Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand

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Directed by Helge Schmidt
Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft AngererVom Lagerfeuer zum Weltenbrand. Foto: Krafft Angerer
Direction
Helge Schmidt
Accoutrement
Imke Paulick
Dramaturgy
Anne Rietschel
Music
Frieder Hepting

1914 ziehen scharenweise junge Menschen kriegsbegeistert an die Front, und nicht wenige von ihnen trafen sich zuvor, im Oktober 1913, zum Ersten Freideutschen Jugendtag auf dem Hohen Meißner. Zu diesem letzten großen Jugendtreffen vor Beginn des Ersten Weltkriegs versammelten sich Vegetarier, Reformpädagogen, Wandervögel, Naturschützer, Pazifisten und viele andere KritikerInnen der autoritären Gesellschaft, die mit der Gegenveranstaltung zum militaristischen Völkerschlachtgedanken in Leipzig das Symbol einer Generation im Aufbruch schufen. Mit Texten der Meißnerfahrer, Lebensreformer und Künstler im Aufbruch, sowie – wie es sich für ein Fest gehört – Musik aus Gegenwart und Vergangenheit, entsteht an diesem Abend ein Bild der vielfältigen, aber auch widersprüchlichen Strömungen der Vorkriegszeit: ein Fest der Utopisten und barfüßigen Propheten.

 

Mit Texten von Franz Kafka, Hans Paasche, Georg Trakl, Jakob von Hoddis, August Engelhardt, Alfred Lichtenstein, Unsichtbares Komitee und vielen anderen.

 

„Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand: Utopie und Melodie” ist die Regie-Abschlussarbeit von Helge Schmidt. Helge Schmidt war Regieassistent am Thalia Theater, wo er unter anderem mit Jette Steckel, Luk Perceval und Kornél Mundruczó arbeitete. Er hat sich im Spielort „Nachtasyl“ regelmäßig mit wechselnden Mitgliedern des Ensembles auf „Weltenreisen“ begeben und mit ihnen stets neue Gebiete auf der literarischen Landkarte erforscht. Auf Grundlage der „Weltenreisen“ entwickelt Helge Schmidt gemeinsam mit seinen Partnern auch das Projekt „Thalia Kulturlandschaften“, um das Theater stärker regional zu verwurzeln und gastiert dafür jeweils mit einem Mitglied des Ensembles an besonders atmosphärischen Orten im Hamburger Umland. Außerdem ist seine Inszenierung „Rum und Wodka“ von Conor McPherson regelmäßig im Nachtasyl zu sehen.