Jeder stirbt für sich allein

Jeder stirbt für sich allein
nach Hans Fallada
In einer Fassung von Luk Perceval und Christina Bellingen

Vorstellungen
Zurzeit sind keine Vorstellungen im Verkauf
Pressestimmen zu Jeder stirbt für sich allein
Videos

Kommentare

Liebe Menschen vom Thalia Theater Hamburg, wieder einmal habt Ihr mir – und einer großen Zahl von Theaterfreunden – die große Freude gemacht, mit einer Produktion bei uns im Burgtheater zu gastieren. Die Inszenierung von Falladas Roman ‚Jeder stirbt für sich allein‘ ist für mich einer der Höhepunkte der zu Ende gehenden Theatersaison 2017/18 gewesen. Um Ihnen den Stellenwert, den diese Aufführung für mich hat, zu vermitteln, muss ich erwähnen, dass ich pro Saison mehr als 200 Abende im Theater verbringe. Einen Roman auf die Bühne zu transformieren, ist ein leichtes Unterfangen nicht, die Zahl der misslungenen Dramatisierungen dementsprechend hoch. Die hier gewählte Lösung – die agierenden Personen erzählen von sich in der dritten Person und gehen dann unmittelbar in den Dialog über – finde ich wunderschön; einfach genial und genial einfach. Kein lästiger Erzähler stört den Ablauf der Handlung, der Zuschauer bleibt voll konzentriert bei der Person der Schauspielerin bzw. des Schauspielers. Und was uns Wienern da an hoher Schauspielkunst demonstriert wurde, ist der Inszenierung mehr als ebenbürtig. Was da an Ausdruckskraft und Nuancenreichtum an Sprache und Rollengestaltung über die Rampe bis hin in die letzten Reihen des Theaters schwappte, ist sagenhaft gewesen. Ich habe selten ein so atemlos stilles ‚hustenfreies‘ Publikum wie gestern erlebt. Ich will bewusst keine Schauspielerin und keinen Schauspieler namentlich hervorheben. Es wäre allen anderen gegenüber nicht fair. Die Leistung jedes Einzelnen ist wahrhaft meisterlich gewesen. Die hohe Klasse der Schauspielkunst zeigt sich für mich auch unter anderem darin, in einem Ensemble so wunderbar und harmonisch zu spielen.
Ich hatte während der Aufführung manchmal das Gefühl, als ob die einzelnen handelnden Personen aus dem geschichtlichen Rahmen des Stückes heraustreten. Plötzlich war für mich alles zeitlos geworden, was nicht verwunderlich ist, sind doch Themen wie Liebe, Glaube, Mut, Opferbereitschaft, Parasitentum, Missgunst, Überzeugung, Nächstenliebe usw., zeitlose Themen und die handelnden Personen sind Menschen wie Du und Ich. Als am Samstagabend zum zweiten Mal der Schlussapplaus verebbt war, und ich tief beeindruckt meinen Stehplatz verlassen habe, hätte ich viel dafür gegeben, das Stück heute am Sonntag noch ein drittes Mal zu sehen. Aber in mir lebt die Hoffnung, dass dieser Besuch nicht der letzte Besuch des Thalia Theaters in Wien war. Vielen Dank für zwei wunderschöne Theatererlebnisse. Mit herzlichen Grüßen aus Wien Kurt H.
Kurt H., 06.07.18

Sehr geehrte Damen und Herren, Mir wurde das Glück zuteil, für das Gastspiel mit dem Stück “Jeder stirbt für sich alleine” gerade noch 2 Karten zu ergattern und seit der Vorstellung am 4.5. am Wiener Burgtheater weiß ich wieder, wie Theater sein soll. Es hat einfach alles gestimmt, ich hatte Falladas Roman vor einigen Jahren wieder gelesen und ich war hingerissen von der Art der Realisierung, von der Spielintensität sämtlicher Darsteller, von der Ausdruckskraft des minimalistischen Bühnenbilds – einfach wunderbar. Ich gehe seit meiner Kindheit ins Theater (und die Kindheit ist eine Weile her) und habe gerade in den letzten Jahren an dem Weg, den Aufführungen, also Regie und Schauspieler gehen, zu zweifeln begonnen, lieblose Kürzungen, Textänderungen, merkwürdige Bühnenbilder, verhuschtes Spiel – all das bekam und bekommt man unter dem Titel “das neue, das zeitgenössische Theater” serviert – seit dem 4.5. weiß ich wieder, es geht auch anders. Dafür danke ich Ihnen und hoffe, bald eine weitere Aufführung des Thalia-Theaters in Wien sehen zu können! Mit begeisterten Grüßen Brigitte H.
Brigitte H., 06.07.18

ein ganz besonderer Theaterabend
das war große Schauspiel- und Regiekunst: Inmitten des Grauens sorgten etwa Barbara Nüsse, Alexander Simon oder Mirco Kreibich mit ihrem brillanten komödiantischen Spiel für vergnügliche Atempausen.

