FRONT

FRONT – Im Westen nichts Neues
Polyphonie nach Erich Maria Remarque, Henri Barbusse und Zeitdokumenten
Regie Luk Perceval

Pressestimmen zu FRONT

Rezension der Thalia Schülerbotschafter


Fotoalbum des Front-Ensemblemitglieds Benjamin-Lew Klon der Europa-FRONT-Tournee

Klanghaus Wanted! 

Ferdinand Försch, der Musiker aus "FRONT", sucht ein neues zu Hause für sich und seine Instrumente. Schauspieler Patrick Bartsch hat einen kleinen Film darüber gedreht.

 



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Kommentare

Obwohl es eigentlich kein Theaterstück im klassischen Sinne ist -und auch keines sein will- ist es dramatischer, eindringlicher und schockierender als viele andere Stücke. Die Sprache und einzelne Aktionen der Schauspieler reichen zur Assoziation von Bildern und Geschehnissen. Die rückwärtige Wand aus einzelnen Stahlelementen bringt dramatische und schaurige Kriegsgeräusche.
Zusammen wird man Zeuge der schrecklichen letzten Kriegsmonate, kann aber trotzdem nachvollziehen, warum die einfachen Soldaten sich nicht allesamt verweigert haben.

Dirk Schneefuß, 14.06.15

Liebe Menschen vom Thalia Theater Hamburg!

Auch Tage später bin ich von dieser Aufführung tief berührt und ergriffen.

Ich sah am 21.02.2015 in St. Pölten „FRONT“ und war nach wenigen Minuten vom dramatischen Geschehen gefangen. Die Verquickung der Figuren aus Remarques Roman mit Barbusses „Le Feu“ und anderer literarischer und historischer Quellen beleuchtet den Kriegswahn von allen Seiten. Durch Verwendung der Originalsprachen werden die Dialoge und Szenen unheimlich intensiv; der ständige Wechsel des Blickwinkels macht das Geschehen erschreckend begreifbar. Die erzählten Einzelschicksale haben mich ins Mark getroffen; ich spüre noch jetzt eine Gänsehaut, wenn ich mir einzelne Szenen des Stücks vergegenwärtige.
Die grandiosen Leistungen der beteiligten Künstler besonders zu erwähnen, hieße wohl Eulen nach Athen tragen. Ich möchte allen, die an dieser Produktion mitgewirkt haben, gratulieren.

Mit großer Freude habe ich gelesen, dass das Thalia Theater bei den Wiener Festwochen im Mai 2015 im Theater an der Wien gastieren wird. Ich freue mich schon auf „Die Stunde da wir nichts voneinander wußten“.

Herzliche Grüße aus Wien von einem, der das Theater liebt.

Kurt Hieke

Kurt Hieke, 02.03.15

beklemmend
Eigentlich nichts, das man wirklich sehen möchte. Es sei denn, man möchte sich wieder einmal vor Augen führen, wie gut es uns geht, mitten in Europa, bald 70 Jahre ohne Krieg. Den braucht kein Mensch. Und man braucht auch keinen sog. Antikriegsfilm, um sich den Irrsinn wie auch immer gerechtfertigter Kriege anzuschauen. Die beklemmende Stimmung und die Bilder, die hier im Kopf entstehen, reichen völlig aus, um sich den Irrsinn vergangener Tage auszumalen. Mögen sie nie wiederkommen.

Katrin Hellwege, 30.06.14

grandios
Großartig. Überwältigende Darstellung mit grandiosen Darstellern. Diese Jahre dürfen nie vergessen werden. Danke ans Ensemble, Luk Perceval und ans Thalia-Theater.


