Vorstellungen am Dienstag, 16. Juli 2013

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Rezensionen zu "Jeder stirbt für sich allein"


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Rezensionen zu "Jeder stirbt für sich allein"




„Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada, inszeniert von Luk Perceval überzeugt durch eindrucksvolle und stimmgewaltige Schauspieler, interessantem Bühnenbild und einer gelungenen Mischung aus Tragik und Komik.
Zwar muss man für den vierstündigen Theaterabend viel Zeit und Geduld mitbringen, man wird aber auf jeden Fall belohnt. Nicht umsonst hat das Stück den FAUST- Theaterpreis 2013, den Preis für die beste Inszenierung des Jahres 2013 und für das beste Bühnenbild 2013 bekommen.
Auch wenn die Handlung eine sehr ernste ist – ein Ehepaar verteilt während der NS- Zeit kritische und widerständische Flugblätter und wird verhaftet und umgebracht- so gibt es auch mitunter einige sehr witzige Momente, etwa durch den schlitzohrigen und selbstzufriedenen Ehemann Enno Kluge, der von einer Frau zur nächsten rennt, um von ihr finanziert werden zu können und nicht arbeiten zu müssen. So wird der mitunter sehr schwere Stoff etwas einfacher zum Schauen gemacht und der Kontrast zwischen der Trauer und der Hoffnung erscheint umso deutlicher. 
Ähnlich wie in der Inszenierung von „FRONT“ lässt Luk Perceval die Schauspieler eindringlich zwischen vollkommener Klarheit, Resignation und ängstlichem Wahnsinn alle Gefühlszustände während des Krieges zeigen, auch wenn es sich diesmal nicht um den Ersten, sondern den Zweiten Weltkrieg handelt. So erfährt man viel über die Charaktere, versteht ihre Ängste, Träume und Handlungen. Es gibt keine vollkommenen Helden in diesem Stück. Niemand ist gänzlich sympathisch, aber alle sind authentisch.
„Jeder stirbt für sich allein“ ist also ein hochinteressantes Stück und sehr zu empfehlen.

Luisa Keßlin, Jg. 11, Gymnasium Bondenwald

31.01.2018 / 15:20 Uhr / Schülerbotschafter

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