Ein sensibler Luk Perceval, ein tolles Ensemble, ein ganz besonderer Theaterabend.

Herzlichen Dank.

Manfred Herker, 22.04.14

Herzlichen Glückwunsch zum FAUST-Theaterpreis!
Herzlichen Glückwunsch zum FAUST-Theaterpreis! Heute Abend in Berlin für diese großartige Inszenierung - der Regiepreis an Luk Perceval. Hätte ich einen Preis zu vergeben, dann würde auch das Ensemble sofort einen überreicht bekommen. Hoffe, ich als Berliner kann "Jeder stirbt für sich allein" bald noch einmal in Hamburg sehen.
Jürgen Büsselberg, 17.11.13

Überzeugt
Vielen Dank für einen eindrucksvollen Abend. Ich war zuerst skeptisch, ob man ein Mammutwerk auch mit 4-Stunden Spielzeit inszenieren muss, aber war am Ende überzeugt. Großartig!
Margarethe, 13.06.13

Absolut überzeugend auch beim Theatertreffen
Auch beim Theatertreffen 2013 in Berlin absolut überzeugend - eine starke, intensive Aufführung mit einem grandiosen Ensemble. Tief beeindruckend. Und so fesselnd, dass es sich eben gar nicht anfühlt, wie über vier Stunden. Keine Sekunde möchte ich missen und werde mir dieses Inszenierung in der nächsten Spielzeit bestimmt noch einmal in Hamburg anschauen. Und großartig auch, Marie Löcker - durch Zufall - schon zwei Abende später wieder als Trudel - und sogar auch noch als Eva Kluge - im Gorki zu sehen. Das selbe Stück also, aber eine ganz andere Inszenierung, deren letzte Vorstellung sie durch ihr spontanes Einspringen gerettet hat. Danke!
Jürgen Büsselberg, 10.05.13

Großartig
Großartig.
Anna Marzinzik, 07.04.13

Wahnsinn
Absoluter Wahnsinn - vielen Dank für diesen wunderbaren Abend; (eine Schauspielschülerin, die es kaum fassen kann) was für eine Schauspielkunst!
Aus dem Gästebuch, 26.03.13

Eines der stärksten Stücke in dieser Spielzeit
Nur ein Tisch auf der Bühne, sechs schwarz gekleidete Schergen des Ns-Regimes stehen herum, Otto Quangel liegt darauf und spricht seine letzten Worte, dann reisst er seinen Kopf nach hinten, als Zeichen, dass das Fallbeil gefallen ist. Keine weitere Aktion auf der Bühne, keine schockierenden Bilder, aber trotzdem ist das gesamte Publikum still und weiß, was dargestellt wurde, ohne das es gezeigt wurde.
Einer er Höhepunkte dieses eindringlichen Dramas. Nur Sprache und wenige Aktionen bringen ein einmaliges "Kopf-Theater", dramatische Bilder, die man so shcnell nicht wieder vergisst.
Eines der stärksten Stücke in dieser Spielzeit.
Dirk Schneefuß, 10.03.13

Sensationell
Sensationell - für mich als Zeitzeuge streckenweise "unerträglich"! Herr Lommatzsch: eine Offenbarung, ebenso Frau Schmeide und Frau Nüsse!!! Danke.
aus dem Gästebuch, 19.02.13

<< Erste< Vorherige12Letzte >>

Mein Kommentar

Bitte verschicken Sie keine Karten- oder sonstige Anfragen über die Kommentar­funktion. Über die Kommentar­spalte gestellte Anfragen werden nicht beantwortet. Für Fragen zu Programm etc. steht Ihnen das Karten­telefon unter 040. 32 814 – 444 oder die Email­adresse theaterkasse@thalia-theater.de zur Verfügung.

Mit dem Versenden dieses Kommentarformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erfasst, gespeichert und auf unserer Webseite veröffentlicht werden. Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich zur Veröffentlichung Ihres Beitrags. Ihre Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden, z.B. per E-Mail an widerruf@thalia-theater.de. Ihr Beitrag und Ihre persönlichen Daten werden dann gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Spielplankompass

Thematische Empfehlungen:
Deutschstunde
Liebe
Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
Geld
Früchte des Zorns
Das achte Leben (Für Brilka)