Die Blechtrommel

Die Blechtrommel
von Günter Grass
Regie Luk Perceval

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Zunächst etwas unerwartetes Theater - bei der Blechtrommel habe ich die Verfilmung im Hinterkopf, ein opulentes, deftiges Stück Filmgeschichte - und wundere mich über die Umsetzung, die Luk Perceval gewählt hat.

Aber im Laufe des Stückes merkt man, warum.
Er konzentriert sich auf die wesentlichen Aussagen des Buches und schafft eine eindrucksvolle Visualisierung. Man identifiziert sich mit Oscar, sieht in ihm den einzig Vernünftigen zwischen lauter Gestörten.
Es gibt nur kleine Szenen, angespielt und durch!
Aber dieses "Kleine" bewegt und schockiert.
Und am Ende hat man die ganze Dramatik des Stoffes erlebt - in weniger als zwei Stunden.
Es lohnt sich.
Dirk Schneefuß, 23.06.15

Die Blechtrommel
Luk Perceval inszeniert die Blechtrommel als episches Theater, was sich bei einer Romanvorlage anbietet. Seine Bühne ein Segel aus weißer Wäsche auf Wäscheleinen vom Boden bis zum Bühnenhimmel. Dieses Segel treibt ein Schiff mit Menschen durch stürmische Zeiten. Oskar Matzerath (Barbara Nüsse) ein lebenslanger Außenseiter, der sich der Erwachsenenwelt verweigert, schildert aus seiner Erinnerung die Geschehnisse seiner Kindheit und Jugend. Luk Perceval bedient sich in seiner Inszenierung einer umfassenden Musikalität, die an Madrigale erinnert. Diese Musikalität der Inszenierung schafft sehr emotionale Bilderwelten, die den Betrachter emotional beteiligen können. Luk Perceval hat eine sehr in sich ruhende fast meditative Inszenierung der Blechtrommel geschaffen, die hoffentlich beim Publikum ihre verdiente Aufmerksamkeit findet. Ein Theaternarr Reiner Schmedemann

Reiner Schmedemann, 11.04.15

Barbara aus Freiburg:
Als Kennerin des Romans und mit familiärem Bezug zu Danzig wurde ich schnell gepackt von der atmosphärisch dichten Darstellung. Allerdings erschien mir die Inszenierung eher als Aufbereitung des Romans denn als eigentliches Spiel aufgrund der langen vom Band eingespielten narrativen Passagen. Im großen und Ganzen habe ich einen schönen Theaterabend verbracht.
Milena, häufiger Gast des Thalia Theaters:
Ich bin überraschst, dass das Theater es sich leisten kann, hochkarätige Schauspieler wie Alexander Simon im Wesentlichen 2 Stunden lang hinter Wäscheleinen herumstehen zu lassen.
Ein Rat fürs Publikum: Bringen Sie weiße 60 Grad Wäsche mit, denn es wird Sie in den Fingern jucken, diese dem unterbeschäftigt wirkendem Ensemble in die Hände zu drücken...
Den größten Redeanteil hat definitiv das Tonband übernommen. Muss ich dafür im Theater sitzen?
Nicht unbedingt, aber ich habe dennoch nicht gänzlich unzufrieden den Saal verlassen und einen guten Einblick in die skurrile, grausame und von Misstönen begleitete Romanwelt bekommen und den Rhythmus der Sprache erspüren können.
Milena Rüdy, 08.04.15

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