Tschick

nach dem Roman
von Wolfgang Herrndorf

Den einen großen, unvergesslichen Sommer, der, in dem man erwachsen wurde, der im späteren Leben zum Mythos wird, erleben die beiden Jugendlichen Maik und Tschick fast zufällig.

Die beiden Außenseiter, der russische Migrant und das Mittelstandssöhnchen mit der kaputten Familie, beschließen spontan und aus Langeweile, den Großvater in der Walachei zu besuchen und rasen in einem geklauten Lada ohne geografische Kenntnisse, ohne Führerschein durch die ostdeutsche Provinz. „Tschick“ erzählt vom Schmerz des Erwachsenwerdens, von komischen, skurrilen Begegnungen mit Menschen, die wie sie ihren Platz in der Welt suchen. Sie treffen Isa, das schmutzige Mädchen, das scheinbar auf einer Müllkippe lebt und das so gut singen kann, dass Maik sich in sie verliebt, die Sprachtherapeutin, die wie der Teufel Auto fährt, um Tschick ins Krankenhaus zu bringen und eine kinderreiche Familie, die ihnen kurz Unterschlupf gewährt. Die Reise endet schließlich jäh durch einen Unfall. Das Versprechen der Freunde, sich in fünfzig Jahren wieder zu treffen, wird sich vielleicht nicht erfüllen: Dieser eine unbeschwerte, unwiederholbare Sommer wird in der Normalität des Alltags verloren gehen. Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, erzählt eine Geschichte über die erste Liebe, Freundschaft und Menschlichkeit.

Regie Christopher Rüping Bühne Jonathan Mertz Kostüme Magdalena Schwind Musik Christoph Hart Dramaturgie Sandra Küpper
Es spielen Franziska Hartmann, Pascal Houdus, Nils Kahnwald


Premiere am 2. September 2012 im Thalia in der Gaußstraße