Die Antigone des Sophokles

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Fotos: Heji Shin

Es herrscht Krieg in Theben. Kreon, König von Theben, droht dem, der den vor den Toren der Stadt gefallenen Polineikes beerdigen wolle, mit der Todesstrafe. Kreons Entscheidung steht im Widerspruch zu den geltenden Sitten und Normen. Antigone dagegen fühlt sich diesen Werten mehr verbunden als dem Machtanspruch des Herrschers: Sie erachtet es als ihre schwesterliche Pflicht, den Bruder zu bestatten und ist bereit, für diese Tat bestraft zu werden. Mit diesem Schritt bricht die berühmte Tochter des Ödipus die Brücken zu den Lebendigen ab und will eben damit zum Menschen werden. So wie Ödipus der erste Aufklärer ist, der der Aufklärung selbst zum Opfer fällt und gerade darin zum Menschen wird, so bringt Antigone ihr Leben selbst zum Einsatz, um in der Souveränität des eigenen Todes zum Subjekt ihrer selbst zu werden.

 

Premiere 25th February 2011, Thalia Theater

 

Awards

Bei der Kritikerumfrage von Theaterheute zu den Höhepunkten der Saison 2010/2011 wurde Katrin Bracks Arbeit für "Antigone" als bestes Bühnenbild genannt.

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