Engel in Amerika

Engel in Amerika
von Tony Kushner
Regie Bastian Kraft

Foto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin Smailovic
Vorstellungen
Fr,11.11.201619:30 - 22:30 UhrKaufen
Fr,06.01.201719:30 - 22:30 UhrKaufen
Sa,07.01.201719:30 - 22:30 UhrKaufen
Pressestimmen zu Engel in Amerika
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Kommentare

Ich war sehr bewegt von diesem großartigen Stück, und war überrascht und auch erschüttert, wie aktuell es ist. Ich sah die Aufführung am Sonntag, kurz nach den Nachrichten über das Hassverbrechen in Orlando, das sich gezielt gegen Homosexuelle / LGBTI richtete. Homophobie ist so tief verwurzelt und dieses Stück erzählt davon, wo sie herkommt, u. auch davon, wie sie überwunden werden kann. Es hat mich sehr gefreut, wie viel Humor darin steckt, bei aller Schrecklichkeit der Zustände. Super gespielt, in einem sehr komplexen Bühnenbild, das immer wieder neue Perspektiven ermöglicht. Ich empfehle es weiter, gerade in den Zeiten, in denen wir leben.
Nik Maansen, 16.06.16

Wir waren absolut begeistert von "Engel in Amerika". Das beste seit langem! Unbedingt ansehen!
Carmen Steppert, 19.11.15

Das Problem dieser optisch reizvollen Inszenierung und der Grund, warum sie mir nicht so richtig unter die Haut geht - sie ist irgendwie zu schön. Diese Ästhetik, diese kühle Glätte - ich bezweifle, ob das die richtige Verpackung für diesen Stoff ist. Dann wirkt das für mich auch alles sehr groß - die Dialoge und Monologe verpuffen in diesem riesigen Raum. Vielleicht deswegen die Liveübetragungen? Wenn man den Blick von diesen mal abwenden und den Schauspieler selber sehen will, kann es passieren, dass man ihn/ sie gar nicht auf Anhieb findet...
Katrin Heupel, 04.11.15

War ein zweites Mal in ENGEL IN AMERIKA und mein Eindruck bleibt bestehen: ein großartiges Stück in einer beeindruckenden Regie.
martin weißbauer, 03.11.15

Diese Inszenierung ist ganz großes Kino. Danke dem Thalia, dass sie das Stück zeigen, es behandelt so viele wichtige Themen, und das in einer Weise, wie man es selten findet: äußerst unterhaltsam und zugleich vielschichtig und tiefsinnig. Ein Stück, das zurecht noch aufgeführt wird, wenn es auch nicht mehr tagesaktuell sein mag. Die Schauspieler allesamt großartig, das Bühnenbild eindrücklich und immer wieder überraschend, die Musik mal subtil, mal kräftig, und die Videoprojektionen haben sich so nahtlos in die Aufführung eingefügt, wie ich es sonst noch nie gesehen habe. Ob Gott wirklich niemals zurückkehrt, wie es im Stück gesagt wird? Ich verließ die Aufführung eher optimistisch.
Martin Jascher, 03.11.15

Ich möchte noch etwas loswerden, denn diese Aufführung hat bei mir Nachhall: ich habe noch nie erlebt, wie hohe Kunst und Verfehlen eines Stücks so nah beisammen liegen können.
Der Spiegel hat's in sich: er macht das, was Prior Walter (Kristof Van Boven) am Schluss so forsch ins Publikum zurückgibt - er reflektiert diesem gnadenlos, ob der Saal voll, oder die Ränge leer sind. Es wird sich noch zeigen müssen, ob diese Inszenierung ein virtuos gemachter Flop (auf dem runden Silbertablett ) ist, oder ob das Stück aus sich heraus das Publikum anzieht. Das Thalia ist und bleibt eine Stätte der Inspiration!
Dirk Schäufele, 28.10.15

Ich war enttäuscht von dieser Aufführung. Uninteressant war der Abend natürlich trotzdem nicht. Nach einer rasanten Einführung im Foyer, die wirklich keine Sekunde langweilig war, sah man einiges davon auf der Bühne verwirklicht:
Die Künstlichkeit der 80-er, in der Schauspieler zu Präsidenten gewählt wurden, war da, verwirklicht in dem imposanten, technoiden und auch tatsächlich äußerst ästhetischen Bühnenbild - ein gigantischer Drehspiegel, der auch noch nach vorne fahren konnte. Wiederholt im Schminkspiegel auf dem Tisch, der Form der projizierten Weltkugel, dem Ring, in dem der Engel wie ein Papagei sitzt, dem Glas mit den Zellkulturen (ganz toll, wie die historischen Figuren darin herumschwimmen!). Aber leider - wenn man sich den ganzen Abend nicht entschließen kann, ob man dem Schauspieler oder seiner Projektion zuschauen will, bleibt man nüchtern und empfindet auch nichts, wenn's fertig ist. Die Figur des Roy Cohen hat sich mir am Stärksten eingeprägt (toll, wie Matthias Leja einen Sterbenden spielt - das muss man erstmal können!). Die anderen - ich weiß nicht, ob sie mit ihren Rollen wirklich viel anfangen konnten. Das ist ein Stück, das in ein kleines Haus gehört und nicht von technischem Bombast zugedeckt werden darf (sei er auch noch so raffiniert gemacht), auch wenn die schrägen opernhaften Szenen so ihre Wirkung haben, aber von diesen lebt das Stück nicht. Auch habe ich den Einsatz von Livecam schon vor über fünfzehn Jahren an einem kleinen Stadttheater gesehen, wenn man die Jugend des Regisseurs hervorheben will, der sich halt moderner Mittel bedient.
Dirk Schäufele, 26.10.15

ENGEL IN AMERIKA ist das beste Theaterstück, das gerade in Hamburg zu sehen ist. Super Schauspieler, Super Bühne, Super Video. Das Thema geht immer noch unter die Haut. Danke, Thalia!
martin weißbauer, 18.10.15

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