Wir sind noch einmal davongekommen

„Ich hasse dieses Stück und jedes Wort, das darin gesprochen wird.“

Das sagt – laut Textbuch aus der Rolle fallend – Sabina, das Dienstmädchen, die Nebenbuhlerin, die Schönheitskönigin, in einem der ehemals erfolgreichsten Theaterstücke der Weltliteratur, Thornton Wilders „Wir sind noch einmal davon gekommen“. Ein abgeklärtes und anrührendes, aber auch sarkastisches Drama aus dem Nordamerika des Jahres 1942, das alle Theaterinnovationen des 20igsten Jahrhunderts bereits enthält und dem überzeugend das Kunststück gelingt gleichzeitig in der Gegenwart zu spielen und in der Eiszeit. Der Mensch, sein Name im Stück ist sinnigerweise „Mr. Anthropos“, war schon immer vom Untergang bedroht. Die Angst vor der Apokalypse scheint zu seiner Grundausstattung zu gehören von der Eiszeit über die Sintflut bis zum Zweiten Weltkrieg. Aber anders als der Dinosaurier oder das Mammut hat er bisher alle Katastrophen überlebt. Wir können uns also beruhigen, ein bisschen trauern, ein bisschen amüsieren und dann geht das ganze wieder von vorne los.

Premiere am 23. Februar 2013 im Thalia Theater
Pressestimmen zu Wir sind noch einmal davongekommen
 
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Kommentare

Wo war die Geschichte?
Ich ging mit einer großen Leere wieder nach Haus.
Ein hervorragendes Ensemble, klar, raffinierte, überraschende Bühnenbilder (am eindrucksvollsten aber nicht die großen Räume, sondern das enge Kinderzimmer), aber wo war die Geschichte?
Dreimal wurde eine eigentlich wenig intelligente Familie gezeigt, die sich in ihrem Mikrokosmos bewegte, die sich selber in Frage stellte und die wenig Zukunfts-Hoffnungen bot, da man ihr nicht zutraute, wirkliche Krisen zu meistern.
Vielleicht war es ja Absicht, vor allem den Mikrokosmos zu zeigen, die vorherrschende Orientierungslosigkeit und die Tatsache, dass der Einzelne sich nur mit dem beschäftigt, was er kennt.
Es kam auch etwas Ironie, klar, aber es war vor allem Klamauk ohne Entwicklung auf ein Ziel, revueartig! Zu wenig für das Thalia - schade!

Dirk Schneefuß, 11.04.13

Fahrtweg hat sich gelohnt
Einfach toll. Tolle Schauspieler, eine tolle Inszenierung. Der lange Fahrweg hat sich gelohnt. Vielen Dank!
Aus dem Gästebuch, 26.03.13

Bewundernswert
Am eindrucksvollsten war unter anderem die Imitation der Geräusche verschiedener Donnerklangarten! Bewundernswert!
Aus dem Gästebuch, 26.03.13

Sätze, die der Wahrheit entsprechen
Das war ein ganz tolles Stück! Sätze, die der Wahrheit entsprechen. Flott, mit ganzem Elan der Schauspieler aufgeführt. Die Kritik vom Hamburger Abendblatt war aus meiner Sicht überhaupt nicht zutreffend. Ich habe mich gefreut, mich davon nicht beeindrucken zu lassen.
Ein ganz altes ABO-Mitglied (ein treues)
Aus dem Gästebuch, 26.03.13

Besser gefallen
Es hat mir sehr viel besser gefallen, als die abstruse Kritik im Abendblatt vermuten ließ! Vor allem Daniel Lommatzsch!
Aus dem Gästebuch, 04.03.13

Mein Kommentar

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