Tartuffe

Tartuffe
von Molière
Regie Stefan Pucher

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Tartuffe und das Programmheft Das Programmheft bringt uns auf die Spur. Es geht um den Informationskapitalismus und Informationsökonomie. Das Spiel ist, auf Kosten der anderen einen Vorteil zu erzielen. Dazu bedient man sich des Fallenstellens, das Fangen von Menschen, die aus Erfahrung misstrauisch sind. Dieses Modell der „rational choice theory“ verbarg man noch hinter dem harmlosen Begriff „Spieltheorie“. Tartuffe das Spiel eines Betrügers, eines Menschenfängers eines absoluten Egoisten. Dies versucht Pucher in grellen Farben und manierierter Spielweise zu verdeutlichen. Auch wenn etliches an H. Fritsch erinnert, bleibt es farblos und leider seicht, statt bissig. Die Abba-Songs im neuen musikalischen Gewand, mehr düster als beschwingt, aus meiner Sicht ein interessanter Ansatz, der aber kein geschlossenes Regiekonzept darstellt. Die Videos von M. Dresenkamp ein Gewinn, im Stil von M. Ferreri (Das große Fressen) aber letztlich zu schwach, um diesen Tartuffe bösartig und bissig daher kommen zu lassen. Retten was zu retten ist, war dann Aufgabe der Schauspieler*innen, was besonders J. Pohl, V. Trauttmansdorff und S. Siegmund zu verdanken war. Grandios Scheitern mit einer Idee, die auf unsere Informations- und Kommunikationsstrategien reflektiert, um sie zu entlarven, ist mehr wert als eine gute Kritik. Ein Theaternarr
Reiner Schmedemann, 11.10.17

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