Andrea ..., 28.06.14

physisch erfahrbar
Vielen Dank für diese Aufführung des grandiosen „FRONT“-Projekts! Försch hat mit seiner Klangarbeit der Aufführung die Seele verliehen. Und vom fernen Donnergrollen der Geschütze bis zum herzzerreissenden Wiehern der geschundenen Pferde hat er ein akustisches Fronterlebnis erzeugt, das den Krieg nicht nur intellektuell, sondern physisch erfahrbar machte. Großartig!
Henry C. Brinker, 29.05.14

Beeindruckend
Sehr beeindruckend, eine wahrlich europäische Inszenierung, nicht bloße Erinnerungskultur durch Statistik oder Mahnungen die nichts bewirken können, dieses Stück läßt Vergangenheit unmittelbar zur Gegenwart werden.
Eine Sache jedoch hat mir nicht gefallen, ein Beifall, so wichtig er auch für die Schauspieler sein mag, ist nach solchen Texten ein Anachronismus, schmälert die Ernsthaftigkeit der beteiligten Schicksale. Es wäre gut gewesen, der Herr Perceval hätte einen Modus gefunden das Einverständnis des Publikums zu erreichen.

Gerhard Dr. Jacob, 07.05.14

zutiefst beeindruckt
nach nunmehr 2 jahrzehnten als ihr abonnent gehoert dieses stueck zu jenen die ich nicht vergessen werde! mein mann und ich sind zutiefst beeindruckt. danke! kirsten und axel roehreke
kirsten roehreke, 27.04.14

eindringlich
Nie habe ich so eindringliches Theater gesehen!
01.04.2014
Aus dem Gästebuch, 09.04.14

Gelungen
Gut, dass dieses Thema aufgegriffen wird! Sehr "schöne" Inszenierung. Gelungen!
M.v.Westernhagen
21.03.2014
Aus dem Gästebuch, 09.04.14

Dank an das Co-Ensemble des Thalia-Theaters und des NTGent für „FRONT“
Die neueste Produktion auf der Bühne des Thalia-Theaters „FRONT“ wird von der Theaterkritik zurecht als Ergebnis einer feinsinnigen und klugen Regie mit „minimalistische Präzisionsarbeit“ der Schauspieler (Christine Drössel in der SZ vom 24.3.14) beschrieben. Dieses äußerst zurückhaltende Agieren der Schauspieler verschränkt sich gekonnt mit akustischen wie visuellen Elementen: einem Trompetenruf zu Beginn, dem später immer wieder tosenden ‚Soundtrack‘ des Krieges aus Wimmern, Trommeln und Knallen, wie Christine Drössel schreibt, sowie den auf einer Videowand vorüber ziehenden Wolken, Flammen, Fetzen, Fotos. So entsteht eine Atmosphäre grauenvoller Kriegsgewalt, in die auch das Publikum hineingezogen wird: „FRONT“ ist Frontaltheater: Schmerzattacke auf den Humanismus, so die SZ. Bei diesem Angriff blieb dem Publikum dann auch buchstäblich die Luft weg: kein Husten, kein Scharren, auch kein verirrtes Lachen.
Die Theaterkritik hat das Bühnengeschehen dieser Inszenierung also gut beschrieben, sich aber in der Wertung des Abends auffallend zurückgehalten. Es bleibt deshalb etwas nachzutragen, denn das Premierenpublikum selbst zeigte sich dankbar: Es gab zwar keine Begeisterungsrufe beim Schlussapplaus – wo sollten sie auch herkommen – aber auffallend langanhaltende Zustimmung, die großen Respekt vor dieser Ensembleleistung mitteilte. Respekt vielleicht auch vor dem Kunstgriff des Regisseurs, die Inszenierung von Beginn an als Gemeinschaftsproduktion mit dem NT Gent gewagt zu haben. So konnten flämische, französische, englische und deutsche Stimmen in ihrer eigenen Sprache als Stimmen der Soldaten authentisch auftreten und in den Akteuren auf der Bühne, sozusagen „Seit an Seit“, gemeinsames Gedenkens entfachen. Und selbst das Publikum konnte als stiller Teilhaber dieses „Requiems für den unbekannten Soldaten“, wie Luk Perceval selbst die Arbeit verstehen will, mittragen.
Mit Dank und Respekt für diesen Abend sollte deshalb nicht gespart werden!

Vera Birtsch, 25.03.14

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