Werther!

Werther!
von Johann Wolfgang von Goethe
Regie Nicolas Stemann

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Pressestimmen zu Werther!

Rezension der Thalia-Schülerbotschafter

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Kommentare

lebendig!
wenn ich die letzten Kommentare hier lese platzt mir der Kragen... [zensiert] Philipp Hochmair hat die ganze pubertäre Präpotenz auf die Bühne gebracht, die dem Stoff der Sturm-und-Drang-Zeit entspricht. Alles, was ich hier grade gelesen habe, würde ich genau anders herum als die Qualität des Abends definieren: Vital, kraftvoll und blitzgescheit! So können/sollten Klassiker sein: entstaubt, lebendig!
merle, 16.05.14

Lächerlich?
Ich habe selten eine Inszenierung des Werther gesehen, die das Stück mehr ins Lächerliche gezogen hätte. Lächerlich war es. Leider dabei nichtmals lustig. Nur das zahlreiche Oberstufenpublikum kann sich daran erfreuen, wenn der bemitleidenswerte Darsteller versucht, eine 10minütige Zote daraus zu begründen, dass er immer wieder andeutet, nun inmitten des Stückes den Saal zu verlassen, verstoßen von der Liebe, die man ihm wie jede Emotion keine Minute des Stückes abkauft. Bei der dritten Verabschiedung hätte man eigentlich aufstehen und gehen sollen. Auch die durch eine Stablampe symbolisierte Erektion beim Gedanken an die Geliebte, die dann mit dem Homer niedergeschlagen wurde, war doch eher post-pubertäres Späßchen. Das sind nur zwei von minütlichen Beispielen der Mélange aus Fremdschämen und Verärgert-Sein. Das war wirklich wirklich unglaublich dumm dumm dumm. Hätte Goethe noch post-mortale Persönlichkeits- oder Urheberrechte, wäre das Stück eine ca. 80minütige Verletzung. Das Beste war eigentlich, dass es so früh vorbei war. Es war noch hell, man konnte den Abend noch gewinnbringend nutzen und den Unsinn vergessen. Schade um den schönen Text. Haben die Regisseure keine Ideen mehr?!
Phil Svenson, 09.05.14

sinnlos?
Leider kann ich mich meinen Vorrednern in keiner Weise anschließen - die Inszenierung war überzogen und an vielen Stellen sinnlos. Sieht man in Werther nichts als einen geilen Hengst, so lässt er sich in dieser Witzfigur, der mit Salat um sich wirft und sich von einer Verkäuferin auch gerne mal einen runterholen lässt, vielleicht wiedererkennen. Von der Hingabe, Verzehrung und Tragik ist leider nicht viel zu spüren. Trotz der anzuerkennenden guten schauspielerischen Leistung war der Besuch nicht lohnenswert.
Mareile, 06.05.14

bewegend
Ein bewegendes Stück - mit einem begnadeten Schauspieler... herzlichen Dank!
Aus dem Gästebuch, 02.04.14

Locker-leicht.... und trotzdem eindringlich; modern ... aber der klassische Konflikt war da; ein kurzer Abend, der trotzdem oder gerade deshalb im Gedächtnis bleibt.
Dirk Schneefuß, 19.12.13

Die Essenz all der wunderbaren Thalia-Inszenierungen
Ein überraschendes Geschenk heute: Der Faust Marathon fiel leider aus und als "Trostpflaster" wurde Werther! gegeben... und trifft sowasvonmittenrein!! Die Essenz all der wunderbaren Inszenierungen, die ich bislang hier am Thalia gesehen habe! Umso gespannter bin ich jetzt auf den Faust I+II... Ach, und auf alles ... Was für eine Lust habe ich wieder, ins Theater zu gehen! Danke.
Anja Fassel, 13.02.12

Danke
Vielen Dank für die Vorstellung im großen Haus. Große schauspielerische Leistung von Philip Hochmair. Klasse!
Martin E., 20.09.11

Sensationelle Aufführung
Werther! Es ist schon viel Positives über diese Aufführung gesagt und geschrieben worden. Ich möchte mich dem mit Nachdruck anschließen. Mitreißende Regie: Nicolas Stemann, grandiose schauspielerische Leistung: Philipp Hochmair (bisher leider viel zu selten am Großen Haus eingesetzt!!!). Eine sensationelle Aufführung, die mich eingenommen, gefangen genommen, tief bewegt hat. So soll, so muss Theater sein! Ich bin nun gespannt auf Faust I + II, da Nicolas Stemann und Philipp Hochmair neben anderen großartigen Ensemblemitgliedern des Thalia auch für dieses gewaltige Vorhaben Verantwortung tragen. Stand heute: Nach dieser Werther!-Inszenierung erwartet uns dann ein weiteres Highlight am Thalia. Der Gaußstraße weiterhin Erfolg, jeder Besuch dort ist bisher ein Gewinn, herzlichen Dank!!!
Rolf Döring, 02.06.11

Ein Juwel
Man kann ein ganzes Leben und eine große Liebe in 1 Stunde und 10 Minuten erklären und zum Schluss eine große Abschiedsszene inszenieren. Werther! ein Egotrip inszeniert mit Esprit und gespielt mit einem Schuss Genialität. Werther! (Das Ausrufungszeichen ist der Clou). Dieses wohl berühmteste Schülermartyrium ist hier neu erzählt in einem Bildwinkel von Frische und Leichtigkeit. Werther! auf dem Weg – wohin weiß er noch nicht. Dieser Schöngeist betrinkt sich am Busen der Natur, am Schönen, er lebt und er will erleben. Aber bevor sich Langweile einstellen kann, trifft er auf Lotte. Sie wird seine Obsession. Durch sie liebt er und liebt sich selbst, ist völlig gefangen, er will Lotte erobern, die Welt steht ihm offen …., ach, … „und er lebt so glückliche Tage, wie sie Gott seinen Heiligen ausspart“. Nur diese Rechnung hat er eben ohne Gott gemacht, der hat Lotte schon einen Gefährten an die Seite gestellt: Albert, lieb und langweilig, aber unüberwindbar. Werther! reibt sich an ihm und versucht kleine Lücken für sein Begehren zu finden. Er treibt eine zeitlang in diesem Gefühl dahin, muss aber dann doch resignierend das Feld räumen. Er verlässt Lotte und damit auch sich selbst, verliert den inneren Halt, seine neue Umgebung wird ihm keine Heimat und auch eine neue Bekanntschaft, das Fräulein von B., kann ihm Lotte nicht ersetzen. Werther! strudelt in seinem Schmerz durch Zeit und Raum und findet sich am Ende mit einer Pistole an der Schläfe wieder. „Lotte, in diesen Kleidern möchte ich begraben sein …..“. Ein Knall und das Licht geht aus. Das Publikum, das diese Schleuderfahrt durch die Gefühlsebene miterlebt hat ist still, sehr still … Applaus ….. Diese Inszenierung von Nikolas Stemann und Philipp Hochmair ist ein Juwel. Der Hauptdarsteller reist mit einem kleinen Handkoffer und diesem bezaubernden Stück durch die Welt (u.a. Wien, Hamburg, Sibirien, Sarajevo ..). Absolut sehenswert
Rosabel Verde, 26.10.09

lustig und ernst
Ich hätte nie gedacht, dass Werther so lustig und trotzdem ernst zugleich sein kann. Das Stück muss man einfach gesehen haben!
Taleja Menzel, 14.10.09

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