Die Stunde da wir nichts voneinander wußten

Die Stunde da wir nichts voneinander wußten
von Peter Handke
Regie Ene-Liis Semper & Tiit Ojasoo

Foto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin Smailovic
Vorstellungen
Di,20.03.201820:00 - 22:15 UhrKaufen
Besetzung

Musik
Lars Wittershagen

Dramaturgie
Sandra Küpper

Chorleitung
Uschi Krosch

Regie & Ausstattung
Tiit Ojasoo
Ene-Liis Semper

Körperarbeit
Jüri Nael

Darsteller
Alicia Aumüller
Christoph Finger
Marina Galic
Julian Greis
Franziska Hartmann
Pascal Houdus
Felicia Jackson (Tanz)
Matthias Leja
Peter Maertens
Dominik Maringer
Björn Meyer
Issiaka Moussa (Tanz)
Karin Neuhäuser
Jaak Prints
Sebastian Rudolph
Birte Schnöink
Joazi da Silva (Tanz)
Rafael Stachowiak
Oda Thormeyer
Patrick Bartsch

sowie Shiyue Chen, Elvis Ngai Fung Cheung, Jie Huo, Sohyun Jung, Su Jin Kim, Jasmin Luu, Chieu Thao Nguyen, Pumin Sadjiroen, Duc-Nghia Ta, Lin Xiuyong, Fusako Yamamori, Yecheng Ye, Wenyen You

Chor

Uwe Behrmann, Benjamin Boresch, Andreas Bracht, Nico Cornehl, Leonard Dziwisch, Erik Eschweiler, Jonas Graaf, Tobias Hechler, Thomas Hirsch-Hüffell, Norbert Kijak, Günter Kochan, Sebastian Kreuzer, Harald Lieber, Martin Mutschler, Stefan Puchta, Gregor Schuster, Frank Tiedemann, Siegmar Tonk, Jürgen Weiler
Pressestimmen zu Die Stunde da wir nichts voneinander wußten
Pressestimmen zu Die Stunde da wir nichts voneinander wußten bei den Wiener Festwochen

Internationality beyond language - Play without spoken dialogues  

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Kommentare

Ich hätte nie gedacht, dass ein ganzer Theaterabend ohne Texte so vollständig begeistern könnte! Hingehen! Ansehen! Das ganze Leben, der Sinn/das Sinnlose, es ist alles da!
Julia Waller, 14.11.15

Danke für diese wirklich berührende Inszenierung: Schon seit einigen Wochen bevölkert sich meine Erinnerung immer wieder mit der Vielzahl an Charakteren, die sich während des ganzen Stücks, teils witzig/ teils dramatisch, so pointiert und gänzlich ohne Sprache zu vermitteln wussten.

Der Mix aus unkommentierter Darstellung und erbarmungsloser Kritik, aus individuellem Leid/Freude und gesellschaftlicher Relevanz, aus Spiel und Ernst hat mich größten Teils hell auf begeistert. Nur eine Spannung irritiert mich bis heute - Die Darstellung der Klischees über die Asiaten: Alle anderen kulturellen Klischees (das der neoliberalen Westler & der postkolonialistischen Afrikaner) schienen mir in Ihrer Darstellung an bestimmten Stellen gebrochen. Nur das Bild der touristischen Asiaten, die wie Maschinen funktionieren und kein Privatleben haben, war erbarmungslos glatt. Weshalb? Zumal sich diese Asymmetrie noch verstärkt, wenn man sieht, dass alle Schauspieler als eben solche engagiert waren und nur die Darsteller der Asiaten als Komparsen auf der Bühne standen?

offenherzig fragend und mit lieben Grüßen, Hanna Pohl

Hanna Pohl, 07.06.15

Großartige Aufführung. Ich war fasziniert vom ersten bis zum letzten Augenblick.
Hannelore Schultz, 07.05.15

Die Stunde da wir nichts voneinander wussten oder die Redseligkeit der Sprachlosigkeit Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper liefern eine beeindruckende Inszenierung der Handke’schen Regieanweisungen. In den ersten 75 Minuten folgen sie ziemlich werkgetreu den Anweisungen Handkes, um dann in den folgenden 60 Minuten diesen Abend mit eigenen Bildern zu erweitern. Dieser Abend konzentriert sich ganz auf Bilderwelten, die immer wieder in unendlicher Langsamkeit verharren, um Engramme in die Erinnerung zu brennen. Es begegnen dem Zuschauer Typen in flüchtigen Momentaufnahmen, die sich teilweise redundant wiederholen. Das Ensemble glänzt durch exakte, überzeugende Körperarbeit unter Leitung von Jüri Nael. Das Tallinner Regieduo bleibt seiner politisch-theatralen Positionierung treu, durch faszinierende Tableaus im zweiten Teil, wie z.B. wo die Wand zur Klagemauer wird oder der Mensch in seiner Verletzlichkeit und Schutzlosigkeit gezeigt wird. Dieser Abend ist ein mystisches Geheimnis, das in Schichten der Wahrnehmung dringt, die durch Worte nicht zu fassen sind. Möge der Zuschauer dem Orakel von Dodona folgen „ Was du gesehen hast, verrat es nicht; bleib in dem Bild.“ Ein Theaternarr Reiner Schmedemann
Reiner Schmedemann, 04.05.15

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