Hanumans Reise nach Lolland

Hanumans Reise nach Lolland
von Andrej Iwanow
Regie Tiit Ojasoo, Ene-Liis Semper



Deutsch von Friederike Meltendorf

Farsetrup, Dänemark. Hanuman und Sid sind zu Fuß hierhergekommen. Der eine ist Inder und hat tausend Ideen, wie er gegen die eigene finanzielle Notsituation als Asylsuchender angehen will. Der andere ist Russe, hat Angst vor der Polizei und versteckt seine wahre Identität so gut er kann in einem Flüchtlingscamp. Zusammen mit einigen anderen Asylsuchenden aus allen Regionen dieser Welt, versuchen die beiden, sich ihr alltägliches Warten auf Asylbescheide möglichst angenehm zu gestalten, machen Geschäfte, nehmen Drogen oder träumen von der Auswanderung nach Amerika – und wenn es gar nicht anders geht, zumindest von Lolland, das für sie wie das dänische Ibiza klingt.
Andrej Iwanow, zurzeit wohl der interessanteste estnische Autor, hat einen verblüffend angriffslustigen Schelmenroman zur Flüchtlingssituation in Europa geschrieben. Komisch und tragisch zugleich erzählt er vom Hass der Flüchtlinge auf das allzu schöne Dänemark und dessen Gestank nach Jauche und Blumen, von der „Krankheit“, ständig von Amerika zu träumen und der Hoffnungslosigkeit auf Besserung ihrer Lage.
 
Das estnische Regie-Duo Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper setzt nach seiner erfolgreichen Produktion „Fuck your ego!“ seine Arbeit am Thalia Theater fort.

Uraufführung am 14. Dezember 2013 im Thalia in der Gaußstraße
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