Der Schimmelreiter

Der Schimmelreiter
von Theodor Storm
Bühnenfassung Susanne Meister
Regie Johan Simons

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Vorstellungen
Di,14.11.201720:00 - 22:50 UhrKaufen
Do,30.11.201720:00 - 22:50 UhrKaufen
Mo,18.12.201719:00 - 21:50 UhrKaufen
Mi,10.01.201820:00 - 22:50 UhrKaufen
Pressestimmen zu Der Schimmelreiter
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Kommentare

Ich habe mit meinen Schülern der 13. Klasse Ihre Informationen, die Sie mir einige Tage zuvor haben zukommen lassen, besprochen. Ich finde es richtig, dass Sie uns noch einmal explizit auf Verhaltensregeln hinweisen, da ich mir durchaus vorstellen kann, dass es gelegentlich zu Problemen mit Schulklassen kommt - zumal bei einem so langen Stück wie dem "Schimmelreiter", das hohe Konzentration erfordert. Meine Schüler kannten Storms Novelle nicht und sind insgesamt eher "theaterunerfahren" - doch sie waren begeistert von der Inszenierung und waren von Anfang bis Ende dabei. Ich kann dem nur beipflichten, es war ein absolut gelungenes Stück. Gestört hat uns vielmehr das Verhalten einiger älterer Zuschauer - des klassischen Bildungsbürgertums, das ja regelmäßig in Ihrem Theater anzutreffen ist: - die ältere Dame, die zu spät in die Vorstellung kommt und sich während des Stücks dann auch noch zwei Mal umsetzt, immer ein paar Reihen weiter vor auf die teuren Plätze. - die ältere Frau, die neben uns unaufhörlich hustet und trotzdem das Bonbon ablehnt, das ihr einer meiner Schüler angeboten hat. - und schließlich diese Unart der älteren Herrschaften, die es am Ende der Vorstellung auf den tollen Plätzen in der Mitte des Saales keine fünf Minuten aushalten, um den Schauspielern mit ihrem Applaus Respekt zu zollen - und sich vorbeidrängen und UNS am Applaudieren hindern. Die respektlose Jugend, die keine Manieren mehr hat - ein alter Topos. Vielleicht muss aber mal an alle Theaterbesucher die Ansage erfolgen, dass man pünktlich ist, sich ruhig verhält und bis zum Ende sitzen bleibt! Meine Schüler, die bei weitem nicht aus privilegierten Familien kommen, wissen, was sich gehört. Das ist zumindest für mich ein kleiner Trost mit Blick auf die Zukunft :) Wir freuen uns natürlich wieder auf den nächsten Besuch.
Eine Lehrerin, 01.03.17

Nach Deutschstunde die nächste Arbeit von Johann Simons am Thalia. Wieder auf engem Raum angelegt, wieder anspruchsvoll, aber eindringlicher. Man muss sich auf die Inszenierung einlassen, mitdenken. Überlegen, wozu die Wiederholungen dienen, warum Jens Harzer so monoton spricht, warum der einzige wirkliche Gefühlsausbruch erst ganz zum Schluss mit harter Musikuntermalung kommt... Aber wenn man das schafft, dann erkennt man die Mentalität der Nordfriesen wieder, die Ängste aufgrund der Religion und der kaum vorhandenen naturwissenschaftlichen Kenntnisse, die ein Ausbrechen aus Traditionen unmöglich machen. Man kennt nur das Dorf und der Blick vom Deich auf das Meer ist schon das Äußerste, was man sich traut... Die Wiederholungen waren für mich ein Bild der Wellen. Alles wiederholt sich zunächst, aber entwickelt sich doch jedes mal anders weiter. Und Hauke Haien. Der einzig intelligente, der das Dorf voran bringen will, aber keinen überzeugen kann. Der verkopfte Intellektuelle, leise Stimme, aber nicht anders kann, als das zu tun, wovon er überzeugt ist... und sich eigentlich erst mit dem Scheitern, nach dem Tod seiner Familie befreien könnte, aber dann merkt, dass es nun zu spät ist. Für mich eines der besten, der eindringichsten Stücke der letzten Monate - aber auch eines der anspruchsvollsten!
Dirk Schneefuß, 01.01.17

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