitung Katja Meier, Theaterpädagogin
Ab 5.11.2018, jeweils Mo 17 – 20 Uhr
Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitsphasen mit je einer Wochenendprobe
1. Phase 5.11. – 17.12.2018 und 15./16.12.2018; 2. Phase 7.1. – 25.2.2019 und 16./17.2.2019;
3. Phase 18.3. – 27.5.2019 und 4./5.5.2019; 4. Phase 3.6. bis Anfang Juli 2019
Kosten 60 €
BZBS Borgweg 17a, 22303 Hamburg; Wochenendproben Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


13 Eisenhans inszeniert Eisenhans
Ein filmisches Experiment Die Eisenhans-Theatergruppe startete vor 25 Jahren mit dem Grimm-Märchen „Der Eisenhans“ und begann so ihre Spielgeschichte von zahlreichen Inszenierungen in Zusammenarbeit mit professionellen Regisseur*innen und Pädagog*innen. Zum diesjährigen Jubiläum soll ein einzigartiges Experiment stattfinden: Eine Gruppe von Eisenhans-Schauspieler*innen wird nun das Zepter selber in die Hand nehmen und das einstige Debütstück „Der Eisenhans“ eigenständig als Film inszenieren. Im Hintergrund steht ein professionelles Team (Regie, Bühne, Kostüme, Maske) bereit, um auf Wunsch die Produktion zu unterstützen, jedoch nicht zu beeinflussen. Die filmische Begleitung des Arbeitsprozesses lässt einen Dokumentarfilm entstehen, der die Frage stellt: Gelingt durch die Gestaltung einer Inszenierung von Menschen mit Behinderung eine wahrhaftige Begegnung mit den uralten Wahrheiten und Weisheiten der Menschheit, die in Märchen versteckt liegen? Die Teilnahme des Films bei Dokumentarfilmfestivals soll dieses Experiment auch
einem breiteren Publikum zugänglich machen. Bei diesem Projekt können alle Eisenhans-Darsteller*innen mitwirken. Der Film soll beim Grenzgänger-Festival 2019 Premiere haben.
Ein Eisenhans-Projekt, Kooperation von Leben mit Behinderung Hamburg und Thalia Treffpunkt
Leitung Swantje Basedow, Regisseurin; Marat Burnashev, Theater- und Filmemacher
Ab 2.2.2019, jeweils Sa und So 11 – 15 Uhr; 2.2., 3.2., 9.2., 10.2., 16.2., 17.2., 23.2., 24.2.2019. Keine Kosten. Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg

 

Projekte

Um alles in der Welt – Hamburger Lessingtage im Januar 2019
Vor 10 Jahren hat das Thalia Theater mit den Lessingtagen ein Festival erfunden, das einmal jährlich Theater aus der ganzen Welt nach Hamburg einlädt, um über eine interkulturelle Gesellschaft heute nachzudenken. Im Geiste von G. E. Lessing entwickeln wir neben Gastspielen, Ensembleproduktionen wiederum auch Projekte in der Reihe Thalia jung&mehr.
Näheres auch unter thaliatheater.de/lessingtage


Zwischenspiel
Bei dem Arbeitstreffen der Thalia Treffpunkt Theatergruppen und Workshops werden Ideen, Improvisationen, fertige Szenen und Stückausschnitte vorgestellt: Theater mit Jugendlichen und jungen Leuten, Theater mit Allen.


Grenzgänger. Das junge Festival des Thalia Treffpunkt
Zum Ende der Spielzeit, Anfang Juli 2019 sind die Ergebnisse der über 10 Thalia Treffpunkt-Theatergruppen im Thalia Gaußstraße und an anderen Orten zu sehen. Ausgehend von Thalia-Inszenierungen werden von den Theatergruppen neue Sichtweisen auf bekannte Stoffe und Vorlagen erprobt.